Wein und Schokolade

Das einzig wahre Traumpaar

Seien wir mal ehrlich, viele Dinge passen irgendwie nur mittelmäßig gut zusammen:  Pilotenstreiks und Urlaubspläne, Curvy Hype und Size Zero, Männer und Frauen. Aber ein Traumpaar lässt uns niemals im Stich: Schokolade und Wein! Die Weinexperten von VINOA verraten heute, welche Weine am besten zu welchen Schokoladensorten passen und warum diese Kombination uns so glücklich macht.

Für sich genommen, können sowohl Wein als auch Schokolade uns glücklich machen. Was wäre also, wenn man beide miteinander kombiniert? Ergibt das doppeltes Glück oder sogar Glück im Quadrat? Tatsächlich haben beide Köstlichkeiten einige entscheidende Gemeinsamkeiten. Sowohl Wein als auch Schokolade enthalten wertvolle Antioxidantien und beide gelten als klassische Aphrodisiaka, die die Sinnlichkeit steigern können. Wer aber schon einmal versucht hat, beide miteinander zu kombinieren, weiß, dass der richtige Mix gar nicht so leicht zu finden ist. 

Trinkt man beispielsweise zu einer dunklen Zartbitterschokolade einen trockenen Rotwein, wird dieser schnell bitter und sauer schmecken. Das liegt daran, dass die Bitterstoffe (Tannine) aus der Schokolade und dem Wein aufeinanderprallen und unsere Zunge geschmacklich überfordern. Ein Traumpaar sieht anders aus. Wir geben Ihnen deshalb ein paar wertvolle Tipps für gelungene Wein-Schokoladen-Paare.

Milchschokolade mit Lambrusco – ein cremiges Gedicht

Bei der klassischen Milchschokolade dominiert der cremige Anteil der Milch. Durch den hohen Zuckergehalt ist die Schokolade sehr süß und passt deshalb sehr gut zu etwas süßeren Weinen. Generell passen alle Spätlese Rotweine mit erhöhtem Restzuckergehalt. Ein italienischer Brachetto D’Acqui bringt fruchtige Noten von Erdbeeren mit ins Spiel und ist deshalb auch ein Genuss zu Erdbeer-Vollmilch oder Schokolade mit anderen Beeren. Ebenso gut eignet sich ein fruchtiger Ruby Port aus Portugal oder Sie wählen einen Lambrusco di Sorbara, wenn sie es lieber etwas prickelnder mögen. Die leichte Kohlensäure des Lambrusco unterstreicht vorzüglich die Cremigkeit der Schokolade.

Schwarze Schokolade mit Portwein – ein bitter-süßer Genuss

Die dunkleren Schokoladen sind gewöhnlich deutlich bitterer und brauchen daher einen Wein an ihrer Seite, der die herbe Note ausgleichen kann. Alle Weine im Stil eines klassischen Portweins eignen sich sehr gut dazu, weil sie sehr intensive Aromen und eine ausreichende Süße mitbringen. Der original Portwein hat häufig sogar Zimtnoten, die Schokoladen mit hohem Kakaoanteil sehr gut ergänzen. Die spanische Weinspezialität Pedro Ximenez passt hervorragend zu allen dunkeln Schokoladen, vor allem wenn noch Nüsse oder Rosinen mit im Spiel sind, denn genau diese Noten finden sich auch im Wein wieder. Wer auf einen normalen Rotwein nicht verzichten möchte, sollte beispielsweise einen Syrah, einen Malbec oder einen Zinfandel mit einem gewissen Restzuckeranteil auswählen. Der Zucker kann dann die Bitterstoffe aus Wein und Schokolade abmildern.

Weiße Schokolade und Pinot Noir – hellauf begeisternd!

Der Kakaoanteil ist gleich null und deshalb handelt es sich bei der „Weißen“ technisch gesehen gar nicht um Schokolade – aber wen interessiert das! Eine wirklich herausragende Kombination bilden Pinot Noir und weiße Schokolade, weil die Kakaobutter aus dem Wein die entscheidenden Aromen erst so richtig betont. Eigentlich sollte Pinot Noir gar nicht ohne weiße Schokolade getrunken werden! Sehr gut passt auch ein Moscato D’Asti als einer der wenigen Weißweine zur gleichfarbigen Schokolade. Das leichte Prickeln des Weines hebt die Cremigkeit der Schokolade noch hervor und angenehm fruchtige Pfirsichnoten entfalten sich auf der Zunge. 

Mit diesen Tipps entlassen wir Sie in ein genussvolles und süßes Wochenende. Lassen Sie sich sinnlich berauschen! Ihre Weinexperten von VINOA.

 


Bildquellen:

Titelbild: © David Pacey – Flickr.com – Lizenz: CC BY 2.0

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