Gerinnungsstörung: Warum Hämophilie gefährlich sein kann

Ursachen, Symptome, Behandlung

Eine Gerinnungsstörung kann lebensbedrohlich sein – lesen Sie alles zu Ursachen, Symptomen und Behandlung einer Hämophilie.

Was ist eine Blutgerinnungsstörung und welche gibt es?

Bei einer Gerinnungsstörung gerinnt das Blut nicht so, wie es sollte. Wenn man nicht aufhört zu bluten, kann dies bei einer Verletzung oder Operation lebensgefährlich sein. Am weitesten verbreitet ist die sogenannte angeborene Gerinnungsstörung, zu der die Blutungsneigung (Hämophilie) und die Thromboseneigung (Thrombophilie) gehören.

Zu der angeborenen Gerinnungsstörung zählt die Hämophilie A oder B, man spricht auch von der Bluterkrankheit. Eine häufige Form der Blutungsneigung ist auch das Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom, bei dem allerdings nicht der Gerinnungsfaktor, sondern ein bestimmtes Eiweiß fehlt. Rund 60 Prozent der betroffenen Personen leiden an einer schweren Form der Bluterkrankheit, das heißt, ihnen fehlen besonders viele Gerinnungsfaktoren.

Hinweise auf eine Gerinnungsstörung

Wenn eine Störung der Blutgerinnung vorliegt, kann sich diese durch folgende Symptome bemerkbar machen:

  • Nasenbluten
  • Zahnfleischbluten
  • Kopfschmerzen
  • Sehstörungen
  • starke bis sehr Regelblutung
  • Blut im Urin oder Stuhl

Eine leichte Form der Gerinnungsstörung macht sich meist nur durch Einblutungen bei einer Verletzung oder Operation bemerkbar. Zudem neigen Betroffene vermehrt zu Blutergüssen und blauen Flecken. Menschen mit einer Thromboseneigung sollten achtsam sein, denn Beschwerden machen sich in der Regel erst bei einer akuten Thrombose bemerkbar!

Behandlung der Gerinnungsstörung

Mithilfe von Medikamenten können beide Formen der Blutgerinnungsstörung behandelt werden. Je nach Schwere muss diese dauerhaft oder nur bei Bedarf behandelt werden. Eine Gerinnungsstörung muss man bei anderen Erkrankungen oder bevorstehenden Operationen stets angeben, damit einem beispielsweise im Krankenhaus keine gerinnungshemmenden Medikamente verschrieben werden. Menschen mit einer Thromboseneigung haben folgende Risikofaktoren:

die Antibabypille
dauerhafter Bewegungsmangel
Flüssigkeitsmangel
Geburt
Übergewicht
Rauchen
Krampfadern

Auch mit zunehmenden Alter sind Menschen einem höheren Thromboserisiko ausgesetzt.
 

 

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