Blockade im Rücken: Was tun?

Ursachen und Symptome

Die Schmerzen treten meist sehr plötzlich und unvermittelt auf. Eine Blockade im Rücken ist aber nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern schränkt auch die Mobilität stark ein. Wir erklären, was es mit den Blockaden auf sich hat, woran sie diese erkennen und wann Sie besser zum Arzt gehen sollten. 

Was ist eine Blockade?

Meist treten Blockaden im Rücken urplötzlich auf. Dabei kommt es zu einer Bewegungseinschränkung im Bereich der Wirbelsäule. Die Blockaden können zum Beispiel im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS-Blockade), an der Halswirbelsäule (HWS-Blockade) oder an der Lendenwirbelsäule (LWS-Blockade) auftreten. Ist nun die Bewegung an einem dieser Bereiche plötzlich eingeschränkt, sendet unser Körper Schmerzsignale aus.

Wie äußern sich die Schmerzen einer Rückenblockade?

Meist tauchen die Schmerzen akut auf und können den Beschwerden eines Bandscheibenvorfalls ähneln. Eine Bewegungseinschränkung und eine Steifheit im betroffenen Bereich treten auf, die Schmerzen strahlen oft auch noch zusätzlich aus, die Muskeln in dem Bereich verhärten sich. Betroffene nehmen aufgrund der starken Schmerzen häufig eine Schonhaltung ein. Diese Haltung kann dann wiederum zu weiteren Verspannungen oder Fehlbelastungen führen. Ein wahrer Teufelskreis! Bei Beschwerden im Brustwirbelbereich können zudem Rippenschmerzen beim Atmen hinzukommen. Langes Sitzen oder Liegen verschlimmern die Beschwerden meist noch.

Ursachen für Blockaden

Oft sind sind es eine falsche Bewegung oder Verrenkungen, welche die Blockaden auslösen. Aber auch Fehlbelastungen, mangelnde Bewegung, Verspannungen, Entzündungen, Überbelastung, eine verkürzte Muskulatur, Verletzungen wie ein Schleudertrauma und andere Erkrankungen können eine Blockade hervorrufen.

Blockade im Rücken: Was tun?

Bei starken Schmerzen oder wenn diese nach ein paar Tagen nicht abklingen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. Akute Schmerzen können etwa mithilfe von Spritzen oder Schmerzmitteln behandelt werden. Wärme und Tapes können zusätzlich Abhilfe verschaffen. Langfristig sind Massagen, ein Besuch beim Physiotherapeuten oder eine Manuelle Therapie sinnvoll, bei welcher die Blockaden gelöst und die Rückenmuskulatur im betroffenen Bereich gestärkt werden soll. Zusätzlich lernen Sie dort Übungen zur Prävention oder Kräftigung der Rückenmuskulatur

Bei weniger starken Verläufen können Sie versuchen, die Blockaden mithilfe von Wärme, leichten Schmerzmitteln, speziellen Übungen und Bewegung selbst in den Griff zu bekommen. Versuchen Sie unbedingt abwechselnd zu liegen, zu sitzen und zu gehen, das tut dem Rücken gut. Heben Sie keine schweren Gegenstände! Im Normalfall verschwinden die Beschwerden nach einer Woche meist wieder. 

Bei Taubheitsgefühlen, Lähmungen oder Missempfindungen sollte man hingegen sofort ins Krankenhaus fahren, da ansonsten Nerven dauerhaft geschädigt werden können.

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Autorin: Ilka-Marie Hagenbücher