Gesund und lecker: Apfelsorten in der Übersicht

Alles über unser Lieblingsobst

Rund 25 Kilo der runden Frucht verputzen wir im Schnitt pro Jahr – Genuss, der schmeckt und guttut. Aber kennen Sie wirklich alle Vorzüge einer jeden Apfelsorte? Wir haben eine Übersicht!

Es gibt etwa 20.000 Apfelsorten weltweit, reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Schade nur, dass im Handel meist nur wenige Varianten landen. Es lohnt sich deshalb, auf Wochenmärkten mal Alternativen auszuprobieren – oder im Garten selbst einen Baum zu pflanzen.

Welche Apfelsorten sind besonders gesund und vitaminreich?

Durchschnittlich hat ein Apfel auf hundert Gramm einen Vitamin-C-Gehalt von 12 Milligramm. Manche Sorten übertreffen diesen Wert allerdings deutlich, zum Beispiel Braeburn mit 20 Milligramm. Boskoop und Cox Orange enthalten dafür besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Äpfel aus Bio-Anbau haben übrigens keinen höheren Vitamin-Gehalt. Generell sollten Äpfel mit Schale verzehrt werden, da die meisten Vitamine direkt darunter sitzen.

Wie lagere ich die Früchte zu Hause am besten?

Bei Raumtemperatur schreitet der Reifeprozess der Äpfel sehr schnell voran. Besser ist deshalb die Lagerung in einem kühlen Keller oder, wenn genügend Platz ist, im Kühlschrank: Bei professioneller Lagerung werden die Äpfel bei gerade mal 1 bis 2 Grad frisch gehalten.

Was ist der Unterschied von Pflück- und Genussreife?

Wenn die Früchte sich leicht vom Baum pflücken lassen, haben sie zwar die Pflückreife erreicht, sind deshalb aber nicht automatisch für den Verzehr geeignet. Viele Sorten müssen noch längere Zeit lagern, bevor sie ihr volles Aroma entfalten können. Erst dann spricht man von Genussreife. Cox Orange wird beispielsweise bis Mitte September gepflückt, ist aber erst von Oktober bis November genussreif.

Was sind die neuen Trends, die man kennen sollte?

Knackig-saftige Sorten wie „Junami“ und „Kanzi“, außerdem das Mini-Exemplar „Rockit“ und der „Snack-Apfel“, bei dem man das Kerngehäuse mitessen kann. Wer es exotisch mag: Der „Baya Marisa“ ist der erste Apfel mit rotem Fruchtfleisch. Angesagt auf Instagram: Apfel-Sandwiches, bei denen die Brot- durch Apfelscheiben ersetzt werden – bestrichen mit Erdnussbutter oder Avocado und belegt mit allerlei Super-Food. Ausprobieren!

Alte Sorten:

Alkmene Pflückreif im September, Tochter von cox Orange, von dem sie auch viel Aroma geerbt hat. Mittelgroß, angenehm süß mit etwas Säure.

Berlepsch Pflückreif im Oktober, genussreif November bis Februar. Flachrunder roter Apfel. Fest, süß-säuerliches Aroma, sehr viel Vitamin C.

Finkenwerder Herbstprinz Pflückreif Mitte Oktober, haltbar bis Januar. Im Norden früher die Nr. 1. Fest, säuerlich, mit kräftigem, leicht herbem Aroma.

Gelber Gravensteiner Pflückreif im September, essbar bis ende Oktober. Der leckerste aller Frühapfel: groß, saftig, süß mit zarter Säure. Starker Duft.

Goldparmäne Pflückreif im Oktober, haltbar bis Dezember. Ein runder goldgelber Apfel mit roter Backe. Fruchtfleisch mit Nuss-Aroma.