Dauerhafte Haarentfernung: Die Methoden im Check

Nie wieder Rasieren?

Besonders im Sommer nimmt das Rasieren oft viel in Anspruch. Kleine Pickelchen und Rasurbrand sind häufig lästiges Beiwerk. Die dauerhafte Haarentfernung kann hier jedoch die ideale Möglichkeit sein, wenn die unliebsame Körperbehaarung langfristig schwinden soll. Deshalb geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Methoden und Risiken.

Jeden Tag glatte Haut – die Qual der Wahl

Gehören Sie auch zu den Frauen, für die im Durchschnitt jeden Morgen 45 Minuten Körperpflege inklusive Rasur zur täglichen Routine gehört? Rasieren, Waxing, Sugaring, Epilieren, Enthaarungscremes – es gibt viele zeitaufwendige und mitunter sehr kostenintensive Methoden, um die Körperbehaarung loszuwerden. Doch meist hält das glatte Hautgefühl nicht lange an. Und vielleicht haben Sie auch nicht immer die Zeit, Lust oder das nötige Kleingeld für stets stoppelfreie Beine oder eine glatte Bikinizone. Mit empfindlicher Haut sind zudem Reaktionen wie Irritationen, Rötungen oder Entzündungen, die durch die häufige Haarentfernung entstehen, nicht ungewöhnlich. Besonders bei übermäßiger Behaarung im Gesicht oder an anderen Stellen des Körpers leiden aber vor allem Frauen unter dem Haarwuchs. Um Kosten, Zeit und Nerven zu sparen, ziehen daher immer mehr Menschen eine dauerhafte Haarentfernung in Betracht. 

Was müssen Sie bei der dauerhaften Haarentfernung beachten

Die dauerhafte Haarentfernung durch die Laser- und Lichtimpuls-Methoden, sind zwei Möglichkeiten, unliebsame Haare loszuwerden. Dabei müssen Sie sich aber gleich einer Sache bewusst werden: Der Begriff dauerhafte Entfernung ist hier falsch gewählt. Eine dauerhafte Haarreduktion trifft es eher. Denn die Haare sind sehr wohl noch in der Lage wieder nachzuwachsen, aber eben viel langsamer. 

Auch wenn viele Angebote von Lasergeräten für Zuhause sehr verlockend klingen, sollten Sie zudem lieber einen Fachmann aufsuchen. Dieser berät umfassend, analysiert die Haut und testet mitunter eine Hautpartie. Von einer Behandlung nach dem Urlaub ist zudem abzuraten, da das Melanin in der gebräunten Haut zu Verbrennungen führen könnte.

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Die Laserbehandlung

Bei der Lasermethode nimmt das Melanin, welches im Haar enthalten ist, den Wärmestrahl des Lasers auf, der immer in derselben Intensität auf das Haar strahlt. Auf diese Weise werden der Haarschaft sowie die Haarwurzel erhitzt und unwiderruflich zerstört, sodass sich fortan keine neuen Haare bilden können. Um die umliegende Haut vor der Wärme zu schützen, wird die Haut bei der Behandlung dauernd gekühlt. Durchgeführt werden kann die Laserbehandlung nur von einem Hautarzt, da die benötigen Lasergeräte nicht frei erhältlich sind und eine fachkundliche Bedienung voraussetzen.

Der Nachteil dieser Methode ist, dass sie sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, denn jeder zu enthaarende Hautbereich muss einzeln mit dem Laser bestrahlt werden. Auf diese Weise kann immer nur ein kleiner Teil der Haut behandelt werden und es sind mehrere Behandlungseinheiten notwendig, um auch wirklich alle Haarwurzeln zu zerstören. Denn die Laserbehandlung zeigt nur Wirkung, wenn das Haar in einer Wachstumsphase ist. Ist es das nicht, fällt es später auch nicht aus. Zwischen den Sitzungen muss darüber hinaus ein Abstand von mehreren Wochen liegen. Außerdem kann es nach der Behandlung kurzzeitig zu Schwellugen und Rötungen kommen, die Abheilen müssen.

Da das benötigte Melanin besonders in dunklen Haaren vorhanden ist, eignet sich diese Methode zudem weniger gut, wenn Sie besonders helle Haare haben. Je dunkler das Haar, desto besser klappt die Entfernung. Helles Haar weist zu wenig Melanin auf, das der Laser jedoch braucht, um die Wärme weiter zu den Haarwurzeln zu transportieren, diese zu zerstören und den Haarwuchs damit zu stoppen. 

Möchte Sie eine dauerhafte Haarentfernung für großflächige Stellen, müssen Sie mit einigen hundert Euro für mehrere Sitzungen rechnen. Kleine Stellen, die in einer oder wenigen Sitzungen behandelt werden können, belaufen sich auf um die 100 Euro. Meist hält die Behandlung mehrere Jahre vor. Auch die Verletzungs- und Komplikationsgefahr ist bei der Lasermethode gering.

Dauerhafte Haarentfernung durch Lichtimpulse (ILP – Intensed Pulsed Light)

Bei der ILP-Methode nimmt das im Haar enthaltene Melanin Lichtenergie auf, die in wechselnder Intensität auf die Haut „blitzt“. Auf diese Weise wird, genau wie bei der Lasermethode, der Haarfollikel erhitzt und zerstört. 

Da Blitzlampengeräte nicht als medizinische Produkte gelten, darf die Behandlung auch von Kosmetikern durchgeführt werden. Durch den Blitzlichtvorgang ist die Verletzungsgefahr jedoch wesentlich höher, sodass Sie eine solche Behandlung nur fachgerecht von einem Facharzt und nicht in einem Kosmetikstudio vornehmen lassen sollten. Auf diese Weise schützen Sie sich vor unerwünschten Schmerzen und Verbrennungen. 

Werden von Kosmetikstudios ILP-Geräte mit einem weniger intensiven Lichtstrahl verwendet, werden oftmals unrealistische Ergebnisse zu überzahlten Preisen versprochen. Eine dauerhafte Haarentfernung durch Geräte geringerer Leistung ist nicht möglich und hat nur eine Wirksamkeit von wenigen Monaten. Lassen Sie sich also nicht von falschen Versprechen blenden.