Das können Sie tun, wenn Sie eine Geliebte sind

Warum lässt Frau sich auf verheiratete Männer ein?

Als Geliebte haben Sie es nicht leicht. Die Zeit zu zweit macht Spaß, doch wie soll diese Affäre weitergehen? Soll Ihre Beziehung ernst werden, ist das nicht möglich, ohne die Gefühle einer Ehefrau zu verletzen. Wir haben uns deshalb einmal genauer damit befasst und geben Tipps, was man als Geliebte fürs eigene Glück tun kann.

Wann ist man eine Geliebte und warum ist man es?

Die Geliebte steht in einer Liebesbeziehung meist zu einem Mann, der mit einer anderen Frau verheiratet ist. Während beide bei einem One-Night-Stand auf kurzen Spaß ohne gegenseitige Verpflichtungen aus sind, dreht es sich bei der geheimen Langzeitbeziehung um echte Gefühle. Nicht selten dauern solche Beziehungen über Jahre hinweg an.

Auch wenn durchaus ein Mann die Rolle des Geliebten einnehmen kann, ist meist die Frau die Geliebte. Während beide Geschlechter im gleichen Maß bereit sind, Seitensprünge für ein aufregendes Liebesleben einzugehen, neigen Frauen viel eher dazu, im Schatten einer Ehefrau zu stehen. Männer hingegen sind nur selten bereit, eine Beziehung zu führen, die sie als aussichtslos betrachten. Das ergab eine Untersuchung von Walter Hoffman, die im Ratgeber „Schattenliebe“ von Gerti Senger veröffentlicht wurde.

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Aber warum geraten gerade Frauen in die Position der Geliebten? Studien haben gezeigt, dass Frauen liierte Männer unbewusst attraktiver finden. Der Grund könnte zum Beispiel sein, dass verheiratete Männer beziehungsfähiger wirken. Zudem gefällt es manchen Frauen, um einen Mann zu kämpfen und in Konkurrenz mit einer anderen Frau zu treten. Auch das Alter spielt eine Rolle: So sind Männer und Frauen eher dazu bereit, einen Seitensprung einzugehen, wenn sie in einer Beziehung sind, die schon seit mehreren Jahren anhält. 

Probleme, die man als Geliebte hat

Die Rolle der Geliebten nimmt mit großer Wahrscheinlichkeit niemand mit Absicht ein. In der Regel entstehen solche Beziehungen, indem ein Mann einen Seitensprung wagt und fremd geht – aus dem dann eine dauerhafte Beziehung wird. Vielleicht ist es einem bewusst, dass man sich mit einem verheirateten Mann einlässt oder eingelassen hat, vielleicht aber auch nicht. Ob der Mann nach der ersten gemeinsamen Nacht seine Beziehungskarten offenlegen sollte, ist Ansichtssache und kommt auf die Situation drauf an. Wenn sich die Treffen aber häufen, sollte er einen darüber informieren, dass er vergeben ist. Alles andere wäre unaufrichtig. Schließlich möchte man als Frau entscheiden können, ob man eine Beziehung mit einem verheirarteten Mann haben möchte oder nicht. Wenn ja, dann hat man ab sofort den Status Geliebte.

Auch wenn eine solche Schattenliebe zu Beginn einen gewissen Reiz ausmachen mag, stellt sich die Frage nach der Zukunft – und hier wird es kompliziert. Umfragen zeigen, dass Männer nur sehr selten willens sind, eine Ehe für eine Geliebte aufzugeben. Häufig ist es aber genau das, was sich Frauen erhoffen! Und so ertragen sie es, im Leben des Mannes nur die zweite Rolle zu spielen – stets in der Hoffnung, dass er seine Meinung ändert.

Vielleicht weiß man aber auch gar nicht genau, welche Position man im Leben des Mannes einnimmt. Das kann ebenfalls belastend sein. Folgende Anzeichen sprechen dafür, dass die Affäre derzeit nicht beabsichtigt, sich zu bekennen und eine öffentliche Beziehung zu führen:

  • Man darf ihn nicht zu Hause anrufen.
  • Er will sich an gewissen Orten nicht mit Ihnen sehen lassen.
  • Er gibt fragwürdige Ausreden für abgesagte Dates.
  • Er ist auf Single-Portalen aktiv.

Falls man einen verheirateten Mann ganz für sich haben möchten, befindet man sich in einer moralischen Zwickmühle. Denn dies ist nur dann möglich, wenn er sich von seiner Ehefrau und eventuellen Kindern trennt. Die Gespräche bis hin zur Entscheidung sind für alle schwierig und eine große Belastung.

Was man als Geliebte tun kann

Wie man sich in der Rolle der Geliebten optimal verhält, ist von mehreren Umständen abhängig. Will man überhaupt eine konventionelle und öffentliche Beziehung mit dem Mann führen oder besteht der Reiz gerade in der heimlichen Beziehung? Bei dieser Frage muss man ehrlich zu sich selbst sein. Sollte man das Geheime mögen, macht es keinen Sinn, Druck auf den Mann auszuüben. Bevorzugt man eine konventionelle Beziehung, gilt es herauszufinden, wie ernst der Mann es mit einem meint. Am besten fragt man ihn hierfür ganz direkt und lässt das Bauchgefühl entscheiden, ob die Antwort glaubhaft ist.

Meint er es nicht ernst, lohnt es sich nicht, sich den Strapazen einer Bekanntmachung der Beziehung auszusetzen. Alles, was man dadurch erreicht, ist, dass seine Ehe mit hoher Wahrscheinlichkeit zerbricht. Das macht einen nicht glücklicher. Sollte er es ernst meinen, aber dies nicht öffentlich machen wollen, hat das wahrscheinlich vor allem einen Grund: Diese Vorstellung macht ihm Angst. Dieser Schritt ist nicht leicht, er verliert seine „sichere“ Ehe und sorgt so für viele Emotionen auf beiden Seiten.

Hier muss dann eine Grenze aufgezeigt werden: Man kann ihm Zeit geben, bis wann er seine Ehefrau über das bestehende Verhältnis aufklären soll. Im Extremfall kann man damit drohen, es selbst zu machen. Das ist aber das letzte Mittel und eine absolut unschöne Situation. Dabei muss man bedenken: Wenn man die Drohung in die Tat umsetzt, kann es dazu führen, dass er sich doch gegen einen und das offensive Manöver wendet. Was einem klar sein sollte: Wenn er es seiner Frau nicht sagt, egal aus welchem Grund, dann hat er sich längst gegen einen entschieden. 

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