5 Risikofaktoren für Diabetes

Von Mundwasser bis Stress

Alarmierend: Immer mehr Deutsche erkranken an Diabetes Typ 2, darunter auch immer mehr jüngere Menschen ab 40. Schätzungsweise 1.000 Neuerkrankungen sind es täglich. Dabei sind die Risikofaktoren für Diabetes bekannt: Bewegungsmangel, Übergewicht, ungesunde Ernährung und Rauchen. Schon mit einigen Änderungen des Lifestyles kann man sich davor schützen. Doch es gibt auch ein paar unbekanntere Faktoren, die das Diabetes-Risiko erhöhen können. Auch sie sollte man kennen:

1. Depressionen fördern ungesunde Lebensweise

Anhaltende Stimmungstiefs ernst nehmen! Schon seit längerem sind Wechselwirkungen zwischen Depressionen und Diabetes bekannt. Letzteres löst nicht nur Stimmungstiefs aus, auch umgekehrt können Depressionen den Ausbruch der Krankheit forcieren. Man vermutet, dass das damit zusammenhängt, dass seelisch belasteten Menschen der Antrieb fehlt, sich zum Sport aufzuraffen oder gesund zu kochen. Auch haben sie generell wenig Kraft, auf sich gut zu achten.

2. Glutenfreie Ernährung führt zu Mängeln

Das Klebereiweiß nicht ohne Not vom Speiseplan streichen! Denn mit sinkender Zufuhr von Gluten steigt das Risiko, Diabetes Typ 2 zu entwickeln. Wissenschaftler vermuten, dass das mit der reduzierten Zufuhr von Ballaststoffen zusammenhängt. Die braucht man aber, um Insulin aufzunehmen und den Blutzucker- spiegel konstant zu halten. Wer dennoch auf Gluten verzichten will, sollte verstärkt auf ballaststoffreiches Gemüse wie Erbsen, Rosenkohl oder Knollensellerie setzen.

3. Schlafdefizite erhöhen die Insulinresistenz

Ausreichend schlafen! Für jede halbe Stunde, an der man werktags zu kurz kommt, erhöht sich das Risiko für eine Insulinresistenz um satte 32 Prozent wie Untersuchungen des Weill Cornell Medical College in Doha (Katar) ergaben. Umgekehrt kann Diabetes auch zu Schlafproblemen führen. Sind die Blutzuckerwerte zu hoch, scheidet der Körper vermehrt Glukose aus, was zu nächtlichem Harndrang führt.

4. Mundwasser killt auch gesunde Bakterien

Mundspülungen nicht zweimal täglich benutzen! Andernfalls könnte das Risiko für Diabetes steigen, wie man an der University of Alabama herausfand. Grund: Etliche anti-bakterielle Lösungen machen auch Bakterien den Garaus, die zur Regulierung des Insulinspiegels beitragen.

5. Stress treibt Blutzuckerspiegel in die Höhe

Stress am Arbeitsplatz reduzieren! Doppelbelastung und Dauer-Power greifen nicht nur das Herz an, sondern können – vor allem bei Frauen – auch das Diabetes-Risiko erhöhen, wie eine aktuelle Studie zeigte. Forscher des Max-Planck-Instituts machten ein Protein aus, das die Zuckerkrankheit auslösen kann. Zudem pusht Stress die Ausschüttung des Hormons Kortisol, was den Blutzuckerspiegel in die Höhe treibt.

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