Urologe für Frauen: Bei welchen Erkrankungen hilft uns der Facharzt?

Wenn Blase und Niere Probleme machen...

Das ist doch der Gynäkologe für Männer – so denken viele. Aber nein: Dieser Facharzt ist bei bestimmten Krankheiten auch für uns da. Wann ein Besuch beim Urologen für Frauen sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Wenn Männer unter Potenzproblemen leiden, Angst um ihre Prostata bekommen oder das mit dem Sex gerade nicht so recht klappen will, dann gehen sie zum Urologen. Und treffen dort zu ihrem Erschrecken die eine oder andere Frau. Denn entgegen aller Annahmen ist der Urologe auch für Frauenbelange ansprechbar. Bei welchen Leiden kommt der Urologe Frauen zur Hilfe?

Blasenentzündung
Frauen gehen mit einer Blasenentzündung lieber zum Hausarzt oder Gynäkologen. Aber hierfür ist tatsächlich der Urologe zuständig. Denn alle Erkrankungen der Harnblase gehören in die Hände dieses Facharztes.

Inkontinenz
Auch bei Blasenschwäche oder einer überaktiven Blase ist er zuständig. Um entzündliche Veränderungen der Blasenschleimhaut oder Blasentumoren sicher zu erkennen, ist oft eine Blasenspiegelung nötig. Die ist aber heute dank neuer Geräte nicht mehr schmerzhaft. Der Urologe kann dann durch eine OP die Blase wieder stabilisieren.

Nierenprobleme
Auch bei allen Krankheiten dieses wichtigen Organs ist der Urologe zuständig. Die Niere funktioniert in etwa wie eine Kläranlage. Sie filtert das Blut und leitet Schadstoffe über den Urin ab. Außerdem reguliert sie den Blutdruck, den Wasser- und Salzhaushalt und den Säure-Basenhaushalt. Frauen sind vier Mal so oft wie Männer von Nierenproblemen betroffen. Über Ultraschall kann der Urologe feststellen, ob die Nieren gesund sind, ob die Patientin Nierensteine oder -krebs hat.