Tim Lobinger: Der Krebs ist zurück

Der Sportler muss erneut ganz stark sein

Fünf Chemotherapien und eine Stammzellentransplantation hat Stabhochspringer Tim Lobinger bisher über sich ergehen lassen müssen, nachdem er vor einem Jahr die Diagnose Leukämie bekommen hat. Jetzt ist der Krebs zurück. Was das für den Sportler bedeutet, darüber sprach er am Mittwochabend höchst emotional in der Show von Markus Lanz.

Der Kampf ist noch nicht vorbei. Für Tim Lobinger steht seit Anfang des Jahres fest, dass er erneut stark sein und kämpfen muss. Den wohl schwersten Weg seines Lebens muss er noch einmal gehen. Denn seit Januar 2018 weiß der 45-Jährige, dass er erneut an Krebs erkrankt ist. Dabei hatte es gut ausgesehen für den Vater dreier Kinder. Vor einem Jahr hatte er erstmals die schockierende Diagnose bekommen. Plasmazell-Leukämie, eine besonders aggressive Blutkrebs-Form, war im März 2017 bei ihm festgestellt worden. 

Ich wusste in dem Moment wo der Professor mit dem Oberarzt reinkam – das wird keine Kleinigkeit. Da bricht die Welt dann erst einmal zusammen

, erklärte Tim Lobinger am Mittwochabend in der TV-Show von Markus Lanz.

Fünf Chemotherapien und eine Stammzelltransplantation überstand der Ex-Leistungssportler. Der Krebs konnte nicht mehr nachgewiesen werden. Bis zum 18. Januar diesen Jahres.

Tim Lobinger: Wie viel Zeit bleibt ihm noch?

Ein zweites Mal die Schockdiagnose zu bekommen – eine „niederschmetternde Erfahrung“, so berichtete Tim Lobinger bei Markus Lanz unter Tränen. „Ich war bis dahin ein Bilderbuchpatient, hatte fünf Chemos und die Knochenmarkstransplantation mit überschaubaren Komplikationen überstanden – und dann das“, so der 45-Jährige. Viel Hoffnung machen die Ärzte dem Dreifach-Vater nicht. Vielmehr sei der zweite Krebs sehr viel schwerer zu besiegen. Das weiß auch Lobinger. Trotz düsterer Prognose von nur noch ein bis zwei Jahren Lebenszeit, gibt sich der Stabhochspringer zuversichtlich:

Verlieren ist keine Option. Man ist am Ende nur so krank, wie man sich fühlt. Ich brenne darauf, beruflich etwas zu tun, und allein das zeigt mir, dass ich gesundheitlich auf einem guten Weg bin.

Trotz seines unbändigen Siegeswillens wurde in der TV-Show deutlich, wie nah ihm die Diagnose geht. Immer wieder brach Tim Lobinger in Tränen aus, besonders der Gedanke an seinen zweijährigen Sohn dürfte ihm schwer fallen. Er wolle dem Kleinen noch so viele Dinge mit auf den Weg geben, erzählte der gebürtige Nordrheinwestfale im TV.

Wir wünschen Tim Lobinger auf seinem schweren Weg gegen die tückische Krankheit nicht nur weiterhin so viel Kraft, wie er bisher bewiesen hat, sondern auch so viel Zeit, dass er die Chance bekommt, seinem Sohn all das zu zeigen, was ein Vater seinem Sohn weitergeben möchte.

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