Das pralle Gesundwunder: Die Hagebutte

Das alles kann die kleine rote Frucht

Als Kinder haben wir ungeliebte Mitschüler mit Juckpulver aus dem Inneren der Hagebutte geärgert – heute trinken wir supergesunden Tee aus der getrockneten Frucht. Man kann sie auch zu Mus oder Gelee verarbeiten. Das rote Wildobst wird schon lange in der Pflanzenheilkunde geschätzt: Bereits im Mittelalter empfahl Hildegard von Bingen Hagebutten-Mus bei einem nervösen Magen. Und Gesundheits-Pfarrer Sebastian Kneipp schwor auf harntreibenden Hagebuttentee aus Fruchtfleisch und Kernen gegen Nieren- und Blasenleiden.

Vitamin C Die Hagebutte enthält extrem viel Vitamin C – mehr als Zitrusfrüchte und Sanddorn. 100 Gramm bieten etwa 1.250 mg Vitamin C. Im Vergleich: Eine Zitrone hat pro 100 Gramm nur 50 mg Vitamin C. Außerdem enthalten Hagebutten den roten Farbstoff Lycopin – dieser Wirkstoff beugt nachgewiesenermaßen Krebs vor.

Mineralstoffe Zink, Kupfer, Natrium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium sind ebenfalls enthalten – ebenso wie Gerbstoffe und Kieselsäure. Omega-3-Fettsäuren und Carotinoide mindern den Feuchtigkeitsverlust der Haut und können bei Akne helfen, Kieselsäure unterstützt die Bildung von neuem Bindegewebe.

Zubereitung Vor dem Einkochen besser die Kerne entfernen. Um die Früchte für Tee zu trocknen, breitet man die grob gehackten Beeren auf einem Baumwolltuch aus, damit sie nicht schimmeln. Später pro Tasse 2-3 TL davon mit 250 ml kochendem Wasser brühen, 10 Min. ziehen lassen.