Die 3 größten Beziehungsmythen

Woran Sie bloß nicht glauben sollten

05. September 2020

“Was sich liebt, das neckt sich!“ Es gibt zahlreich Sprüche und Tipps, die angeblich eine gute Beziehung ausmachen. Wir sagen, warum an diesen Aussagen nichts dran ist. Das sind die 3 größten Beziehungsmythen.

Die 3 größten Beziehungsmythen

1. Gegensätze ziehen sich an

In den ersten Beziehungsmonaten, wo gefühlsmäßig noch alles kribbelt, können Gegensätze durchaus aufregend sein. Wenn die ersten Schmetterlinge verflogen sind, kommt aber die Realität zutage: Und da kann es verdammt anstrengend sein, wenn man so gar nichts gemeinsam hat. In den Kernfragen sollten Sie unbedingt auf einen Nenner kommen, damit Sie an einem Strang ziehen können. Oder wie soll eine Partnerschaft funktionieren, wo beide nicht auf einer Wellenlänge sind? Totale Gegensätze sind schon nur für Paare eine Zerreißprobe, wenn Kinder im Spiel sind, sind diese kaum zu bewältigen.

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2. In der Beziehung sollte sich alles die Waage halten

Wenn es um Gleichberechtigung geht, dann kann man die Aussage natürlich sofort unterschreiben. Allerdings wird sie häufig so verstanden, dass es praktisch um eine Art To-Do-Liste geht: Mach ich jenes, muss der Partner das auch tun. Und umgekehrt. Es geht darum, dass Sie die Beziehung nicht wie eine Buchhaltung verstanden werden soll: Wenn der Partner freitags seinen Männerabend hat, dann müssen Sie nicht zwangsläufig auch einen Mädelsabend machen. Sie können sich auch einfach freuen, dass er eine schöne Zeit hat. Machen Sie Ihren Mädelsabend nur, weil Sie Lust dazu haben und nicht, weil er mal alleine Spaß hatte. Wenn unterm Strich später nur auf- und gegengerechnet wird, dann ist die Beziehung ein einziges Korsett. Sich gegenseitig etwas gönnen, sich für den anderen freuen und in die Partnerschaft investieren – das sind die Schlüsselbotschaften!

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3. Nur in schlechten Beziehungen streitet man sich lautstark

Ihnen wird immer ganz mulmig, wenn Ihre beste Freundin sagt: “Wir streiten uns nie!" Das sollte sie vielleicht mal tun, damit alles, was sich so anstaut, auch mal raus kann. Die Lautstärke eines Streites ist kein Anzeichen für eine unglückliche Beziehung – es gibt viele Paare, die im Alltag sehr harmonisch miteinander sind, sich aber wie die Kesselflicker streiten. Sie sollten nur aufpassen, dass der Streit nicht überwiegend aus Verletzungen besteht oder komplett an Respekt missen lassen. Verletzen kann man Menschen allerdings auch mit ruhigen Worten – und das kann sogar noch viel schlimmer sein, weil die Worte nicht im Eifer des Gefechts kommen. Sich nie streiten bedeutet unter dem Strich eigentlich nur, dass man ständig Konflikte vermeidet. Häufig ist auch nur eine Person konfliktscheu, während es in der anderen brodelt – und das soll für eine Beziehung gut sein? Dann lieber mal raus damit. Wie heißt es nämlich auch so schön: “Ein reinigendes Gewitter!“

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Datum: 25.08.2020
Autor: Tanja Seiffert