Sind schlanke Menschen gar nicht gesünder?

Das erstaunliche Ergebnis einer US-Studie

12. Januar 2017

Wir alle wären gern rank und schlank. Dann hätten wir weniger Probleme, in unsere Lieblingsjeans zu passen – und wären außerdem viel gesünder. Doch was ist wirklich dran an dem Mythos?

Ja, die Vorstellung, dass Dünne weniger anfällig für Krankheiten sind als Dicke, hält sich hartnäckig. So stehen Übergewichtige unter dem Generalverdacht, an zu hohem Blutdruck und schlechten Cholesterinwerten zu leiden.

Stimmt das wirklich? 

Um Gewissheit zu erlangen, nahmen jetzt US-Forscher dieses Klischee unter die Lupe. Und sie machten eine überraschende Entdeckung: Übergewichtige sind nicht unbedingt kränker. Nicht wenige erfreuen sich sogar bester Gesundheit, etwa dann, wenn sie sich oft bewegen. Zugleich gibt es Schlanke mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Der Body-Mass-Index

Was jedoch stimmt: Mollige haben eher Gelenkbeschwerden. Bislang entscheidet vor allem der Body-Mass-Index darüber, wann Übergewicht beginnt. Der sogenannte BMI errechnet sich aus Körpergewicht geteilt durch Körpergröße mal Körpergröße. 

Beispiel: 80 Kilo geteilt durch 1,68 Meter mal 1,68 Meter. Das ergibt einen BMI von 28, was über der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation liegt. Als optimal gelten 18,5 bis 25. 

Die Verteilung des Körperfetts

Was diese Formel jedoch nicht berücksichtigt, ist die Verteilung des Körperfetts. Dabei ist genau das wichtig, da vor allem zu viel Bauchfett krank macht. Es fördert unter anderem Entzündungen, die den Gefäßen schaden. Daher sollten Frauen einen Bauchumfang unter 88 Zentimeter und Männer unter 102 Zentimeter haben. Und das lässt sich ohne komplizierte Rechnung mit dem Maßband ermitteln.