Wasser-Wissen: Alles über unser gesundes Leitungswasser

Interessante Fakten zu unserem Lebenselixier

Großeltern bespritzen kleines Mädchen mit dem Rasensprenger Hand hält Glas unter laufenden Wasserhahn Wasser wird aus einer Plastikflasche in ein Glas gegossen

Hahn aufdrehen und los geht’s: Reines Wasser ist unverzichtbar für uns - nicht nur bei Hitze. Denn es regelt unsere Herz-Kreislauf-Funktion und unsere Verdauung, ist Lösungsmittel für Salze und Mineralien, transportiert Nährstoffe und Abbauprodukte und reguliert unseren Wärmehaushalt. Kurz: Es ist unser Lebenselixier.

Was ist besser: Glas oder PET?

Wissenschaftler von der Universität Frankfurt haben in einem Experiment herausgefunden, dass das Wasser aus PET-Flaschen mit mehr Hormonen belastet ist als Wasser aus Glasflaschen. Ob die Mengen gesundheitsgefährdend sind, darüber streiten sich die Experten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte also Glas bevorzugen. Auch der Umwelt hilft es, wenn man bewusst Wasser in (Glas-)Mehrwegflaschen kauft.

Woher kommt das Wasser

Mineralwasser stammt aus einer unterirdischen Quelle und hat sich auf seinem Weg durch Gesteinsschichten mit Mineralien angereichert. Es wird direkt an der Quelle abgefüllt und erhält als einziges Lebensmittel in Deutschland eine amtliche Anerkennung. Heilwasser kommt aus Quellen mit sehr hohem Mineralstoffgehalt. Die Qualität wird streng kontrolliert. Quellwasser wird so gewonnen wie Mineralwasser, ist ebenfalls ein reines Naturprodukt, braucht aber keine amtliche Anerkennung. Tafelwasser ist Trinkwasser, das mit Zutaten wie Salzen, Mineralien oder Kohlensäure angereichert wird. Es kann überall hergestellt und abgefüllt werden.

Wie gesund ist Leitungswasser?

Sehr! Die örtlichen Wasserversorger filtern das Grundwasser so lange, bis Schadstoffe wie Nitrat oder Bakterien beseitigt sind. Das Bundesumweltamt lässt regelmäßig Proben von Leitungswasser untersuchen, in der letzten Studie wurden 99 Prozent davon mit „sehr gut“ bewertet. Zusätzliche Filteranlagen im Haushalt sind also unnötig. Bleirohre in Wohnungen
müssen seit 2014 vom Vermieter ausgetauscht werden. Bei Verdacht auf eine Verunreinigung kann man die Wasserwerke für eine Analyse beauftragen. Diese kostet ab 20 Euro, für Haushalte mit Schwangeren und Kleinkindern ist sie oft kostenlos.

Wie spare ich Wasser im Haushalt?

Indem Sie duschen statt baden: Ein Vollbad verbraucht rund 140 Liter Wasser. Wer stattdessen unter die Dusche hüpft, verbraucht im Schnitt nur 15 Liter pro Minute. Sie können auch Ihren Wasserhahn und den Duschkopf aufrüsten: Spezielle Strahlregler und Mischdüsen lassen sich ganz einfach anschrauben und sparen bis zu 50 Prozent Wasser ein. Bei der Toilette immer die Sparspültaste nutzen oder einen Wasserstopp einbauen.

Bei der Wasch- oder der Spülmaschine gilt: beim Kauf auf den Wasserverbrauch achten und nur voll beladen anstellen. Eine volle Spülmaschine verbraucht übrigens weniger Wasser als gründliches Abwaschen per Hand. Noch ein Tipp: Nutzen Sie Regenwasser. In einem Auffangsystem gesammelt, eignet es sich zum Gießen genauso wie für die Toilettenspülung.
Im Garten öfter mal auf den Rasensprenger verzichten – ein normaler Tropfschlauch bewässert sparsamer.

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