Diabetes – erste Anzeichen erkennen

Die Krankheit kommt oft schleichend

27. Dezember 2016

Diabetes gehört zu den weltweit am meisten verbreiteten Krankheiten. Laut Untersuchungen der Weltgesundheitsorganisation WHO sind global etwa 350 Millionen Menschen davon betroffen, in Deutschland rund sechs Millionen. Eine Diabetes-Erkrankung kommt oft schleichend und macht sich mit verschiedenen Symptomen bemerkbar. Mögliche Anzeichen einer Diabetes-Erkrankung nennen wir hier.

Diabetes erkennen: Die verschiedenen Typen

Der auch als Zuckerkrankheit bekannte Diabetes mellitus bezeichnet zwei Krankheiten. Beide haben gemeinsam, dass der Stoffwechsel der erkrankten Person gestört ist. Typ-2-Diabetes stellt die häufigste Diabetesform dar. Dabei werden die Zellen nach und nach gegenüber dem Hormon Insulin unempfindlich. Insulin dient zur Aufnahme von Glucose (Traubenzucker) aus der Blutbahn in die Zellen, um Energie zu gewinnen. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt. Betroffen sind zumeist ältere Menschen; eine erbliche Veranlagung, Übergewicht oder Bewegungsmangel spielen oft ebenfalls eine Rolle. Der Diabetes-Typ 1 hingegen ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das Immunsystem des Körpers die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, die Insulin herstellen. Die Diabetes-Anzeichen des Typs 1 treten bereits in jungen Jahren auf, die Betroffenen müssen ihr Leben lang Insulin spritzen.

Diabetes-Anzeichen: Harndrang, Durst, Gewichtsverlust

Die ersten Diabetes-Anzeichen können folgendermaßen aussehen:

  • Nach Azeton riechender Atem: Bei Typ-1-Diabetikern kann man Diabetes am Atem erkennen: Er riecht nach Azeton – der Geruch ähnelt dem von überreifen Früchten. Das beruht auf den Abbau von Fett in den Zellen aufgrund des Zuckermangels. Vorsicht: Der Geruch deutet auf einen hohen Insulinmangel hin, es kann zu einem diabetisch bedingten Koma kommen
  • Starker Harndrang: Der betroffene Körper versucht, den erhöhten Zuckergehalt im Blut über den Urin loszuwerden. Die Folge: Häufige Gänge zur Toilette – ein frühes Anzeichen von Diabetes
  • Starker Durst: Das zuletzt genannte Symptom sorgt wiederum für ein erhöhtes Bedürfnis, Flüssigkeit aufzunehmen
  • Ein weiteres Diabetes-Anzeichen: Schwitzen während des Essens, im Gesicht und an der Halspartie
  • Juckende, trockene Haut: Sie entsteht durch die Ausscheidung von Zucker über den Urin – und dem daraus resultierenden Flüssigkeitsverlust
  • Verlust von Gewicht: Auch dies ist eine Folge des Wasserverlusts durch die erhöhte Urinausscheidung. Bei Diabetes-Typ-1-Patienten bauen die Zellen aufgrund der schlechteren Blutzuckerverwertung Fett ab, um ihren Energiebedarf zu decken – was ebenfalls zum Gewichtsverlust führt
  • Müdigkeit: Betroffene fühlen sich über die Maßen schlapp und müde
  • Schlechtere Wundheilung: Diabetes kann das Immunsystem negativ beeinflussen. Verbunden mit einer schlechteren Durchblutung der Haut verheilen Wunden nicht so schnell wie normal
  • Parodontitis: Diabetes-Patienten neigen vermehrt zu bakteriellen Entzündungen des Zahnfleischs
  • Erhöhte Infektionsanfälligkeit: Von Diabetes Betroffene besitzen eine größere Anfälligkeit für Fußpilz, Harnwegs- und Hautinfektionen

Manchmal zeigt gerade der Typ-2-Diabetes zuerst kaum Symptome. Daher ist es jedem Fall ratsam, bei einer anstehenden Blutuntersuchung auch auf Diabetes-Anzeichen mit ihren typischen Werten zu achten.

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