Haare entfetten: Auszeit für die Mähne

So wird's gemacht

Für viele Frauen gehört das Haarewaschen fest mit zum täglichen Pflegeprogramm. Warum man die Mähne aber ruhig mal nicht jeden Tag waschen sollte und wie das Haareentfetten funktioniert, verraten wir hier.

Gerade in der aktuellen Coronakrise, wo wir viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen, bietet es sich an, die Haare ausfetten zu lassen. Wir müssen nicht mehr täglich raus und können in Ruhe experimentieren, ob das Entfetten etwas für uns ist oder nicht.

Haare ausfetten lassen: Was ist das und was bringt es?

Alle, die mit fettigen Haaren zu kämpfen haben und ihre Haarpracht daher jeden Tag waschen, sollten die Methode einmal ausprobieren und für ein paar Tage auf die Haarwäsche verzichten. Gönnen Sie Ihren Haaren eine kleine Pause vom Waschen. Denn durch die tägliche Haarwäsche wird die Kopfhaut in Mitleidenschaft gezogen und auch die Haare werden, zum Beispiel durchs Föhnen, strapaziert. Das Einmassieren des Shampoos in die Kopfhaut regt neben der Durchblutung auch die Talgproduktion an und führt so dazu, dass die Haare schneller fettig werden. Außerdem trocknen kalkhaltiges Wasser und viele Shampoos unsere Kopfhaut aus, wodurch die Talgproduktion ebenfalls angekurbelt wird. Zudem trocknen besonders die Haarlängen aus, denn bis dorthin gelangt das Fett vom Ansatz oft nicht. Die Folge: Die Haarlängen können abbrechen und Spliss wird begünstigt.

Haare entfetten: Wie funktioniert das?

Wie lange Sie Ihren Haaren eine Auszeit gönnen wollen, hängt ganz von Ihnen ab und wie lange Sie sich mit den ungewaschenen Haaren noch wohlfühlen. Damit die Haare richtig ausfetten können, werden aber mindestens vier, fünf Tage oder sogar eine ganze Woche empfohlen. Das ist natürlich eine lange Zeit und klingt zunächst wenig appetitlich. Aber es es zahlt sich aus, denn dadurch geben wir unserem Schopf die Möglichkeit, sich zu erholen. Außerdem kann das Entfetten dafür sorgen, dass wir unsere Mähne langfristig nicht mehr so oft waschen müssen und die Abstände zwischen den einzelnen Haarwäschen dauerhaft ausdehnen können, weil die Haare nun nicht mehr so schnell fettig werden. Auch beugen wir damit trockenen Haaren vor, können Spliss ausbremsen und dafür sorgen, dass unsere Mähne gesünder wird. Auch wenn es für viele unvorstellbar klingt, es kann sich lohnen, ein paar Tage lang durchzuhalten und mit fettigen Haaren herumzulaufen.

Haare von Produkten befreien: Zu Anfang unbedingt ein tiefenreinigendes Shampoo verwenden und die Haare von Produktresten und Co. befreien.
Schritt für Schritt vorgehen: Beginnen Sie zunächst damit, die Abstände zwischen den einzelnen Haarwäschen auszudehnen. Erstmal die Haare nur alle zwei Tage waschen, dann alle drei Tage und dann erst nach vier Tagen ... Auf diese Weise gewöhnen sich Ihre Talgdrüsen ganz langsam daran und schränken die Aktivität ein.
Bürsten: Die Haare jeden Tag gut durchbürsten. So wird das Fett vom Ansatz auch in den Haarlängen verteilt und die Spitzen auf natürliche Weise gepflegt. Wer sich mit den ungewaschenen Haaren unwohl fühlt, bindet sie zwischen dem Bürsten zu einem Pferdeschwanz oder Dutt zusammen oder wickelt ein Tuch um die Haare.

Egal, wie lange Sie durchhalten, bei der ersten Haarwäsche nach der Detox-Kur, die Mähne am besten mit einem ph-neutralen Shampoo waschen, das reicht vollkommen aus.

Datum: 26.04.2020
Autor: Ilka-Marie Hagenbücher
 

Themen