Was hat mich gestochen? Insektenstiche zuordnen

Ratgeber

Es juckt oder schmerzt, doch Sie wissen nicht genau, welches Insekt Sie gestochen hat? Wir verraten Ihnen, woran Sie erkennen, um welche Art von Stich es sich handelt.

Mückenstich

Die Mücke hinterlässt eine kleine Quaddel auf unserer Haut, die eine glasig helle Einstichstelle aufweist. Unter der Haut fühlen wir meist eine etwa erbsengroße Verdickung mit Knoten. Zwar schmerzt ein Mückenstich in der Regel nicht, dafür juckt er aber stark und die Haut an der Stelle wird oft rot und warm. In tropischen Ländern können Mücken zudem gefährliche Krankheiten, wie etwa Malaria, übertragen.

Kriebelmücke

Haben Sie schon mal von der Kriebelmücke gehört? Im Gegensatz zur Stechmücke pikst sie ihre Opfer nicht mit einem Saugrüssel, sondern beißt eine kleine Wunde in die Haut. Dort saugt sie Blut ab und ihr Biss ist ziemlich schmerzhaft. Durch kleine Einblutungen entsteht ein Fleck mit blau-schwarzer Färbung, der täglich größer wird. Zu allem Überfluss fliegt die Kriebelmücke ihre Opfer auch noch geräuschlos an. 

Bremse

Die Plagegeister sind häufig an warmen und schwülen Tagen unterwegs, besonders gern tummeln sie sich in der Nähe von Gewässern oder Weiden. Ein Bremsenstich ist äußerst schmerzhaft, schwillt an und ist an der typischen roten Quaddel zu erkennen. Diese ist meist deutlich größer als bei einem Mückenstich. Oft ist eine kleine Vertiefung mittig der angeschwollenen Stelle zu beobachten.

Wespe

Ein Wespenstich ist gerade zu Beginn sehr schmerzvoll. Der Schmerz lässt aber meist nach ein paar Minuten wieder nach. Die Haut schwillt außerdem zunächst rasch an und ist gerötet. Bei einem Wespenstich verbleibt der Stachel des Insekts meist nicht in der Haut, denn Wespen können ihre Stachel wieder herausziehen.

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Biene

Das kleine flauschige Insekt sticht nur zu, wenn es sich bedroht fühlt. Nach dem Stich, bleibt der Stachel der Biene in der Haut stecken und das Insekt stirbt. Den Stachel sollten Sie schnellstmöglich vorsichtig mit den Fingern oder mithilfe einer Pinzette entfernen. Die Stelle, wo sich der Stich befindet, ist gerötet und schwillt an. Außerdem juckt die betroffene Hautpartie und schmerzt stark. 

Floh

Zwar sind hauptsächlich Tiere seine Opfer, manchmal erwischt es jedoch auch uns Menschen. Nach dem Flohbiss treten punktförmige Hautrötungen auf, die oft eng beieinander liegen und stark jucken. Auf keinen Fall kratzen, da es sonst zu Infektionen kommen kann!

Zecke

Der Zeckenstich, umgangssprachlich häufig Zeckenbiss genannt, ist gut zu identifizieren: Meist befindet sich die Zecke noch in der Haut und saugt Blut. Wird sie jedoch nicht frühzeitig entdeckt, kann sie bis zu 15 Tage lang auf dem Körper verweilen. Daher sollten Sie sich immer nach Zecken absuchen. Auch wenn die Zecke entfernt wurde, muss der Stich unter Beobachtung bleiben, da Zecken gefährliche Krankheiten, wie Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), übertragen. Sobald sich um die flächige und etwa münzgroße Rötung ein Ring bildet, der immer größer wird, kann dies ein Anzeichen für Borreliose sein. Generell gilt: Bei Unsicherheiten immer einen Arzt aufsuchen.

Reaktionen auf Insektenstiche unterscheiden

Es gibt drei Stufen von Insektenstichen. Zum Einen sind da die sogenannten lokalen Reaktionen, die ein Hautareal betreffen, das kleiner als zehn Zentimeter ist. Meist gehen sie mit Rötungen, Schwellungen und Juckreiz einher. In der Regel sollten die Symptome jedoch nach 24 Stunden wieder nachgelassen haben. Bei einer örtlichen Reaktion auf einen Stich ist häufig ein viel größeres Hautareal betroffen. Zudem kann es zu Schwindel, Übelkeit oder einer Schwellung der umliegenden Gelenke kommen. Bei einer eine allergischen Reaktion kommt es häufig zu Atemnot. Allergische Reaktionen sind sehr ernst zu nehmen, daher sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, denn allergische Reaktionen können lebensgefährlich werden.

Datum: 18.08.2020
Autorin: Ilka-Marie Hagenbücher