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Schlafstörung: Ursachen und Hilfe

Neue Behandlungsmethoden aus der Schlafforschung

Morgens voller Tatendrang aus dem Bett hüpfen? Für immer mehr Menschen bleibt das ein Traum. Bei vielen ist die innere Uhr aus dem Gleichgewicht geraten, die Folge sind u.a. Schlafstörungen. Dank neuester Forschung kann man aber dem gestörten Schlaf-Rythmus auf die Sprünge helfen.

Über 20 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Schlafproblemen. Frauen trifft es dabei leider doppelt so häufig wie Männer. Vor allem wenn man sich abends stundenlang in den Schlaf wälzt und nachts immer wieder wach wird, sollten man darüber nachdenken, seine Schlafstörungen zu behandeln. Immerhin fühlt man sich nach so unruhigen Nächten morgens nur „als halber Mensch“, schlecht gelaunt und unzufrieden.

Wichtiger Schlafrythmus

Ein gesunder Schlaf sollte bei einem Erwachsenen zwischen 6 und 8,5 Stunden liegen. Bekommt man davon zu wenig ist es für unser Gehirn eine Dauerbelastung: „Ist die natürliche Schlaf/Wach-Abfolge gestört, gerät der Wechsel zwischen Tiefschlaf- und Traumphasen aus dem Takt und damit die notwendige Erholung von Körper und Gehirn. Vor allem das psychische Wohlbefinden leidet, Aggressivität wechselt ab mit Selbstzweifeln, Depressionen kommen auf“, so der renommierte Experte für Schlafbiologie, Prof. Dr. Klaus Wahle.  Hinzu kommt, dass durch zu wenig Schlaf die Konzentrationsfähigkeit gemindert wird, die Leistungsfähigkeit eingeschränkt und die Arbeitsproduktivität um 39 Prozent sinkt. Gravierende Einschnitte im Alltag, die Behandlung benötigen!

Gute Nacht!

Gesteuert wird unser Schlafablauf vor allem durch das Schlafhormon Melatonin. Es wird kurz nach Anbruch der Dunkelheit aktiv. Etwa zwei Stunden nach Beginn der Melatonin-Produktion setzt dann im Normalfall eine gesunde Müdigkeit ein, die den Körper auf den kommenden Schlaf einstimmt. Das Maximum des Melatonin-Spiegels wird zwischen drei und vier Uhr nachts erreicht. Danach beginnt die zweite Nachthälfte, der Melatonin-Spiegel sinkt wieder und das Aufwachen beginnt.

Schlafstörungen behandeln

Natürlich kann man dem Schlaf-Hormon mithilfe von Tabletten auf die Sprünge helfen. Allerdings: „Um chronobiologische Prozesse zu harmonisieren, muss die natürliche, körpereigene Melatonin-Versorgung über einen Zeitraum von mehreren Stunden hinweg möglichst exakt imitiert werden. Wird das Hormon zu schnell oder in zu hoher Konzentration freigesetzt, hat dies eher eine schädigende Wirkung. Vor Melatonin aus dem Internet will ich aus diesem Grund ganz ausdrücklich warnen“, so Prof. Wahle.
Damit das zugefügte Melatonin genauso wirkt wie das Körpereigene, sollte man die von Ärzten speziell entwickelten, sogenannte Retard-Tabletten nehmen. Ihr Wirkstoff wird verzögert freigesetzt und stellt so das Schlafmuster auf natürliche Weise wieder her. Eine groß angelegte Studie mit mehr als 600 Patienten konnte die positive Wirkung nachweisen: Schon nach einer dreiwöchigen Behandlung war bei den Probanden eine deutliche Verbesserung der Schlafqualität zu beobachten, eine Verbesserung, die über den Behandlungszeitraum hinaus anhielt – ohne Gewöhnungseffekt oder Abhängigkeit.

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