Nachtkerzenöl: Heilkraft aus der Natur

Gerade für Frauen so wichtig

Schon die Indianer wussten um ihre Heilkraft. Ob bei Rheuma, Störungen des Hormonhaushaltes oder Neurodermitis - Nachtkerzenöl ist ein echtes Wundermittel aus der Natur.

Die Blüten sind hellgelb, sie öffnen sich erst bei anbrechender Dunkelheit. Dann aber leuchten sie wie brennende Kerzen – daher hat die Nachtkerze ihren Namen. Die hoch wachsende Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Schon die Indianer nutzten ihre Heilkraft, vor allem bei Hautproblemen.

Omega-6-Fettsäuren

Die wirksamen Inhaltsstoffe werden aus den Samen geholt. Sie enthalten Öl, zusammengesetzt aus Gamma-Linolensäure und Linolsäure. Beide gehören zu den mehrfach ungesättigten Omega-6-Fettsäuren. Der Körper kann diese nicht selber herstellen, er holt sie sich aus der Nahrung. Der Organismus baut sie dann in die Haut ein. Dort stärken sie die Hautbarriere und helfen, die Feuchtigkeit zu halten. 

Nachtkerzenöl bei Neurodermitis

Vor allem Menschen, die unter dieser Hautkrankheit leiden, schwören auf Nachtkerzenöl. Forscher haben herausgefunden, dass bei einem Teil der Neurodermitis-Patienten möglicherweise ein Enzym fehlt, das die Omega-6-Fettsäuren im Körper umwandelt. Dieser Defekt könnte unter anderem die Beschwerden einer Dermatitis hervorrufen. Dagegen hilft Nachtkerzenöl, das äußerlich auf die Haut aufgetragen wird.

Sie kann noch mehr

Nachtkerzenöl tut vor allen Dingen uns Frauen gut: Bei Spannungsgefühl in der Brust vor der Menstruation, beim Prämenstruellen Syndrom, Störungen des Hormonhaushaltes und auch bei Kinderwunsch kann das Öl der Heilpflanze helfen. Allerdings tritt die Wirkung – wie bei vielen anderen natürlichen Wirkstoffen auch – erst nach drei bis vier Monaten ein. Da ist Geduld gefragt.

Linderung von Rheuma

Studien zeigten, dass Nachtkerzenöl auch bei rheumatoider Arthritis hilft. Im Handbuch der Arzneipflanzen wird eine Tagesdosis von zwei bis drei Gramm empfohlen. Nachtkerzenöl gibt’s als Kapseln oder Öl in der Apotheke.