Mahnung erhalten? So handeln Sie jetzt richtig

So verhindern Sie einen Mahnbescheid und weitere Kosten

Es passiert, dass eine Rechnung zwischen anderen Dokumenten untergeht. Das kann bei den vielen E-Mails oder in der Postflut schon mal geschehen. Doch was passiert, wenn ich deshalb vergesse, rechtzeitig zu zahlen? Um einen Mahnbescheid und weitere Kosten zu verhindern, müssen Sie jetzt richtig handeln. Unsere Tipps!

Ab wann ist die Mahnung gültig?

In der Regel erhalten Sie zunächst eine kostenfreie Mahnung. Wenn ein fester Zeitpunkt zum Zahlen vereinbart wurde, kann aber schon die Erinnerung daran Extra-Kosten verursachen. Mahnungen vom Finanzamt beispielsweise kosten immer Geld. Die Höhe der Mahnkosten richtet sich nach der ausstehenden Summe und kann daher hoch werden.

Weitere Mahngebühren oder Mahnbescheid vermeiden

Rechnungen und Mahnungen gelten dann als zugestellt, wenn sie bei Ihnen im Briefkasten landen – auch wenn Sie z. b. gerade im Urlaub sind. Ganz wichtig: Bitten Sie bei längerer Abwesenheit Nachbarn, Familie oder Freunde, die Post zu prüfen. Falls Sie länger verreisen und sich vorher noch ein Ticket fürs Falschparken eingefangen haben, können Sie ebenfalls vertraute Personen bitten, das Knöllchen zu übernehmen. So ist die Angelegenheit gleich geregelt und Sie sparen Sie sich hinterher eine Ich-war-im-Urlaub-Diskussion mit dem Straßenverkehrsamt.

Grundsätzlich: Versuchen Sie, alle Zahlungen stets pünktlich und vor Antritt einer Reise zu erledigen!

Beim Mahnschreiben auch mal zum Hörer greifen

Wenn Sie unsicher sind, ob Zahlungsforderungen überhaupt berechtigt sind, lassen Sie sich anwaltlich oder bei einer Verbraucherzentrale beraten. Wenn Sie Zahlungen definitiv geleistet haben, dann können Sie das gegenüber dem Gläubiger mit einem entsprechenden Kontoauszug belegen (Aufbewahrungsfristen beachten!). Damit ist die Sache in der Regel dann vom Tisch, denn der Gläubiger hat mit der Zusendung einer Mahnung einen Fehler begangen. 

Tipp: Wenn Sie eine Rechnung tatsächlich verbummelt haben, dann überweisen Sie diese sofort. Und: Rufen Sie den Gläubiger kurz an. Das macht immer einen guten Eindruck! Dies empfiehlt sich beispielsweise beim Handwerker, den Sie vielleicht noch mal benötigen. Ein kurzes „Tut mir leid, die Rechnung ist bei mir untergegangen – ich überweise sie sofort“ glättet sofort die Wogen und lässt sie als vertrauenswürdigen Kunden dastehen. Das gilt auch bei einer generellen Zahlungsschwierigkeit. Versuchen Sie mit dem Gläubiger zu reden, allein um weitere Mahngebühren abzuwenden! Bei Ämtern und Behörden fallen Mahnkosten oder Säumniszuschläger bei eigenem Verschulden aber in der Regel immer an und sind ohne guten Grund eigentlich nicht verhandelbar.

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