Weihnachten ungewöhnlich: Ideen für Heiligabend

Gänsebraten und Gabentisch sind langweilig? Feiern Sie doch kreativ!

Same Procedure as every year? Nein, Weihnachten kann man auch ein bisschen ungewöhlicher ablaufen lassen.  Sind mehr als zwölf Gäste im Haus, lassen sich die Geschenke auch durch mehrseitige Würfel verteilen.  Wo steht denn geschrieben, dass man den Weihnachtsfisch nicht auch bei frostigen Temperaturen grillen kann? Wenn Heiligabend schon so beginnt, wird die Bescherung nicht nur der Mittelpunkt, sondern nur einer eines ganzen Tages voller Familienspaß. 

Das Weihnachtsfest lebt von Traditionen. Mit der unangenehmen Eigenschaft, von Jahr zu Jahr etwas langweiliger zu werden. Doch dagegen lässt sich angehen, auch ohne den familiären „Geist der Weihnacht“ zu demolieren. Auf den folgenden Zeilen haben wir ein paar Ideen gesammelt, die sich besonders für Familien eignen.
 

Das Weihnachtsfest lebt von Traditionen. Mit der unangenehmen Eigenschaft, von Jahr zu Jahr etwas langweiliger zu werden. Doch dagegen lässt sich angehen, auch ohne den familiären „Geist der Weihnacht“ zu demolieren. Auf den folgenden Zeilen haben wir ein paar Ideen gesammelt, die sich besonders für Familien eignen.

1. Bescherungswürfeln

In den meisten Haushalten gibt es bei der Bescherung nur eine Variable: ob sie vor oder nach dem Essen stattfindet. Wenn alle sich gleichzeitig auf die Geschenke stürzen, ist spätestens nach einer halben Stunde der ganze Spaß wieder vorbei, auf den man so viele Wochen hingearbeitet hat. 

Warum also nicht etwas Pfeffer in die Sache bringen? Dazu braucht es nur ein bis zwei Würfel und die Abwandlung des klassischen Würfel-Wichtelns. Jedes Familienmitglied bekommt eine Augenzahl zugewiesen, sind mehr als sechs Gäste dabei, werden je zwei Würfelzahlen addiert. Dann wird reihum gewürfelt und für das Ergebnis gibt es zwei Varianten:
•    In der schnellen Variante darf sich jeder ein Geschenk holen, sobald seine Zahl gewürfelt wird, egal wer sie wirft.
•    In der längeren Variante darf man es nur holen, wenn man selbst seine Zahl würfelt. 

Weiter würzen lässt sich die Sache dadurch, dass man für unbenutzte Augenzahlen Mini-Geschenke verteilt, an rein erwachsenen Gabentischen kann auch ein kleiner Drink gereicht werden. 

2. Weihnachtsgrillen

Es ist immer das Gleiche: Entweder steht ein Familienmitglied den halben Heiligabend in der Küche, um ein Luxus-Menü zuzubereiten, oder man langweilt sich beim beliebtesten Christtags-Menü der Deutschen, Würstchen mit Kartoffelsalat. Doch wenn sich an die gute Stube nur ein Balkon anschließt, erst recht eine Terrasse, kann man daraus auch eine winterliche Outdoor-Variante machen, das Weihnachtsgrillen. Was es dazu braucht, ist schnell aufgelistet:
•    Viel Wärme (Heizstrahler, Feuerkorb o.Ä.)
•    Dicke Sitzkissen und Decken für alle Gäste
•    Glühwein oder alternativ einen steifen Grog
•    Passende Terrassendeko: gibt’s keine weiße Weihnacht, kann auch Backschnee fallen und auf jeden Fall sollten Windlichter brennen
•    Pappteller: Porzellan wird im Winter so kalt, dass Steak und Co. binnen Minuten darauf auskühlen

Dann wird gegrillt wie im schönsten Sommer. Allerdings: Bitte etwas ruhiger, denn die Nachbarn haben sich ihren Weihnachtsfrieden verdient. 

3. Freundschaftsfest

Weihnachten feiern wir in der Regel nur mit Familienangehörigen. Doch warum eigentlich? Denn schließlich geht es dabei primär um Nächstenliebe und die ist in der Familie zwar schon durch Verwandtschaft vorhanden, aber diese kann man sich eben nicht immer aussuchen. 

Wen man sich jedoch immer freiwillig ausgesucht hat und manchmal sogar besser leiden kann, sind Freunde. Dazu braucht man zwar bei gleich mehreren Personen den Willen, etwas Neues auf die Beine zu stellen, aber statt des klassischen Familienfestes kann man Weihnachten zum Freundschaftsfest machen. Insbesondere, wenn sich darunter Menschen befinden, die an diesem Tag keine Familie haben, mit denen sie um den Tisch sitzen können.  

4. Spielfest 24/7

Unser Weihnachtsfest ist viel liberaler geworden. Ältere Leser erinnern sich vielleicht noch, dass mindestens am Heiligabend das Wohnzimmer abgeschlossen war. Mit etwas Pech saß dann jedes Familienmitglied so lange in seinem Zimmer, bis die Bescherung losging. 

Doch gerade in Familien kann es doch eigentlich auch ganz anders aussehen. Indem man den ganzen Heiligabend zum Fest macht. Es kann schon gleich morgens damit beginnen, dass man sich gegenseitig unkonventionelle, weil lustige Weihnachtsgeschichten im Bett vorliest. Weiter geht es mit 
•    Videospielen, bei denen alle mitmachen.
•    klassischen Brett- oder Rätselspielen.
•    weihnachtlichen Zeitentrickfilmen.
•    einem gemeinsamen Spielplatzbesuch.

Der Sinn dahinter ist nicht nur die Kinder zu bespaßen, sondern wirklich etwas für die ganze Familie daraus zu machen, das nicht erst um fünf, sechs Uhr abends beginnt, sondern gleich am 24. morgens. 

5. Weihnachten global

Die meisten von uns sind sehr weltoffene Menschen. Doch an den Feiertagen dominiert die typisch „deutsche Weihnacht“. Bringt jemand das Thema ausländische Weihnacht aufs Tableau, denken die meisten direkt ans Feiern unter Palmen und winken desinteressiert ab. 

Dabei lässt sich ein kosmopolitisches Weihnachtsfest auch hierzulande feiern. Ohne dass man auch nur einen Fuß vor die Türe setzen müsste. Schließlich wird Weihnachten rund um den Globus gefeiert, aber die regionalen Traditionen unterscheiden sich teils gewaltig von dem, was wir so kennen:
•    In Japan hat Weihnachten durch die geringe Zahl an Christen eher einen Stellenwert wie hierzulande der Valentinstag. Und: Die Japaner lieben es, an Heiligabend Fast Food zu essen. 
•    Die Italiener wetteifern nicht um den am schönsten geschmückten Tannenbaum, sondern die schönste Krippe.
•    In Russland wird Weihnachten zwar erst am 6./7. Januar gefeiert, dort aber wird besonders am Heiligabend absichtlich sehr ärmlich gegessen, um dann am nächsten Tag umso opulenter zuzuschlagen.

Wem die Sache gefällt, der kann dieses internationale Feiern ja auch viel weitläufiger auslegen und vielleicht jedes Jahr die Tradition eines anderen Landes übernehmen. Langweilig wird es damit sicherlich nicht und der Weltoffenheit und Völkerverständigung hilft es sowieso.

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