Glücklich sein: Kleines Training für den Alltag

Ab jetzt nur noch happy

Das Leben rundum happy gestalten – das geht. Wir müssen einfach unsere Gedanken in die richtigen Bahnen lenken. Denn Glücklich sein, kann man tatsächlich trainieren. Und los!

Die Suche nach dem Glück ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Schon in der Antike fragten sich Gelehrte, was dieses besondere Gefühl auslöst. Inzwischen wissen wir: Glück lässt sich nicht an äußeren Zuständen festmachen. So kann ein Mensch, der, wie man so schön sagt, alles hat, was man zum Glücklichsein braucht, verstimmt sein. Anders herum muss jemand, der täglich von der Hand in den Mund lebt, nicht traurig sein.

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Glück ist laut Experten viel mehr eine Frage der inneren Einstellung. Oder wie es Yves-Alexandre Thalmann in seinem Buch „Es ist nie zu spät, um glücklich zu sein“ ausdrückt: Glück erfüllt uns, je nachdem, wie wir Ereignisse in unserem Leben wertschätzen. Wenn es nach dem Psychologen geht, muss in unserem Kopf ein Umdenken stattfinden. Er hat ein Konzept entwickelt, das uns Glück in allen Lebensphasen verspricht. Zum einen müssen wir unsere gegenwärtige Achtsamkeit trainieren und lernen, im Hier und Jetzt zu leben. Wenn wir etwa unsere Freundinnen zum Essen treffen, die meiste Aufmerksamkeit aber unserem Handy schenken, bleibt das Glücksgefühl aus. Zum anderen gilt es, seine Erinnerungen und Erfahrungen zu nutzen und den Blick bewusst auf die bereichernden Momente des Lebens zu richten. So blickt man in eine positive Zukunft.

Die Gegenwart bewusst genießen

Wer im Augenblick lebt und die schönen Momente wahrnimmt, fühlt den Rausch der Zufriedenheit

Reflektiert bleiben

Je mehr Aufmerksamkeit wir negativen Gedanken geben, desto größere Bedeutung erlangen sie. Wenn wir jedoch begreifen, dass ein Gedanke nur ein Gedanke und nicht Realität ist, nehmen wir ihm die Macht. Um sich von einem Gedanken zu distanzieren, kann es helfen, ein paar einleitende Worte davor zu setzen, wie etwa: „Mein Geist flüstert mir ein, dass ...“

Positive Gedanken verstärken

Je mehr wir uns auf schöne Dinge konzentrieren, desto wohler fühlen wir uns. Wenn wir etwas Positives erleben, sollten wir so oft es geht daran denken. Tipp: die Erlebnisse in einem Tagebuch festhalten.

Zeit für wohltuende Tätigkeiten

Planen Sie Aktivitäten ein, die Ihnen Spaß bereiten. Am besten solche, die Sie in Gesellschaft mit Gleichgesinnten bringen.

Dankbare Haltung einnehmen

Viele Sachen wissen wir erst wirklich zu schätzen, wenn wir sie plötzlich nicht mehr haben. Ein wichtiger Tipp der Glücksexperten lautet deshalb: Freuen Sie sich besonders an den vermeintlich selbstverständlichen Dingen Ihres alltäglichen Lebens. Hierbei kann der Abwärtsvergleich hilfreich sein. Etwa so: „Mein Auto ist zwar nicht mehr das Neueste, aber immerhin habe ich einen fahrbaren Untersatz.“ Eine dankbare Haltung führt auch zu einer positiven Sichtweise.

Seine eigene Geschichte finden

Auch wenn wir nicht nur schöne Erinnerungen haben an früher – wir können so mit unserer Vergangenheit umgehen, dass sie uns stärkt

Angenehmes hervorheben

Unser Kopf gibt ein Ereignis nicht genau so wieder, wie es wirklich stattgefunden hat. So kann ein einzelnes Detail dafür sorgen, dass wir eine eigentlich schöne Erfahrung als negativ abspeichern. Um das zu vermeiden, hilft es, ein Ereignis in einzelne Abschnitte zu unterteilen und sich dabei auf die angenehmen Momente zu konzentrieren.

Besonderes festhalten

Sammeln Sie Erinnerungen, die die Routine des Alltags durchbrechen. Eine Reise ins Ausland, ein Musical-Besuch ... Das gibt Ihnen das Gefühl, Ihr Leben in vollen Zügen auszukosten. Und: Machen Sie Fotos, wenn Sie etwas Außergewöhnliches erleben.

Erinnerungen pflegen

Denken Sie so oft es geht an bereichernde Augenblicke. Mit positiven Erinnerungen ist es wie mit schönen Blumen: Wenn wir sie nicht gut hegen und pflegen, verwelken sie mit der Zeit.

Ereignisse verschönern

Unsere Erinnerungen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern stetigen Veränderungen unterworfen. Was hindert uns also daran, sie um ein paar Details anzureichern? Dabei geht es natürlich nicht darum, Dinge zu erfinden, die mit der Realität absolut nichts mehr zu tun haben, sondern Einzelheiten ein wenig aufzupolieren – so wie Verliebte häufig ihr eigentlich zufälliges Kennenlernen in eine vom Schicksal vorbestimmte Begegnung umdichten.

Trübsinn vertreiben

Wir trauern nur zu gerne „der guten alten Zeit“ nach, sinnieren über vermeintlich verpasste Chancen und versinken dabei im Sumpf des Bedauerns. Diese Nostalgie tut uns nicht gut und ist Gift für unser Glücksempfinden. Halten wir uns stattdessen vor Augen, dass wir viele erfüllende Momente erlebt haben. Es liegt schließlich in unserer Hand, zu entscheiden, wie wir ein vergangenes Ereignis bewerten wollen.

Die Zukunft gestalten

Unsere Vorstellungskraft ist ein mächtiger Verbündeter, wenn es darum geht, mehr Strahlkraft in unseren Alltag zu bringen. Wir müssen sie nur richtig einsetzen.

Vorfreude entwickeln

Malen Sie sich anstehende Erlebnisse so bunt und detailreich wie möglich aus. Planen Sie etwa einen Restaurantbesuch mit Ihrer Freundin, freuen Sie sich auf das leckere Essen, die freundliche Bedienung, die Atmosphäre ...

Gute-Laune-Ziele setzen

Suchen Sie sich Ziele, die Sie fröhlich stimmen – egal, ob im Beruf oder Privat. In Erwartung dieser Ziele schüttet das Gehirn Botenstoffe aus, die für Lust an der Sache und Freude sorgen.

Den Blick weiten

Häufig konzentrieren wir uns nur auf ein einziges Element in unserem Leben und betrachten es als den Schlüssel zum Glück. Sei es eine Liebesbeziehung oder der Job. Das kann trügerisch sein, denn Beziehungen können zerbrechen, und auch auf der Arbeit kann es zu unerwarteten Veränderungen kommen. Daher ist es ratsam, sich von dieser Illusion zu befreien und sich stattdessen gleich auf mehrere Aspekte zu fokussieren, die zum persönlichen Wohlbefinden beitragen.

Sorgen vertreiben

Nur zu oft malen wir uns unsere Zukunft düster aus. Wir sorgen uns um unsere Rente oder um unsere Beziehung. Doch solche Gedanken sind nur dann sinnvoll, wenn sie uns zur Vorsorge und zur Vermeidung von Gefahren animieren. Andernfalls kosten sie bloß Kraft und bringen uns nicht weiter. Wenn die Gedanken mal wieder kreisen, fragen Sie sich: Nützt mir die Grübelei? Wenn nicht, halten Sie sich ein Stoppschild vor Augen, oder rufen Sie, wenn Sie alleine sind, laut: Stopp!

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