Gastritis: Was ist das und wie kommt es dazu?

Ursachen für eine Magenschleimhautentzündung

Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit und das Gefühl, dass jeder Bissen es schlimmer macht – viele Menschen leiden unter einer Gastritis. Was das ist, wie es dazu kommt und wie die Magenschleimhautentzündung therapiert werden kann, erklären wir hier. 

Gastritis: Was ist das?

Eine Gastritis entsteht, wenn der Schutzmantel der Magenwand beschädigt ist oder zu viel Magensäure produziert wurde. Die ätzende Magensäure kommt dann in direkten Kontakt mit der Magenschleimhaut und schädigt die Schleimhautzellen. 

Ursachen und Auslöser 

Das Magenbakterium „Helicobacter pylori“ ist der häufigste Ursache einer Gastritis. Diese Infektion ist die zweithäufigste Infektionskrankheit nach Karies – etwa 33 Millionen Deutsche leben ahnungslos mit dem fiesen Untermieter. Das Bakterium nistet sich oft schon in der Kindheit in den Magen ein, es wird von Mensch zu Mensch übertragen. Therapiert wird mit Antibiotika.

Weitere Ursachen für die Magenschleimhautentzündung: zu viel Alkohol oder Nikotin, Medikamente wie ASS, Entzündungshemmer oder schwere Erkrankungen. Auch Bakterien, Viren oder Pilze können eine akute Gastritis auslösen. Nicht zu vernachlässigen: Stress und psychische Belastungen.

Symptome einer Gastritis

Die Symptome bei einer Gastritis sind Magenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Eine chronische Gastritis bleibt oft unerkannt, weil sie keine besonderen Symptome zeigt: Bauchweh, Aufstoßen, Blähungen und Völlegefühl nach den Mahlzeiten hat man auch, wenn man ganz einfach zu viel oder zu schnell gegessen hat. Deshalb sollte man bei diesen Symptomen besser vorsichtshalber zum Arzt gehen.

Hausmittel gegen Gastritis

Wird die Entzündung früh genug behandelt, stehen die Chancen auf eine Heilung gut. In erster Linie gilt es, überschüssige Magensäure abzubauen und die gereizten Schleimhäute zu beruhigen: Einfach ein paar Tage auf Kamillentee und Schonkost wie Haferbrei und Zwieback umsteigen. Zudem lindert eine Wärmflasche die Bauchschmerzen und etwas mehr Pausen im Alltag bauen Stress ab. 

Antibiotika schalten den gefährlichen Magenkeim aus

Bei starken Beschwerden können vorübergehend Medikamente wie rezeptfreie Antazida oder verschreibungspflichtige Protonenpumpen-Hemmer eingesetzt werden. Sie neutralisieren überschüssige Magensäure oder verhindern, dass sich zu viel Säure bildet. Wer dauerhaft Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Naproxen nimmt, sollte den Arzt nach alternativen Wirkstoffen oder magenschonenden Darreichungsformen (Salben, Zäpfchen) fragen. Hilft das alles nicht, steckt oft eine Infektion mit dem Helicobacterpylori-Keim dahinter. Das Bakterium kann zu einem Magengeschwür, selten auch zu einem Tumor führen. Weist ein spezieller Atemtest den Magenkeim nach, lässt er sich mit einer Kombination aus zwei verschiedenen Antibiotika und säurehemmenden Mitteln ausschalten.