Eisenmangel und seine Symptome: Ständig müde und schlapp?

Leiden Sie unter konstanter Abgeschlagenheit? Eisenmangel könnte der Grund sein!

Wenn Sie sich zu nichts mehr aufraffen können, liegt das nicht immer an Wintermüdigkeit oder einer Schilddrüsenstörung. Es kann auch Eisenmangel sein. Die Symptome sind: ständig müde, blasser Teint, Haarausfall, spröde Nägel und erhöhte Infektanfälligkeit. Besonders betroffen: Frauen mit starker Monatsblutung, oft auch Sportlerinnen, die ohnehin einen erhöhten Nährstoff-Bedarf haben.

Lebenswichtiges Spurenelement

Eisen ist unter anderem Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin und sorgt dafür, dass der Sauerstofftransport in die Zellen reibungslos klappt. Fehlt es an Sauerstoff, arbeiten sie nur noch mit halber Kraft. Darüber hinaus gibt es weitere eisenabhängige Proteine, die für die normale Funktion der Organe eine Rolle spielen. Empfohlene Tagesdosis der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) für Frauen unter 50: 10 mg pro Tag (Schwangere brauchen mehr).

Bei Eisenmangel-Symptomen: Blut checken lassen

Besteht Verdacht auf Eisenmangel, weil Symptome auftreten: Blut untersuchen lassen. Dabei werden die Werte von Hämoglobin und Serum-Ferritin (Speichereisen) überprüft. Ist der niedrig, signalisiert das einen leichten Mangel – der Körper kann noch aus eigenen Reserven schöpfen. Sinkt der Hämoglobin-Wert drastisch, kann es zu Blutarmut kommen.

Keine Alleingänge

Eisenpräparate können die Speicher wieder auffüllen – die Therapie kann sich aber monatelang hinziehen. Hoch konzentrierte Präparate sollte man nie auf eigene Faust schlucken, denn auch ein Zuviel an Eisen kann schädlich sein. Besser zum Arzt gehen.

So füllen Sie Eisen-Depots

Ein kleiner Überblick über die besten Lieferanten, Eisen-Förderer und -hemmer:

Tierische Produkte: Eisen aus Fleisch und Wurst kann vom Organismus besser verwertet werden als aus pflanzlichen Lebensmitteln. Spitzen-Lieferant: Leber (bis 30 mg auf 100 g). Pflanzliche Quellen: Vergleichsweise viel Eisen enthalten Weizenkleie (16 mg), Kürbiskerne (12 mg), Sesam (10 mg) – auf 100 g. Eisenförderer: Vitamin C und saure Getränke mit Milch- oder Fruchtsäure pushen die Aufnahme des wichtigen Spurenelements. Eisenhemmer: Schwarzer Tee, Kaffee und Rotwein können die Eisenaufnahme stören.