Heilen mit Hanf: Die Pflanze mit den Superkräften

400 noch unerforschte Wirkstoffe schlummern in der Heilpflanze

Die Zeiten, in denen Hanf (lat. Cannabis) ausschließlich ein schmuddeliges Kiffer-Image anhaftete, sind endgültig vorbei. Seit März letzten Jahres dürfen deutsche Ärzte Medizinal-Hanf wieder verordnen, die Kasse übernimmt die Kosten. Schon im 19. Jahrhundert war Cannabis, eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen der Welt, bis zu seinem Verbot 1929 eines der am häufigsten verschriebenen Medikamente. Denn die Pflanze hilft bei vielen Krankheiten.

Bei Schmerzen 

Migräne, Rheuma und Gicht lassen sich damit gut behandeln, denn Hanf lindert die Schmerzen, auch z. B. nach einer OP. Bei Krämpfen Im späteren Verlauf der multiplen Sklerose kommt es oft zu Krämpfen. Die Cannabinoide entspannen die Muskeln. Auch die unwillkürlichen Zuckungen beim Tourette-Syndrom werden gemindert. Bei Appetitlosigkeit Krebspatienten leiden während einer Chemotherapie oft unter Appetitlosigkeit. Auch hier hilft Hanf, dessen Inhaltsstoffe hungrig machen. Gleichzeitig werden Übelkeit und Erbrechen während der Therapie gelindert. Selbst bei Essstörungen wurde das Kraut schon erfolgreich eingesetzt. 

Bei Asthma 

Cannabis hat eine entspannende Wirkung auf die verkrampfte Bronchial-Muskulatur. Bei Entzündungen Erkrankungen wie Morbus Crohn oder Arthritis können gelindert werden, denn Hanf wirkt entzündungshemmend. 

Bei Depressionen 

Cannabis hellt die Stimmung auf. Deshalb wird er bei Depressionen, posttraumatischen Belastungsstörungen und ADHS eingesetzt. Medizinal-Hanf erzeugt keinen Rausch. Er wird getrocknet oder als Öl, Spray oder Kapsel angeboten.