Harter Stuhlgang: Diese Hausmittel helfen garantiert

Was Sie gegen einen trägen Darm tun können

14. November 2020

Jeder von uns hat mal einen harten Stuhlgang, der durchaus unangenehm bis schmerzhaft sein kann. Wir sagen, was die Ursachen sind, welche Hausmittel helfen und wann Sie zum Arzt gegen sollten.

Harter Stuhlgang - was ist das eigentlich?

Der Stuhl ist in seiner Beschaffenheit normalerweise eher weich und hat eine Wurstform - sobald man spürt, dann man zur Toilette muss, erfolgt die Entleerung des Darms ohne viel Pressen in mehr oder weniger einem Rutsch. Ein harter Stuhl ist in seiner Beschaffenheit deutlich trockener - feste Kötel sind die Folge, wobei zur Darmentleerung meist ein starkes Pressen notwendig ist. Ein harter Stuhlgang ist aber noch keine Verstopfung – erst wenn Sie mehrere Tage gar nicht zur Toilette können und merken, dass sich der Darm überhaupt nicht regt, dann sollten Sie einen Arzt aufsuchen. 

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Harter Stuhlgang – die Ursachen

Meist liegen die Ursachen für einen harten Stuhlgang in der Ernährung: Häufig wird sich zu ballasttoffarm ernährt, was den Darm träge macht. Es ist wichtig, ausreichend Vollkornprodukte, Obst und Gemüse essen, um die Verdauung in Schwung zu halten. Dazu soll man ausreichend trinken, empfohlen wird die Mindesmenge von 1,5 Litern am Tag. Gerade ältere Menschen trinken oft zu wenig, was zur Darmträgheit und einem harten Stuhl führt. Auch Ernährungsumstellungen können zum harten Stuhlgang führen, beispielsweise im Rahmen einer Diät. 

Wichtig: Vermeiden Sie unbedingt starkes Pressen beim Toilettengang – das fördert nicht nur Hämorrhoiden, sondern kann auch eine Analfissur, einen Riss im After, nach sich ziehen. Dies ist sehr schmerzhaft und verursacht Blutungen im Enddarm. In schweren Fällen kann man durch regelmäßiges sehr starken Pressen beim Stuhlgang sogar riskieren, dass der Enddarm ein Stück aus dem Anus gedrückt und nach außen gestülpt wird.

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Hausmittel gegen harten Stuhlgang

Flohsamen
Wenn der Darm mal etwas Hilfe braucht, dann haben sich Produkte wie Flohsamen beziehungsweise Flohsamenschalen bewährt. Sie sind ein zu 100 Prozent natürliches Produkt und regulieren die Darmtätigkeit sowohl bei Verstopfung als auch bei Durchfall. Die Wirksamkeit beruht auf den Schleimstoffen, die viel Wasser binden und somit als Quellmittel fungieren. Das macht den Stuhl geschmeidiger. Die Wirkung setzt ca. 12 - 24 Stunden nach Einnahme ein.

Viel Bewegung
Auch eine mangelnde Bewegung kann zur Darmträgheit führen – wer beruflich überwiegend sitzt, sollte täglich für etwas Bewegung sorgen. Einfache Spaziergänge helfen schon und verbrauchen zusätzlich Kalorien.

Ausreichend Flüssigkeit
Wie schon erwähnt, braucht ein reger Darm Flüssigkeit, Flüssigkeit und nochmals Flüssigkeit. Wer dazu neigt, das Trinken zu vergessen, sollte sich stündlich die Uhr stellen und ein Glas Wasser trinken.

Abwechslungsreiche Ernährung
Auf Ihrem Speiseplan sollten viele Vollkornprodukte stehen, Produkte aus weißem Mehl und viel Zucker sollten Sie dagegen meiden. Die in Vollkornprodukten wie Roggenbrot, aber auch in Obst und Gemüse enthaltenen Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Darm aktiv ist.  

Rohkost
Paprika, Gurken, Möhren – Rohkost ist nicht nur gesund, sie hilft auch der Verdauung auf die Sprünge. Essen Sie daher regelmäßig einen Rohkostteller oder abwechslungsreiche Salate. Tipp: Wenn Ihnen Rohkost abends auf den Magen schlägt, dann essen Sie rohes Gemüse mittags.

Datum: 13.11.2020
Autor: Tanja Seiffert

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