Was hilft bei Inkontinenz? Neue Therapieansätze

Hydrokolloid-Lösung gegen Blasenschwäche?

Niesen, Husten, herzhaft lachen – all das trauen sich Frauen mit einer Blasenschwäche kaum noch, denn dabei verlieren sie ungewollt das eine oder andere Tröpfchen Urin. In der Medizin unterscheidet man mehrere Formen der Blasenschwäche. Die häufigste ist die Belastungs-Inkontinenz. Doch was hilft bei Inkontinenz? Wir stellen neue Therapien vor!

Was hilft bei Inkontinenz?

Jede dritte Frau leidet zumindest zeitweise an unkontrolliertem Harnverlust, sagt die Deutsche Gesellschaft für Urologie. Ursache für Inkontinenz ist meist ein schwaches Bindegewebe. Am zweithäufigsten ist die Drang-Inkontinenz, die überaktive Blase. Eine Störung im Zentralnervensystem oder Entzündungen können der Grund sein. 

Hormone oder eine OP können gut helfen


Ein neuer Behandlungsansatz bei der Belastungs-Inkontinenz ist die Unterspritzung mit Hydrokolloid-Lösung. Der Arzt injiziert sie ringförmig in die Schleimhaut rund um die Harnröhre, sie wird dadurch dicker und dichtet besser ab. Auch eine Möglichkeit: Medikamente mit dem Wirkstoff Duloxetin sorgen dafür, dass der Blasenschließmuskel besser funktioniert. Wegen der Nebenwirkungen sind sie nur für psychisch gesunde Menschen geeignet. Wenn das alles nicht hilft, wird bei einer OP ein Band zur Unterstützung der Harnröhre eingesetzt. 

Medikamente
 oder eine Botox-Injektion

Gegen Drang-Inkontinenz haben sich Anticholinergika bewährt. Diese Medikamente entspannen die überaktive Blasenmuskulatur, sodass mehr Urin gespeichert werden kann. Auch Botoxinjektionen stellen den Blasenmuskel ruhig. Bei einer Behandlung mit BTX-A wird die Aktivität des Blasenmuskels verringert, um den Harndrang und das Wasserlassen in der Nacht (Nykturie) zu bessern.