Hämatome: Was tun bei blauen Flecken?

Ignorieren kann zu Schmerzen führen

Es ist schnell passiert: Ein kräftiger Stoß oder Schlag erzeugt oft einen Bluterguss, ein so genanntes Hämatom. Der Fleck wird erst blau-lila, dann grün und gelb. Die Farben zeigen, wie das Blut, das aus einem verletzten Gefäß ausgetreten ist und sich unter der Hautoberfläche sammelt, abgebaut wird. Diesen Prozess kann man jedoch beschleunigen – oder dafür sorgen, dass gar kein blauer Fleck entsteht.

Unfallhilfe um Hämatomen vorzubeugen

Die Auslöser kleiner blauer Flecke bekommen wir oft nicht einmal mit. Ist das Hämatom dann da, fällt uns möglicherweise ein, dass wir einige Zeit zuvor gegen die Tischkante gestoßen sind. Daumengroße Druckstellen müssen auch nicht unbedingt behandelt werden. Bei größeren Prellungen wie etwa Sportunfällen ist es aber sinnvoll, Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen, damit das Hämatom nicht zu groß und zu schmerzhaft wird. Dann gilt die PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlagern.

PECH-Regel 

Die PECH-Regel setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Begriffe Pause, Eis, Compression und Hochlagern zusammen. Zuerst sollte das betroffene Körperteil ruhiggestellt werden – setzen Sie sich oder halten Sie den Arm still. Anschließend ist Kühlen wichtig. Legen Sie Eis oder ein Gelpack auf. Die Kälte bewirkt, dass sich das verletzte Gefäß zusammenzieht. Damit die Haut nicht geschädigt wird, diese mit einem Tuch vor direktem Kontakt schützen. Nach etwa zehnminütigem Kühlen können Sie einen Kompressionsverband anlegen, um eine Schwellung zu verhindern und gegebenenfalls das Gelenk zu stabilisieren. Danach sollten Sie die Körperpartie eine halbe Stunde lang hochlagern – das stoppt den Blutstau und die Bildung eines Hämatoms. Größere Verletzungen anfangs stündlich für einige Minuten kühlen. Salben mit Arnika (Ringelblume) beschleunigen die Heilung.

Blutergüsse bei Frauen häufiger als bei Männern

Frauen neigen wegen ihres schwächeren Bindegewebes eher zu Blutergüssen als Männer. Wenn jedoch wiederholt blaue Flecken auftreten, könnte eine Gerinnungsstörung dahinterstecken – lassen Sie eine Blutuntersuchung durchführen. Auch Medikamente wie Aspirin hemmen die Gerinnung. Ebenfalls ein Grund, zum Arzt zu gehen, ist ein Bluterguss, der sich sehr schnell ausbreitet, die Größe eines Handtellers erreicht oder stark schmerzt.

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