Kaffee als Hausmittel

Wir räumen auf mit Mythen

Zum Wachwerden am Morgen oder zum leckeren Gebäck am Nachmittag wird eine Tasse Kaffee gerne genossen. Eine große Vielfalt des Getränkes macht Kaffee zu einem täglichen Begleiter.

So findet sich in vielen Haushalten von Kaffeeliebhabern eine Kaffeemaschine. Die Kaffeekapseln für Nespresso lassen sich zu günstigen Preisen erwerben, sodass immer wieder neue Geschmacksrichtungen gekostet werden können. Meist ist die erwünschte Wirkung lediglich, dass unser Kreislauf in Schwung kommt, oder dass eben das Gebäck besser schmeckt. Doch nicht nur die kreislaufankurbelnde Wirkung sollte berücksichtigt werden. 

Früher galt er als ungesund


Wenn Sie sich mit älteren Menschen unterhalten oder Zeitschriften von längst vergangen Tagen lesen, wird immer wieder betont, dass Kaffee ungesund sei. Dies liegt an den Ergebnissen zahlreicher Studien, die besagten, dass Kaffeetrinker eine kürzere Lebensdauer aufweisen. Doch immer wieder lassen sich in Wiederholungen dieser Studien, zu heutigen Begebenheiten, Fehler erkenne. So wurde die hohe Sterblichkeit der Kaffeekonsumenten meist durch die Kombination aus Rauchen und Kaffeegenuss ausgelöst. Ebenso wird die Wirkung des Koffeins bei Weitem unterschätzt. Die Beschleunigung des Herzschlages konnte zwar potenziell als negativ ausgewertet werden, doch immer wieder zeigt sich, dass zahlreiche positive Aspekte für den Konsumenten hervorgehen. So sorgt das Koffein dafür, dass sich die Bronchien weiten, sodass deutliche mehr Sauerstoff transportiert wird. Der Mensch wird im Allgemeinen Wacher und konzentrierter. Zudem wird der Harndrang ausgelöst, wodurch der Körper durchgespült werden kann. 

Sicherlich ist zu beachten, dass eine Überdosis des Koffeins keinerlei positive Wirkung für den Menschen hat. Sollten Sie an Zittern oder Herzrasen leiden, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. 

Entzieht Kaffee dem Körper Flüssigkeit?


Ebenso wurde oftmals vermutet, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit entziehen würde. Dadurch, dass der Mensch den Kaffee trinkt, glaube er, ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen, wohingegen er Kaffee dieselbe entziehe. Kopfschmerzen und Übelkeit sowie langfristige Erscheinungen seien die Folgen. Doch heute kann mit Gewissheit gesagt werden, dass Kaffee dem Körper keine Flüssigkeit entzieht. Leidlich die harntreibende Wirkung ist erwiesen. Hierdurch wird jedoch nicht deutlich mehr Flüssigkeit ausgeschieden. Die Mengen sind gering, sodass sie sich kaum merklich auswirken. 

Ein deutlich spürbarer Effekt des Kaffees ist jedoch die Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Schon nach einer halben Tasse Kaffee verspüren die meisten Menschen einen deutlichen Drang zur Toilette zugehen. Die Verdauung wird angekurbelt. 
Achten Sie jedoch darauf, nicht zu viel Kaffee zu konsumieren, wenn Sie Beschwerden durch Bitterstoffe erleiden. Menschen, denen die Bitterstoffe nicht bekommen, leiden nach dem Konsum von Kaffee meist an einer gereizten Magenschleimhaut. Dies kann sich in Magenschmerzen äußern. 

Wie hängt Kaffee mit Diabetes zusammen?


Eine weitere Erkenntnis der Wissenschaftler zeigt auf, dass sich Kaffee deutlich auf das Diabetesrisiko auswirkt. Wer seinen Kaffee, natürlich ohne Zucker oder fette Sahne trinkt, kann das Risiko einer Erkrankung an Diabetes mindern. Im Kaffee sind zahlreiche Stoffe enthalten. Bis heute kann nicht mit Sicherheit gesagt werden, welcher Inhaltsstoff für die Minderung des Risikos ausschlaggebend ist: Doch in zahlreichen Tierversuchen zeigt sich, dass einige Stoffe den Übergang von Traubenzucker in das Blut verzögerten, andere hingegen die Insulinempfindlichkeit deutlich verbesserten. Hierbei konnte zudem nachgewiesen werden, dass diese Wirkung auch einem entkoffeinierten Getränk zugeschrieben werden kann.