Kopfweh: Sind unsichtbare Schallwellen daran schuld?

Machen uns Türöffner, Ladegeräte und Co. krank?

Unerklärliche Kopfschmerzen, diffuser Schwindel, unspezifische Übelkeit – viele Menschen leiden unter Symptomen, deren Ursache nicht eindeutig zu bestimmen ist. Haben britische Forscher jetzt vielleicht die Ursache für die quälende Symptomatik gefunden?

Laut einer neuen Studie des britischen Forschers Tim Leighton von der University of Southampton könnten die intensiven Ultraschallwellen, denen wir im Alltag immer mehr ausgesetzt sind, schuld an den Beschwerden sein. Die gesundheitlichen Auswirkungen der unhörbaren Schallwellen z. B. von Türöffnern und Lautsprechern in öffentlichen Räumen oder Ladegeräten zu Hause sind bislang völlig ungeklärt.

Wie gefährlich sind die Wellen?

Als Ultraschall gelten Frequenzen von Schallwellen, die oberhalb unserer Hörschwelle von 16 kHz liegen. Bisher galt zwar die Devise: Was der Mensch nicht hört, schadet auch nicht. Andererseits weiß man aber, dass Ultraschall z. B. Ratten unfruchtbar machen oder die Wirksamkeit von Tumorbestrahlungen verstärken kann.

Unser Alltag ist voll von unhörbarem Schall-Smog

In seiner Studie hat Leighton nun die Ultraschallbelastung an verschiedenen öffentlichen Orten wie Bahnhöfen und Schulen gemessen. Er hat dabei festgestellt, dass oft Ultraschalltöne von sehr hoher Intensität herrschen z. B. durch Lautsprechersysteme. Deren Belastung käme einem schrillen, durchdringenden Pfeifen gleich, der zu Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel und Übelkeit führen könne. Der Forscher rät daher dringend zu weiteren Untersuchungen zur Belastung durch Ultraschallsmog.

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