CBD-Öl: Was hinter dem Trend-Wirkstoff aus der Cannabispflanze steckt

Wundermittel für unseren Körper?

Beauty-Produkte mit dem Inhaltsstoff Hanf (engl. „Hemp“) sind ja schon länger angesagt – jetzt spricht neuerdings alle Welt von Cannabidiol-Öl (Kurzform „CBD- Öl“) und seinen wahnsinnig tollen Benefits. Aber, Moment mal! Mit der Cannabispflanze assoziieren wir doch in erster Linie die Drogen Marihuana und Haschisch und deren psychoaktive Wirkung. Was genau aber hat CBD-Öl mit Cannabis zu tun? Und ist es nicht vielleicht bedenklich? Dem wollten wir etwas genauer auf den Grund gehen und klären auf ...

  • Die Grundlagen: So wird CBD gewonnen
  • CBD als Therapie in Medizin und Beauty
  • Wie wird CBD-Öl angewendet?
  • Wie CBD-Öl beim Schlafen helfen kann

Die Grundlagen: So wird CBD gewonnen

„Drei Faktoren spielen hier eine Rolle“, weiß Mario Eimuth, Geschäftsführer der Adrexpharma, die auf dem deutschen Markt Produkte mit CBD-Öl vertreibt. „Der Wichtigste: Laut Neueinstufung durch die WHO ist CBD keine Droge und seine Einnahme nicht gesundheitsschädlich. Viele Mediziner setzen zudem auf die heilende Wirkung der Cannabis-Pflanze.“ Dazu kommt: In den USA schwören Stars wie Gwyneth Paltrow auf CBD. „Es hilft mir bei Stress und Angst“, verriet auch Jennifer Aniston kürzlich. Klar, dass da auch hierzulande viele neugierig werden. Aber was genau ist CBD? Im Gegensatz zum kosmetischen Hanfsamenöl, das – wie der Name schon sagt – ausschließlich aus den Samen der Pflanze gewonnen wird, entstammt es den Blüten der Hanfpflanze. Beide Substanzen enthalten nur einen sehr geringen Anteil der berauschenden Substanz THC (Tetrahydrocannabinol). CBD ist generell hydrophob, also wassermeidend, aber lipophil, d. h. in Fett löslich – sodass es ein Trägeröl benötigt. Es gibt CBD-Produkte, die als Träger Hanfsamenöl verwenden, andere Hersteller setzen auf Olivenöl als Basis. Übrigens: Cannabidiol-Öl gilt als Nahrungsergänzungsmittel und ist daher in Apotheken, Drogerien und online in Deutschland frei verkäuflich.

CBD als Therapie in Medizin und Beauty

Ein breites Indikationsspektrum Aktuelle Studien legen nahe, dass CBD in vielerlei Hinsicht positive Anwendung finden kann: Es gilt als antibakteriell und entzündungshemmend und kann so bei Hautproblemen wie Akne, Schuppenflechte oder Neurodermitis helfen. Zudem wirkt es schmerzlindernd, beruhigend und stabilisierend.

Hollywood-Ladys etwa schwören darauf, CBD-Öl vorbeugend gegen schmerzende Füße durch zu langes Gehen auf hohen Absätzen anzuwenden. Auch wer schlecht schläft oder an nervöser Unruhe leidet, sollte dem Trend-Öl eine Chance geben. Und selbst im klassischmedizinischen Bereich – etwa bei Beschwerden durch entzündliche Nervenkrankheiten wie MS – soll CBD-Öl Linderung bringen.

Wie wird CBD-Öl angewendet?

Die richtige Dosierung Mario Eimuth empfiehlt die so genannte „Eskalationsmethode“, weil sich so auf sanfte Weise herausfinden lässt, welche Menge individuell am besten geeignet ist. „Man startet beispielsweise mit dreimal täglich drei Tropfen, beobachtet, wie der Körper reagiert und steigert die Dosis, bis die gewünschten Effekte spürbar sind“, rät der Profi. Es gibt dabei zwei unterschiedliche Arten der Anwendung: Als Tropfen wird CBD-Öl direkt unter die Zunge gegeben. So gelangt das Produkt schnell in den Blutkreislauf, da es über die Mundschleimhaut aufgenommen wird. Alternativ gibt es CBD-Öl in Kapselform – die Wirkung setzt etwas später ein, weil die Tabletten erst über den Magen verstoffwechselt werden müssen.

Wie CBD-Öl beim Schlafen helfen kann

Sie wälzen sich nachts hin und her und finden einfach keine Ruhe? Wer nicht gleich Schlaftabletten nehmen möchte, greift zu Produkten mit natürlichem Cannabidiol-Öl. Der Extrakt dockt im Körper an Rezeptoren wie etwa denen für Serotonin an und wirkt so beruhigend bei Stress und Unruhe – wenn die Gedanken uns um den Schlaf bringen.

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