Mit 40 noch einmal 20 sein – das biologische Alter macht es möglich

Wie man sich deutlich verjüngen kann

Häufig entwickeln sich Menschen, die eigentlich gleich alt sind, unterschiedlich. Das gilt sowohl für die äußerlichen als auch für die innerlichen Faktoren. In diesem Artikel erklären wir Ihnen zunächst, wovon Ihr biologisches Alter abhängt und was Sie tun können, um sich biologisch jung zu halten.

Was ist das biologische Alter?

Das biologische Alter wird auch als „inneres Alter“ bezeichnet und beschreibt den Zustand Ihrer Organe sowie Knochen und Nerven. Es ist weitaus wichtiger als das kalendarische Alter, da es Aufschluss über den Abnutzungs- und auch über den Leistungszustand Ihres Körpers gibt. Das kalendarische Alter sagt hingegen nichts über Ihre Vitalität, Ihren Gesundheitszustand oder Ihre Lebenserwartung aus. Biologisch gesehen liegt der Vitalitätshöhepunkt eines Menschen ungefähr bei 20 Jahren. Von da an nehmen die Vitalitätsfunktionen des Körpers wie zum Beispiel die Sehkraft oder die Fruchtbarkeit langsam ab. 

Wovon hängt Ihr biologisches Alter ab?

Zunächst einmal kommt Ihrem Erbgut eine große Bedeutung zu, wenn es um die Unterschiede zwischen biographischem und biologischem Alter geht. Sind in Ihrer Familie einige Personen von einer Organstörung betroffen, steigt auch Ihr Risiko an dieser Störung zu erkranken. Haben allerdings einige Ihrer Vorfahren ein hohes Lebensalter erreicht, wird auch Ihre Lebenserwartung höher eingeschätzt.

Allerdings sind nicht nur die Erbfaktoren wichtig, sondern vor allem auch der Zustand Ihrer Gefäße. Die Menge an Sauerstoff und Nährstoffen, die über die Gefäße im Körper verteilt werden, beeinflussen den Alterungsprozess Ihres Körpers erheblich. Sind die Gefäße also verengt, werden die Organe nicht mehr genügend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt können die Folge sein. In diesem Fall spielt auch die Nikotinaufnahme durch das Rauchen eine große Rolle, da die Blutgefäße auch hierbei einen vorzeitigen Schaden nehmen und Ihr biologisches Alter somit drastisch angehoben wird.

Andere Faktoren wie beispielsweise Stress oder ein besonders unregelmäßiger Lebensstil können Ihr biologisches Alter ebenfalls anheben und das Leben damit verkürzen. Auch Ihre körperliche Fitness hat einen Einfluss auf das biologische Alter, da diese den Zustand der Organe maßgeblich verändern kann. Wer sich wenig bewegt, viel liegt und sitzt, der altert auch biologisch schneller. Ein weiter Einflussfaktor ist Ihre Ernährung, die in Zusammenhang mit Ihrer körperlichen Fitness auch Ihr Gewicht bestimmt. Mit stärkerem Übergewicht gehen häufig Folgeerkrankungen einher, wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Verschleißerscheinungen der Gelenke. Auch diese verändern den biologischen Alterungsprozess negativ. Eine geistige Fitness ist ebenfalls nicht unbedeutend im biologischen Alterungsprozess, da auch unser Gehirn dem Alterungsprozess unterliegt, indem das Denkvermögen deutlich an Leistung verliert. Eine zunehmende Vergesslichkeit im Alter ist der erste Beweis dafür.

So können Sie Ihr biologisches Alter senken

Ein wichtiger Faktor, um Ihr biologisches Alter positiv zu beeinflussen, ist eine regelmäßige sportliche Betätigung. Ausdauersport und der Muskelaufbau stärken nicht nur die Muskeln und inneren Organe, sondern auch Ihr Immunsystem. Außerdem beugen sie Osteoporose und Herz-Kreislaufproblemen vor. Ausdauersport wie zum Beispiel Fahrrad fahren oder Schwimmen sollten Sie dabei mindestens dreimal pro Woche ausüben, um eine konstante Fitness zu halten.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung wirkt ebenfalls verjüngend. Hier gilt es, vor allem frisches Obst und Gemüse zu essen, eher pflanzliche statt tierische Fette zu sich zu nehmen und keine Konservierungsstoffe, dafür aber viele Ballaststoffe zu konsumieren. Außerdem sollten Sie für eine hohe Flüssigkeitszufuhr sorgen, indem Sie mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken. Durch diese Ernährungsweise können Sie auch Übergewicht vorbeugen, welches uns nachweislich vorzeitig altern lässt. Mit einem BMI zwischen 18 und 25 liegen Sie im Bereich des Normalgewichts, darüber hinaus kann von Übergewicht gesprochen werden.

Messen Sie außerdem regelmäßig Ihren Blutdruck. Wenn ein zu hoher Blutdruck rechtzeitig erkannt wird, kann dieser auch gut behandelt werden. Häufig bleibt er aber zunächst unbemerkt und schadet in dieser Zeit Ihren Gefäßen bereits erheblich.

Auch eine gezielte Entspannung wie Yoga oder autogenes Training hat einen sehr positiven Einfluss auf das biologische Alter. Versuchen Sie, aufkommenden Stress immer wieder durch geplante Ruhephasen zu kompensieren, um somit ein gesundes Gleichgewicht zwischen Stress und Entspannung aufzubauen. Lassen Sie auch Ihre geistige Fitness nicht schleifen. Regelmäßige Denksportaufgaben oder ein häufiges Lesen können helfen, unser Gedächtnis zu trainieren und der Alterung des Gehirns entgegenzuwirken. Da sich auch ein übermäßiger Alkoholkonsum und die Nikotinaufnahme durch das Rauchen negativ auf unser biologisches Alter auswirkt, sollten Sie sich von diesen unnötigen Lastern befreien – Ihr Körper wird es Ihnen danken!

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