Sind bei einer Blasenentzündung Antibiotika wirklich sinnvoll?

So werden Sie die lästigen Schmerzen los

12. Januar 2017

Das Immunsystem war kurzzeitig geschwächt und nun kommt die Quittung: Im Unterleib brennt es fürchterlich und immerzu muss das WC aufgesucht werden. Eine Entzündung der Blase kündigt sich an. Was hilft bei Blasenentzündung? Sind Antibiotika hilfreich? Deutsche Forscher haben neueste Erkenntnisse…

Neue Forschungsergebnisse

Fast jede Frau kennt die Symptome und weiß direkt zu handeln. Wenn es beim Wasserlassen schmerzt oder gar Blut im Urin ist, ist der Gang zum Arzt ratsam. Nicht selten verschreibt dieser bei Blasenentzündung Antibiotika. Aber ist das sinnvoll? Das haben deutsche Forscher jetzt überprüft. Dabei stellte sich heraus: Bei zwei Dritteln der Patientinnen mit einem unkomplizierten Infekt heilte die Erkrankung auch ohne diese Arzneien ab.

Bei Blasenentzündung Naturheilmittel?

Wer auf Antibiotika lieber verzichtet, kann stattdessen auf die Kraft der Natur setzen. Besonders bewährt haben sich bei Blasenentzündung Tees. Auch die Heilpflanzen Goldrute, Orthosiphon (Katzenbart) und Hauhechel (Aqualibra) behandeln den Infekt wirksam. Goldrute wirkt entzündungshemmend und Hauheche schmerzlindernd, während Katzenbart die Blase entkrampft. Gleichzeitig verhindert Orthosiphon, dass sich Keime festsetzen, was eine neue Studie der Universität Münster bestätigt. Und falls bei Blasenentzündung doch Antibiotika eingenommen werden müssen, etwa bei Fieber oder Blut im Urin, können sie mit dem pflanzlichen Mittel kombiniert werden.

Auch Wärme tut gut, also immer schön einkuscheln. Und tagsüber ausreichend trinken, damit die Keime ausgeschwemmt werden, so zum Beispiel alle 20 Minuten 250 Milliliter Wasser oder Tee.