Anzeige

Französische Gelüste

Erotische Kurzgeschichte aus „Sex im Urlaub“

Eine Studentin auf Sparkurs und ein urlaubsreifer Best Ager — die Zutaten für die erotische Kurzgeschichte „Französische Gelüste“.

Meine Geschichte liegt jetzt 15 Jahre zurück, ich studierte in Göttingen Jura, was sich übrigens gelohnt hat, denn heute bin ich eine recht gute Strafverteidigerin. Mein größtes Problem war damals das Geld. Der Scheck meines Vaters kam zwar pünktlich jeden Monat am 28., aber bereits am 15. des nächsten Monats hatte ich schon keine Piepen mehr. Die Semesterferien hatten begonnen, der Job, den ich machen wollte, sollte aber erst in einer Woche beginnen. Und ich wollte mal für ein paar Tage raus. Also pumpte ich eine Freundin an und stellte mich mit baren 200 Euro an die Autobahn.
Damals war ich ein bisschen schlanker als heute und ein bisschen blonder, langhaariger und blauäugiger dazu. Obwohl mich meine Eltern immer gewarnt hatten, nie per Anhalter zu fahren, versuchte ich es. Ich hatte ein ungetrübtes Vertrauen zu Menschen, auch wenn sie mir wildfremd waren. Heute, als Verteidigerin, hilft mir dieser Glaube von damals, das Gericht von der Unschuld meiner Mandanten zu überzeugen.
Ich stand also da, in Jeans und einem superlangen und übergroßen Pullover, und wartete. Porsches und andere Nobelkarossen fuhren an mir vorbei. Nach 20 Minuten hielt endlich ein Kadett. Da ich es noch nicht einmal zu einer studentenüblichen Ente gebracht hatte, stieg ich ein.
„Wohin soll es denn gehen?“ fragte der Mann freundlich. „Eigentlich wollte ich für ein paar Tage nach Südfrankreich!“ antwortete ich wohlerzogen.
„Ich fahre in die Bretagne — auch für ein paar Tage!“ verriet mir der Herr. „Da können wir ja ein gutes Stück zusammen fahren!“
Er war mir richtig sympathisch, wenn auch etwas zu alt. Ein paar Tage ausspannen, die Uni vergessen, bevor es ans Jobben ging — ein herrlicher Gedanke!
„Sie sind doch Studentin“, mutmaßte der Mann ganz richtig. „Ja, woran sehen Sie das?“ wollte ich wissen.
„Sie sehen so intellektuell aus“, fand er und nannte mir dann seinen Namen. Erich Jäger hieß er.
„Sabine Urban“, sagte ich und fügte noch hinzu: „Sie dürfen mich ruhig duzen!“
„Gut, aber dann müssen Sie auch du sagen!“ war er einverstanden.
Er merkte mein Zögern, schaute kurz zu mir, lächelte und fragte: „Oder bin ich dir als Kumpel zu alt?“
„Nein, Erich!“ sagte ich fest und dachte an meine gute Erziehung.
Dann sprachen wir eine Weile nichts, und ich erinnerte mich an verwegene Anhaltergeschichten von diversen Freundinnen. Gesprächsfetzen wie „... und da legte mir der Kerl seine rechte Hand auf den Schenkel und fing an zu fummeln!“ und „ ... der geile Bock steuerte den nächsten Parkplatz an und wollte, dass ich für die Mitnahme bezahle!“ schossen durch meinen Kopf. „Naja“, dachte ich, „die Mädels hatten eben Pech!“
„Ist es Ihnen recht, wenn wir durchfahren?“ fragte Erich plötzlich und riß mich damit aus meinen Gedanken.
„Wie meinen Sie das?“ stellte ich die Gegenfrage.
„Ich muss bis fast nach Brest und habe gute 10 Stunden geschlafen, um die Strecke in einem Rutsch durchstehen zu können!“ sagte er. „Und wie wollen Sie fahren?“ wollte ich nun wissen.
„Wir fahren über Köln, passieren in Lüttich die deutsch-belgische Grenze, fahren dann über Maubeuge nach Frankreich rein, dann über Amiens. Tja, warten Sie, dann kommt das Stück Autobahn zwischen Rouen und Caen. Das ist die Normandie. Die fahren wir bis Cherbourg und dann weiter nach Brest“, erklärte er mir ausführlich.
„Klingt, als seien Sie die Strecke schon öfter gefahren”, erkannte ich spürsinnmäßig.
„Stimmt! Freunde von mir haben kurz vor Brest ein Landhaus, wo ich ein paarmal im Jahr Kurzurlaub mache“, sagte er.
„Gut, ich bin einverstanden!“ entgegnete ich. „Aber, wenn ich mal muss — halten Sie dann auch an?“ wollte ich nur zur Sicherheit wissen, da Männer, wenn sie einmal im Auto sitzen, oft stundenlang durchfahren, ohne Rücksicht auf schwache Blasen zu nehmen.
„Ich bin auch nur ein Mensch!“ kam es mit einem Lächeln. Bei mir machte sich der Kaffee bemerkbar, den ich morgens getrunken hatte, und wir waren zu diesem Zeitpunkt schon gute zwei Stunden unterwegs.
„Heißt das, dass ich beim nächsten Rastplatz halten soll?“ stellte er die entscheidende Frage.
Ich hätte ihn küssen können für sein Verständnis.
„Wissen Sie was, an der nächsten Autobahnraststätte halten wir, essen eine Kleinigkeit und erledigen unsere menschlichen Geschäfte!“ Wieder hätte ich den Mann, der mir inzwischen gar nicht mehr so alt vorkam, umarmen können. Wir fuhren noch eine halbe Stunde, waren längst hinter Köln auf dem Weg nach Lüttich. Die Autobahnraststätte war glücklicherweise kein Nobelrestaurant, sondern nur Selbstbedienung. Ich dachte an meinen Geldbeutel und wollte eigentlich nichts essen. Ohne zu fragen brachte Erich uns ein paar Sandwiches, Kaffee in Plastikbechern und etwas Obst mit.
„Was darf ich Ihnen, ich meine dir als Beteiligung geben?“ fragte ich.
„Kaviar wäre mir lieber gewesen — aber den gibt es hier nicht. Natürlich bist du mein Gast!“ sagte er.
Dafür, dass es ein geschenktes Mahl war, schmeckte es wie Kaviar. Ich hatte sowieso von diesen teuren Fischeiern keine Ahnung. Irgendwie kam mir Erich schon wie ein alter Bekannter vor. Als ob er meine Gedanken erraten hatte, sagte er: „Du bist mir vertraut wie ein Kumpel!“

Gestärkt und erlöst stiegen wir wieder in den Kadett. Bald war ich eingeschlafen— ganz einfach, weil ich mich bei Erich gut aufgehoben und sicher fühlte. Irgendwann wurde ich sanft geweckt. Maubeuge, Grenzübergang. Schlaftrunken erkannte ich, daß es um meinen Personalausweis ging. Als wir passiert hatten, schlief ich sofort wieder ein. Ich habe nie wieder so lange und so tief in einem fahrenden Auto schlafen können. Später überlegte ich, ob mir Erich etwas in den Kaffee getan hatte — aber welchen Grund hätte er haben können? Als ich aufwachte, schien die Sonne, und das Auto stand vor einem entzückenden weißen Haus. Erich lag mit verschränkten Armen auf dem Lenkrad und blinzelte das Haus an.

Auf mein „Hallo, wie geht es dir?“ drehte er sich zu mir, lächelte und sagte: „Ist es nicht wunderschön!“
„Ist es das Haus?“ wollte ich wissen und ging nicht auf seine Feststellung ein.
„Jawohl!“ antwortete er und stieg aus, öffnete das Tor und führte mich zum Eingang. Nachdem er aufgeschlossen hatte, musste ich nur noch staunen. Vom Flur aus sah man in ein Zimmer mit Kamin, vor dem ein Fell lag — wie im Film. Was dann kam, ging alles sehr schnell. Ich fühlte mich sofort wie zu Hause, fand das Bad, duschte, putzte Zähne und kam, mit einem Bademantel bekleidet, ins Kaminzimmer. Die Vorhänge waren offen, und Erich hatte am hellichten Tag den Kamin angezündet, lag auf dem Fell, nur mit einem Kimono zugedeckt. Ich setzte mich zu ihm und wusste genau, was jetzt passieren würde. Wir waren so vertraut in unseren Bewegungen und Blicken, sprachen kein Wort, verstanden uns einfach.

Wohligkeit und Wärme ließen noch Platz für eine Lust, die mir bis dahin fremd gewesen war. Als er den Gürtel des Bademantels löste und seine Hand zwischen meine Schenkel legte, war das ganz natürlich. Erich befreite sich von dem Kimono und zog mich auf das Fell, legte mich auf den Rücken und setzte sich auf mich. Seine Schenkel pressten meine Beine zusammen. Während seiner Bewegungen schloss er die Augen.
„Du bist so wunderbar eng!“ flüsterte er und hielt inne, um gleich darauf seinen Rhythmus fortzusetzen. Meine Mitte schloss sich ihm rhythmisch an. Mir wurde zum ersten mal bewusst, wie ich mit meinem Muskel arbeiten und spielen konnte. Mein Unterleib erwachte zur reifen Erotik  und ich spürte, dass ich als richtige Frau empfand. Wie Wellen sich am Strand kräuseln, fühlte ich meinen Höhepunkt näherkommen.

Erichs Schenkeldruck ließ nach, er winkelte meine Beine an und legte sie sich auf die Schultern, um mich noch mehr zu spüren Meine Pobacken lagen in seinen kräftigen Händen.
Als hätte man mich aus Fesseln und Ketten befreit, genoss ich meine neue Freiheit, wimmerte, seufzte, ließ seinen Schweif in mir tanzen und verfiel in einen nie gekannten Rausch der Sinne. Erlöst und heiß wälzten wir uns auf dem Fell, ineinander verschlungen, als wären wir zusammengewachsen. Erich küsste meine tränennassen Augen. Und als er seinen Mund auf meinen legte, schmeckten seine Lippen nach dem Salz meiner orgiastischen Zähren.
Wir waren immer noch vereint, und ich merkte, wie seine Potenz erneut in mir wuchs. Mit jeder seiner Bewegung reihte sich ein neuer Orgasmus wie Perlen auf eine Kette.
Dann war es still. Nur das Knistern des brennenden Holzes im Kamin erinnerte uns daran, wo wir waren, dass die Reise für Erich anstrengend gewesen war und ich Hunger hatte, dass ich ein ganzes Wildschweine hätte verdrücken können. Keine Frage, dass wir die paar Urlaubstage gemeinsam verbrachten — und sie waren für mich einmalig und unvergesslich.

„Französische Gelüste" aus „Sex im Urlaub“ verlegt durch: ORION / Carl Stephenson Verlag

Noch mehr erotische Geschichten:
Die erotische Geschichte: „Der Nikolaus“
Die erotische Geschichte: Heiße Nummer im Regen
Die erotische Geschichte: Quicky mit dem Handwerker
Erotische Geschichte: Wie Mia ihr größtes Sex-Abenteuer erlebte
Erotische Geschichte: „Im Morgengrauen“
„Erotische Fantasien": Verregneter Sonntag
Die erotische Geschichte: Die heiße Bahnfahrt
Die erotische Geschichte: Anonymer Quickie