Die Tricks der Reise-Portale

Wirklich „nur noch 1 Zimmer frei“?

Nur ein paar Klicks – und schon ist der Urlaub gebucht. Das geht ganz schnell und einfach, hat aber auch seine Tücken. Denn viele Reise-Anbieter arbeiten mit allen Tricks. Wir erklären, worauf Sie beim Buchen Ihres Urlaubs achten sollten.

Das erste Angebot ist nicht automatisch auch das beste 

Sobald ein Portal die Suchergebnisse ausspuckt, ist Aufmerksamkeit gefragt. Standardmäßig tauchen ganz oben nämlich nicht die besten Angebote auf, sondern die Hotels, die für die Platzierung bezahlt haben und deshalb „empfohlen“ werden. Wer sich nicht täuschen lassen will, sortiert die Trefferliste neu, etwa nach Preis oder nach Gästebewertung. 

Der Psycho-Schwindel mit der hohen Zimmer-Nachfrage

Das Hotel sieht gut aus, der Preis stimmt, aber man würde nun gern noch mal vergleichen. Doch es ist „nur noch ein Zimmer verfügbar“ oder „12 Personen schauen sich das gerade an“ – da gerät man schnell in Zugzwang. Jetzt heißt es: Ruhe bewahren. Laut einer Untersuchung des Bundeskartellamts gibt es meist weder Zimmer-Knappheit noch eine große Nachfrage. Trotzdem nutzen etwa Expedia, Hotels.com, Booking.com diese Stress-Methode.

Personalisierte Preise können die Buchung teurer machen 

Einige Anbieter arbeiten mit so genannten „personalisierten Preisen“. Daten, die wir im Netz hinterlassen, wie unser Alter, Geschlecht, Wohnort oder sogar der Beruf, werden benutzt, um den Preis individuell festzulegen. Wer das nicht will, surft im „Inkognito-Modus“. Das verhindert auch, dass mehrere Besuche auf der Website den Preis steigen lassen. 

Gefakte Bewertungen und falsche Sterne-Angaben

Etwa die Hälfte der Reisenden schaut sich die Bewertungen anderer Gäste an. Achtung! Bei offenen Portalen wie HolidayCheck oder Tripadvisor kann jeder eine Bewertung veröffentlichen bzw. fälschen. Dagegen lassen z. B. HRS, Booking.com und Expedia nur Urteile von bestätigten Gästen zu. Wer sichergehen will, ob Sterne-Angaben aktuell und vor allem echt sind, kann das unter www.hotelstars.eu überprüfen.

Vorsicht bei Versicherungen auf den Buchungsportalen 

Oft kann man zur Reise einfach eine Reiserücktritts- oder Gepäck-Versicherung dazubuchen. Finger weg! Wer unbedingt eine solche Police will, sollte sich immer einen unabhängigen Anbieter suchen.

Hotel-Portale im Vergleich: Das sind die Testsieger

Stiftung Warentest hat sich Buchungsportale für Pauschalreisen mal genauer angesehen. Unter den getesteten sind acht Reisevermittler und sechs Reiseveranstalter. Fazit: Wirklich schwarze Schafe gibt es unter den 14 untersuchten Online-Portalen nicht. Bei den Reisevermittlern bekamen HolidayCheck, Lastminute.de, Onlineweg.de und Weg.de jeweils die Note „gut“. Ab-in-den-Urlaub.de wurde wegen der höheren Preise nach dem Verfügbarkeitscheck, viel Werbung und aufdringlichem Anpreisen von Versicherungs-Abos nur mit „ausreichend“ bewertet. Bei den Reiseveranstaltern wurden Schauinsland-Reisen, TUI und ITS mit „gut“ bewertet. Bei allen Anbietern wurde bemängelt, dass die Beratung per Telefon und E-Mail eher dürftig ist.

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