Corona-Quarantäne: So geht Sex trotz Distanz

Fernbeziehung

Die Coronakrise verlangt nach Social Distancing – also dem Fernhalten von unseren Mitmenschen. Zuhause zu bleiben klingt erstmal nicht so schwierig. Was aber, wenn wir nicht mit unserem Partner gemeinsam in Quarantäne kommen? Etwa, weil wir nicht zusammen leben oder uns in verschiedenen Städten aufhalten? Ein paar Tage sind zu verschmerzen, nach einigen Wochen wird es dafür schon schwieriger… Wir haben die besten Tipps, wie wir trotz räumlicher Distanz intime Momente erleben können.

Studie: Bedürfnis nach Sex steigt während Corona-Quarantäne

Der kanadische Sextoy-Hersteller We-Vibe befragte aktuell 1.200 liierte Menschen nach ihrer Stimmung in Bezug auf die Corona-Quaranätne und ihr Sexleben.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass unser Verlangen nach körperlicher Nähe und sexueller Befriedigung momentan stark ansteigt. So gaben jeweils über 50 Prozent der räumlich getrennten Paare an, unter dem gestiegenen Bedürfnis nach körperlicher Nähe und Sex zu leiden. Kein Wunder – wird unser Alltag doch momentan von Einsamkeit und Langeweile dominiert.

Sextipps für räumlich getrennte Paare

Erotik via Videochat

Zum Glück haben wir heutzutage die Technik auf unserer Seite. Laut der Befragung greift jedes dritte Paar während der aktuell (unfreiwilligen) Fernbeziehung verstärkt auf Video-Telefonie zurück. Und das aus gutem Grund: Wir können unseren Partner so nicht nur hören, sondern logischerweise auch sehen. Damit eröffnen sich auch für erotische Abenteuer ganz andere Möglichkeiten...
Wer sich wohlfühlt und sich traut, kann seinen Partner zum Beispiel beim nächsten Chat in sexy Unterwäsche überraschen. Oder gemeinsam in die Badewanne steigen. Auch das abendliche Zubettgehen kann durch Videochats erotisch gestaltet werden: Eventuell dürfen wir unseren Partner beim Ausziehen beobachten...

(Gemeinsame) Masturbation

Wie die Befragung von We-Vibe ergab, verspüren ganze 73 Prozent der getrenntlebenden Paare während der Corona-Quarantäne mehr Lust auf Masturbation. Das ist wenig überraschend, wenn wir unseren Partner vermissen und unter dem Entzug der körperlichen Nähe leiden.
Die Lösung? Selbstbefriedigung natürlich! Das vermeidet nicht nur sexuelle Frustration, sondern ist auch für unseren Geist und Körper gesund. Studien zeigen sogar, dass Orgasmen unser Immunsystem stärken. Also nichts wie ran!
Wer sich mit seinem Partner wohl genug fühlt, kann ihn auch daran teilhaben lassen. Das wird ihn garantiert anturnen und das Sexleben vielleicht sogar auf eine ganz andere Ebene heben. Ob es nur ein schelmischer Hinweis per Textnachricht ist, oder man ihn per Telefon oder Videochat teilhaben (und mitmachen) lässt, hängt ganz von den individuellen Vorlieben ab. Möglich ist alles!
Sogar, den Partner aktiv mit einzubinden. Mittlerweile gibt es nämlich Sextoys, die sich über große Entfernungen steuern lassen. Etwa den Paarvibrator „Chorus“ von We-Vibe, der sich per App von einer persönlich eingeladenen Person kontrollieren lässt. Dabei handelt es sich um einen zweiteiligen Vibrator, der einerseits in der Scheide sowie auf der Klitoris aufliegt. Schalten wir unseren Partner per App frei, kann er beim nächsten Vergnügen die Steuerung der Vibrationsmodi übernehmen… Wie aufregend!

Fantasien und Vorfreude

Aus jeder Krise kann auch etwas Positives hervorgehen. Sehen wir die räumliche Trennung doch mal als Chance: So können wir unser Sexleben eventuell einmal richtig umkrempeln. Über andere Kanäle zu kommunizieren kann uns aus der gewohnten Routine ausbrechen lassen. Wir können unserer Kreativität freien Lauf lassen und unsere Fantasien zum Beispiel in eine erotische Geschichte verpacken, die wir unserem Liebsten per Chat oder sogar altmodisch per Post zukommen lassen können. Vielleicht entdecken wir auch Fantasien, die wir bisher nicht hatten oder wir werden neugierig auf Stellungen, die wir uns noch nicht zugetraut haben. So oder so – all diese Umstände verstärken unsere Vorfreude extrem, und lassen den lang ersehnten, echten Sex am Ende der Krise sicher einmalig werden.

Datum: 29.3.2020

Autor: Silva Oldenburg