Brot ohne Mehl

Die Alternative zu herkömmlichen Backwaren

Immer mehr Menschen möchten Brot ohne Mehl essen – entweder weil sie sich Low Carb ernähren oder weil sie eine Glutenunverträglichkeit haben. Wir sagen, wie es geht und geben jede Menge Tipps.

Vorteile von Brot ohne Mehl

Weißmehl lässt den Blutzucker schnell ansteigen, weshalb Vollkornbrote oder eben Brot ohne Mehl vorteilhafter sind. Für Menschen, die eine Glutenunverträglichkeit oder Glutenintoleranz haben, sind sie eine hervorragende Alternative. Ersatzprodukte sind beispielsweise Mandelmehl, Kokosmehl oder Lupinenmehl. Wie in dem nachstehenden Rezept aufgeführt, wird aber vielfach ohne Ersatzmehl gearbeitet, sondern nur mit Haferflocken (und andere Flocken wie Hirseflocken), Quinoa, Samen, Saaten oder Nüssen. Damit ein Brot ohne Mehl zusammenhält, sind Wasser und Fett wichtig – sie sind praktisch der Kleber. Vielen Menschen ist bei dieser Brot-Variante aber auch wichtig, dass das Brot optisch und geschmacklich “richtigem“ Brot ähnlich ist.

Abwandeln oder geschmacklich aufpeppen kann man solche Brote neben verschiedenen Nüssen und Co. auch mit Rosinen, Cranberrys oder anderem Trockenobst. Angesagte Bananenbrote lassen sich beispielsweise mit frischen Bananen und Mandeln herstellen – auch bei diesen Low Carb-Broten kann man also auf Mehl verzichten. Wer gesund lebt, für den gehört ein Brot ohne Mehl auf jeden Fall regelmäßig auf den Tisch, denn Nähr- und Mineralstoffe sind durch die anderen Zutaten gegeben. Dazu ist das gehaltvolle Brot sehr sättigend.

Weil kein Mehl enthalten ist, hat dieses Brot aber nicht zwangsläufig weniger Kalorien sprich Engergie als herkömmliche Brotsorten: Saaten, Kerne und Nüsse enthalten viel Fett, das aber ernährungsphysiologisch wertvoll ist – man spricht daher auch von gesunden Fetten. Brot ohne Mehl kann schneller Schimmel bilden, weshalb eine Aufbewahrung im Kühlschrank sinnvoll ist. Dort hält es sich einige Tage lang. 

Nussbrot und Energiebrot in einem: Brotrezept-Tipp von Bloggerin Sarah Britton:

 

 

Brot ohne Mehl – das Rezept für den Brotteig

Zutaten:

  • 135 g Sonnenblumenkerne
  • 90 g Leinsamen
  • 65 g Haselnüsse, Mandeln oder andere Nüsse
  • 145 g Hafer- oder Dinkelflocken glutenfrei
  • 2 TL Chiasamen
  • 4 TL Flohsamenschalen
  • 1 TL feines Meersalz
  • 1 TL Ahornsirup, Agavendicksaft oder Honig
  • 3 TL geschmolzenes Kokosnussöl oder geklärte Butter (Ghee)
  • 350 ml Wasser

Zubereitung:

  1. Die Zutaten in eine Schüssel geben und vermengen. Kokosöl im Topf auf dem Herd schmelzen und Ahornsirup sowie Meersalz hinzugeben.
  2. Die Öl-Mischung zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben. Das Wasser nach und nach hineingeben und alles miteinander vermengen.
  3. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und den Teig hineindrücken (am besten mit einem Löffel). Den Teig glattstreichen und mindestens 3 Stunden gehen lassen. 
  4. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und das Brot ohne Mehl für 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Das Brot vorsichtig auf ein Küchenrost stürzen, auf einem Blech nochmal in den Ofen geben und für weitere 40 Minuten fertig backen. Das Brot ist fertig, wenn sich das Klopfen auf die Kruste hohl anhört. 

Tipp: Beim Brotbacken am besten immer gleich zwei Laibe backen, das ist am wirtschaftlichsten. Das zweite Brot können Sie dann einfach einfrieren – vorher bitte vollständig abkühlen lassen! Wer Vegan lebt, für den ist ein Brot ohne Mehl das Rezept ebenfalls geeignet.

Gibt es auch ein Rezept für Brot ohne Mehl für jemanden mit Nussallergie?

Es ist ganz einfach: Wenn man eine Nussallergie hat, dann verwenden Sie statt der im Rezept angegebenen Nüsse beispielsweise mehr Kürbiskerne. Probieren Sie sonst einfach dieses vegane Rezept:

Zutaten:

  • 300 g Haferflocken
  • 250 g Sonnenblumenkerne
  • 200 g Leinsamen (ganze oder geschrotet)
  • 50 g Flohsamenschalen
  • 25 g Chia Samen
  • 50 g Sesam
  • 50 g Kürbiskerne
  • 2 Teelöffel Salz
  • 2 Esslöffel Agavendicksaft
  • (oder Reissirup)
  • 6 Esslöffel neutrales Rapsöl oder neutrales Sonnenblumenöl

Zubereitung:

  1. Ofen auf 155 Grad Ober-/Unterhitze oder 175 Grad Umluft vorheizen.
  2. Backform (30 cm) mit Backpapier auslegen.
  3. Die trockenen Zutaten vermischen und mahlen oder schroten.
  4. Mit den übrigen Zutaten verkneten, Teig in die Backform geben und das Brot auf mittlerer Schiene ca. 35 Minuten backen. Das Brot stürzen und mit der Unterseite nach oben ohne Form weitere 40 Minuten backen.