Hinterbliebenenschutz: Was man über die Risikolebensversicherung wissen muss!

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Die Risikolebensversicherung ist immer dann empfehlenswert, wenn durch den Tod eines Familienmitglieds ein finanzielles Loch entsteht. Doch damit ist keineswegs die Entscheidung für eine konkrete Risikolebensversicherung gefallen. Um den richtigen Versicherungsschutz auswählen zu können, gibt es einiges zu wissen.

Die Risikolebensversicherung ist keine Spar- und Anlageversicherung, wie etwa eine Kapitallebensversicherung, sondern dient einzig und allein der Absicherung der Hinterbliebenen. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn beispielsweise ein hoher Kredit für die Finanzierung des Eigenheimes aufgenommen wurde. Mit den finanziellen Leistungen der Versicherung sind die Angehörigen nach dem Tod des Versicherten in der Lage den Kredit abzuzahlen. Natürlich unter der Voraussetzung, dass der Umfang der Auszahlungssumme ausreichend gewählt wurde. 

Neben laufenden Krediten, die so getilgt werden können, bietet die finanzielle Absicherung aber ebenso auch die Möglichkeit, den gewohnten Lebensstandard zu halten, auch wenn ein, womöglich das einzige Gehalt wegfällt.
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Für wen ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll?

Wenn mit dem eigenen Tod die Gefahr besteht, dass eine erhebliche Versorgungslücke für die Hinterbliebenen entsteht, ist dies schon mal ein guter Grund für den Abschluss einer solchen Police. Das gemeinsame Familieneinkommen sinkt von einem Tag auf den anderen um einen beträchtlichen Teil; gerade dann, wenn man Alleinverdiener ist. Die finanzielle Lücke kann durch Witwen- und Halbwaisenrente nicht aufgefangen werden, wie bei NÜRNBERGER DIGITAL nachzulesen ist.
Hier kommt die Risikolebensversicherung ins Spiel. Sie sorgt dafür, dass das zukünftige Einkommen der Hinterbliebenen so aufgestellt ist, dass die Familie finanziell abgesichert ist und ihren Lebensstandard halten kann. 

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein alleinstehendes Paar oder um eine kinderreiche Familie handelt.
Nicht selten schließen auch gemeinsame Geschäftsinhaber Risikolebensversicherungen ab, damit im Falle eines Ablebens der verbleibende Geschäftsinhaber das Unternehmen nahtlos und ohne Einschränkungen weiterführen kann.
Auch bei Immobilienkäufen spielt die Risikolebensversicherung eine teilweise sogar entscheidende Rolle. So verlangen manche Banken bei Abschluss eines Kredites die Absicherung durch ebendiese Policen.

Risikolebensversicherung bei Immobilienkrediten

Generell ist es aber empfehlenswert, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, wenn ein Haus- oder Immobilienkauf geplant wird, auch wenn die Banken es nicht einfordern. Im Todesfall können die Hinterbliebenen dann mit der Versicherungssumme die Kreditraten bedienen. Das Ableben eines Familienmitgliedes ist schlimm genug und erfordert neben viel Organisation auch Zeit, um sich mit dem Verlust auseinanderzusetzen. Stehen die Hinterbliebenen dann auch noch vor einem immensen Schuldenberg, der im schlimmsten Fall den Verlust des eigenen Zuhauses bedeutet, droht alles aus dem Ruder zu laufen. Ein finanzieller Hinterbliebenenschutz ist in so einen Fall daher unerlässlich.

Wie bereits erwähnt, dient eine Risikolebensversicherung der Bank oftmals als Sicherheit bei der Beantragung von Immobilienkrediten. Nicht selten kommt es vor, dass die Kreditinstitute eine Risikolebensversicherung beim Kreditnehmer voraussetzen und/oder diese selbst anbieten. Damit stellen die Banken sicher, dass das Darlehen auch wirklich abbezahlt wird. Hier sollte man jedoch nicht gleich unterschreiben, sondern zunächst genau vergleichen. Es gibt erhebliche Unterschiede, was die Beiträge und Leistungen der Risikolebensversicherungen betrifft.
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Wie hoch ist die richtige Versicherungssumme?

Welche Versicherungssumme an deine Hinterbliebenen ausgezahlt wird, wird bei Abschluss der Risikolebensversicherung festgelegt, wobei zum einen die Höhe der Versicherungssumme, zum anderen eine Dynamik definiert wird. Hier unterscheidet man grundsätzliche in eine steigende, fallende und konstante Versicherungssumme, wobei vor allem eine steigende oder konstante Summe relevant ist.

Für Kreditnehmer gilt grundsätzlich: Die Versicherungssumme sollte im Leistungsfall daher mindestens der Höhe des Darlehens entsprechen. Natürlich ist es nahezu unmöglich, bereits bei Versicherungsabschluss zu wissen, wie hoch der weitere Bedarf der Angehörigen in der Zukunft sein wird. Hat man jedoch Kinder, die in der Schule oder Ausbildung sind und ein Haus gebaut oder eine Immobilie erworben, ist eine steigende Versicherungssumme anzuraten. 

Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Kind, bis es das 18. Lebensjahr erreicht hat satte 148.104 EUR. Die monatlichen Kosten sind allein zwischen den Jahren 2013 und 2018 um 16 % gestiegen. Darin enthalten sind aber noch nicht beispielsweise Kosten für Universitäten oder andere Bildungsangebote. Gibt es im Haushalt mehrere Kinder und einen Immobilienkredit abzusichern, kommt man schnell auf beeindruckende Summen. Die Empfehlung der Versicherungen, dass die Versicherungssumme mindestens dem dreifachen Brutto-Jahresgehalt entsprechen sollte, klingt danach plötzlich gar nicht mehr abwegig.
 

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