Restless-Legs-Syndrom: Mit Kälte gegen unruhige Beine

Kann die Unruhe einfach eingefroren werden?

20. September 2016

Nächte ohne Schlaf, stattdessen ruheloses Umherwandern, weil die Beine schmerzen. Patienten mit dem Restless-Legs-Syndrom (RLS) wissen: Wie „Ameisen unter der Haut“ fühlt es sich an. Unangenehm und schmerzhaft ist die Erkrankung und bringt Betroffene nicht selten an die nervliche Belastungsgrenze. Rund 10 Prozent der Deutschen leiden unter dem so genannten Restless-Legs-Syndrom. Was hilft? Wir verraten es!

Unruhige Beine: Ursache Parkinson?

Bei RLS handelt sich um eine Nervenerkrankung, die genetisch bedingt oder Folge einer Erkrankung wie Parkinson ist. Alkohol, Nikotin und Koffein können das unangenehme Syndrom verschlimmern.

Restless-Legs-Syndrom: Was hilft?

Dehnübungen und Massagen können helfen, das Gefühl, die unruhigen Beine ständig bewegen zu müssen, mildern, ebenso Medikamente. Forscher am Klinikum Bremen-Ost fanden heraus, dass eine Kältebehandlung am besten wirkt. Beim Frieren ziehen sich die Gefäße zusammen Bei einer lokalen Kryotherapie (griech. für kalt) werden die Beine in etwa zehn Anwendungen drei Minuten pro Tag mit minus 17 Grad kalter Luft behandelt. Das hilft, die Beschwerden treten aber nach Ende der Therapie wieder auf. Bei einer Ganzkörperbehandlung hält der Effekt einige Wochen lang an. Man geht dabei drei Minuten in eine Kältekammer mit minus 60 Grad. Nebenwirkungen gibt es kaum.

Die Kosten für die Ganzkörpertherapie werden von den meisten Krankenkassen nicht bezahlt. Ein individueller Antrag auf Kostenübernahme kann aber Erfolg haben.

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