Anzeige

Sextipps für den großen und den kleinen Penis

Das beste Zusammenspiel aus Größe und Technik

Kommt es beim Sex nun auf die Größe oder doch nur auf die Technik an? Ein bisschen von beidem, findet Sexual-Pädagogin Anja Drews. Denn wenn die Größe des Penis nicht perfekt zur Größe der Vagina passt, ist die richtige Technik gefragt. Die wichtigsten Sextipps für den großen und den kleinen Penis verrät die Expertin hier.

Dass Gemüsegurken und Bananen im Supermarkt immer gleich aussehen müssen, hat einen rein ästhetischen Hintergrund und rein gar nichts mit dem Geschmack zu tun. Briefumschläge sind zwar nach Din genormt, aber immerhin gibt es sie schon in verschiedenen Größen. Das macht ja auch Sinn, schließlich sind sie für unterschiedliche Inhalte gedacht. Wie sollten wir denn ein 20 x 30 Poster in einen Briefumschlag für Grußkarten bekommen? Und jetzt denken Sie sich einmal in den Baumarkt, direkt in die Schraubenabteilung. Holzschrauben, Metallschrauben, große, kleine und winzige Schrauben, aus Stahl, Messing, Kupfer oder Kunststoff. Und es gibt die jeweils passenden Dübel dazu. Niemand würde behaupten, dass die großen Schrauben besser als die kleinen seien. Schließlich kommt es ja immer darauf an, in welches Loch sie passen und was sie halten sollen. Sie verstehen, worauf ich hinaus will? 

Im Kamasutra wird auch die Vagina, dort als Yoni bezeichnet, in drei Größen eingeteilt: 

1.    Gazelle
2.    Stute
3.    Elefantenkuh

Die Reihenfolge ist klar, oder? Und den Penis, dort Lingam genannt, gibt es ebenso in drei Größen:

1.    Hase
2.    Stier
3.    Hengst

Hier ist die Reihenfolge wohl noch deutlicher. Vor allem für diejenigen, die nicht wissen, wie groß eine Gazelle im Gegensatz zu einer Stute ist. Dass ein Hengstlingam nur schwer in eine Gazellenyoni passt, ist damit klar. Und ein Hasenlingam könnte sich in einer Elefantenkuh-Yoni etwas verloren fühlen. Nun will ich ja nicht so weit gehen und sagen, dass Männer ihre Liebste nach ihrer Yonigröße aussuchen sollten. Bei der richtigen Partnerin sollten dann doch andere Charakteristika wichtig sein. Aber wenn der Mann nun einmal das, je nach Sichtweise, Pech oder Glück hat, einen besonders großen oder kleinen Lingam sein eigen zu nennen, und die Yoni der Partnerin nicht passgenau ist, sollte er ein paar Dinge beachten.

So geht es, wenn der Penis eher groß und/oder dick ist

„Tiefer, tiefer“! Wer hört das nicht gern? Aber nicht alle Frauen sind glücklich, wenn tatsächlich so tief wie möglich in sie hineingestoßen wird. Zumal nicht, wenn sie selber eher klein gebaut sind. Dann kann das unangenehm oder sogar schmerzhaft werden. Dasselbe gilt für besonders breite Exemplare. Hier ist also Vorsicht angesagt, bei allen Stellungen: Gehen Sie es langsam an! Dringen Sie nicht gleich ganz ein, sondern warten Sie zwischendurch ab und achten Sie auf die Reaktion der Liebsten. Ist sie wirklich schon erregt und damit feucht genug? Seien Sie verschwenderisch mit Gleitmittel. Je besser es flutscht, desto mehr Spaß haben beide daran.

Slow Sex ist das Stichwort. Vielleicht haben Sie davon schon gehört. Statt schneller harter Stöße bewusstes Wahrnehmen der Berührungen, des Eindringens und Bewegens. Intimität statt Leistungssport. Diana Richardson hat daraus eine eigene sexuelle Stilart kreiert. Dazu gibt es ein gleichnamiges Buch und eine DVD. Vielleicht haben Sie Lust, sich etwas näher damit zu beschäftigen?

Diese Stellungen halten beide ein wenig zurück:

•    Da hätten wir als erstes die Reiterstellung, bei der die Frau oben sitzt. So kann sie steuern, wie tief der Penis eindringen soll. Und wenn es wirklich tief geht, dann deshalb, weil sie das so will. Darüber braucht Mann sich keine Gedanken zu machen. Er kann einfach daliegen und genießen. 
•    Zweitens haben wir die Löffelchenstellung, in dem Mann auf der Seite hinter der Liebsten liegt. Hierbei kann der Penis nicht so tief eindringen.
•    Und dann habe ich noch den Affen. Der Mann legt sich auf den Rücken und zieht die Knie an. Die Liebste kann sich nun rücklings auf ihn setzen und sich gegen seine Füße lehnen. Und wieder hat sie die Kontrolle darüber, wie tief er eindringen kann. Ja, das ist etwas akrobatisch. Nehmen Sie es mit Humor, wenn es nicht gleich klappt! ;-)

Vorsicht bitte beim Analsex! Der Anus ist ein Muskel, der vorsichtig gedehnt werden muss. Wenn Sie zu schnell mit einem zu großen Penis und womöglich noch ohne Gleitmittel eindringen, kann der Muskel reißen. Und selbst wenn er heil bleibt, kann das für die Frau leicht zu einer Tortur werden. Also, Vorsicht, genügend lockern und dehnen, viel Gleitmittel und langsam eindringen. Ansonsten können Sie sich diesen Spaß für eine lange Zeit abschminken.

Darauf können Sie achten, wenn der Penis eher klein und/oder dünn ist

Ihnen sei gesagt, dass der empfindsamste Bereich einer Frau am Scheideneingang liegt. Und diesen Bereich erreichen Männer auch mit ganz kurzen Exemplaren. Denn hier befindet sich die sogenannte orgastische Manschette. Wenn die Liebste erregt ist, schwillt das äußere Drittel der Vagina so stark an, dass sich der Durchmesser des Scheideneingangs halbiert. Das bedeutet, dass auch die Partnerin richtig in Fahrt sein sollte, bevor er überhaupt in sie eindringt. Statt der üblichen Rein-Raus-Bewegung könnt er eher kreisende, rührende Bewegungen mit dem Penis machen. Damit massieren Sie den empfindsamen Scheideneingang und sorgen für mehr Berührungspunkte. 

Wenn Frauen sagen, sie spürten nichts, dann liegt das vermutlich daran, dass sie nicht erregt sind und ganz einfach die Lust fehlt. Und wenn sie nicht erregt sind, erwacht diese wunderbare erogene Zone auch nicht zum Leben. Also empfinden sie auch viel weniger. Vielleicht hatten sie eine andere Erwartung, vielleicht ist er einfach zu voreilig gewesen. Davon sollte Mann sich aber nicht beeindrucken lassen. Denn er hat ja davor jede Menge Möglichkeiten zu zeigen, welch großartiger Liebhaber in ihm steckt! Und dann ist die Penisgröße wirklich nicht mehr ausschlaggebend.

Für Kleine sind Stellungen geeignet, bei denen man tiefer eindringen kann:

•    Auch hier gibt es eine Reiterstellung. Im Kamasutra wird diese die stolze Königin genannt. Der Mann liegt auf dem Rücken und Frau setzt sich mit dem Gesicht in Richtung der Füße auf ihn. Der Mann kann sich dabei an ihren Oberschenkeln festhalten und sie fest auf seinen Penis ziehen. 
•    In der Hündchenstellung kniet er hinter der Partnerin und kann auf diese Weise besonders tief in sie eindringen. 
•    Beim Big Mountain stützt sich die Frau nicht auf den Oberarmen ab, sondern auf einem vor ihr aufgebauten Kissenberg. Das ist gleich etwas bequemer. Oder Sie treiben es in der Küche oder im Esszimmer und sie legt sich mit dem Oberkörper auf die Sitzfläche eines Stuhls. 
•    Wie wäre es mit dem Schmetterling? Dazu brauchen Sie kein Bett, sondern einen stabilen Tisch. Er steht vor dem Tisch, die Liebste legt sich mit dem Becken am Tischrand auf die Tischfläche und legt ihre Beine über seine Schulter. Da hat er auch gleichzeitig noch einen ganz wunderbaren Ausblick! Vermutlich muss sie das Becken noch etwas heben. Wem das zu anstrengend ist, legt einfach noch ein Kissen darunter. Oder zwei. 
•    Und was ist mit Analsex? Wunderbar mit einem dünnen Penis! ;-)

Anja Drews – Diplom-Sexualpädagogin für ORION

Themen
Sex