Anti-Pollution: So schützen wir unsere Haut vor Verschmutzung

Die beste Hautpflege gegen äußere Umwelteinflüsse

Nicht nur die Zeit setzt dem Teint zu. Im täglichen Leben hat er auch noch mit Feinstaub aus der Luft, Ozon und UV-Strahlen zu tun. Das alles hinterlässt Spuren auf unserer Haut, die man irgendwann auch sieht. Jetzt heißt es: gezielt handeln und die Haut vor äußeren Umwelteinflüssen schützen.

Umweltverschmutzung geht alle etwas an, auch unsere Haut – wie jüngste Untersuchungen beweisen. Wer sie lange schön straff und jugendlich erhalten möchte, sollte sie vor Belastungen aus der Luft schützen. Das gilt besonders für Frauen, die in Großstädten leben. Wie gut, dass die Kosmetikindustrie mehr und mehr auf sogenannte „Anti-Pollution“-Produkte setzt. Doch was genau steckt dahinter und wie funktionieren sie auf der Haut?

 

Verschmutzte Luft - Was mit der Haut passiert

Wenn man an negative Auswirkungen von Luftverschmutzung denkt, fallen einem zunächst Schäden ein, die beim Einatmen entstehen. Das aber auch die Haut als unser größtes und direkt exponiertes Organ angegriffen wird, hat man erst jüngst in seinem ganzen Ausmaß entdeckt. Prompt haben die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Beauty-Konzerne reagiert: Das englische Wort „Pollution“ kann mit den deutschen Begriffen „Belastung“ oder Umweltverschmutzung“ übersetzt werden. „Anti“ meint „gegen“, also wird schnell klar, wobei es bei den neuen Cremes, Seren & Co. geht: Sie wollen der Hautverunreinigung und daraus resultierenden -alterung etwas entgegen setzen. Denn vor allem die Belastung der Haut durch Metallpartikel in der Luft, verursacht durch Verbrennungsprozesse von Autos oder Kraftwerken, erzeugt oxidativen Stress in der Haut. Diese Teilchen sind zehn bis zwanzig Mal kleiner als eine Pore und können dadurch tief in die Epidermis eindringen. Dort kommt es dann zur Bildung von freien Radikalen, welche die Zellen angreifen und die Hautbarriere schädigen. Die Auswirkungen werden schnell sichtbar: Der Teint verliert an Leuchtkraft, er wirkt müde und grau. Kollagenabbau führt zu frühzeitiger Alterung, die Elastizität lässt nach, Fältchen bilden sich. Produkte mit antioxidativen Wirkstoffen neutralisieren freie Radikale und schützen die Haut effektiv.

Unreine Haut? Das könnte der Grund sein

Studien, die der französische Kosmetikhersteller La-Roche-Posay in Auftrag gegeben hat, haben auch einen deutlichen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und zu Pickeln neigender Haut hergestellt. Das Ergebnis: Je höher der Grad der Belastung, umso voller die Hautarztpraxen mit Aknepatienten – und das ist nicht nur ein Phänomen im weit entfernten Asien oder in riesigen Großstädten wie London oder Paris, sondern auch bei uns! Ursache ist auch hier die verunreinigte Luft, durch die unsere Talgdrüsen vermehrt Sebum produzieren. Mit dem Talg vermehren sich die Bakterien auf der Haut, was wiederum zu Pickeln führen kann. Wenn Sie sich also immer schon über Ihre Erwachsenenakne gewundert haben, könnte vielleicht Ihr Wohnort und die damit zusammenhängende Belastung der Haut eine Erklärung dafür sein.

Die Lösung im Bad - Wie Pflege jetzt helfen kann

Das Ziel der Beauty-Routine liegt in der „Entgiftung“(deshalb oft auch die Produktbezeichnung „Detox“) der Haut und dem Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen. In der Praxis gilt hier zunächst die altbewährte Regel: Abends immer abschminken bzw. das Gesicht gut reinigen – gegebenenfalls auch mit einem elektrischen Reinigungsbürstchen, das optimiert das Resultat. Denn so werden nicht nur Make-up-Reste entfernt, sondern auch alle Schmutzpartikel, die sich im Lauf des Tages auf der Haut angesammelt und in den Poren festgesetzt haben. Das hilft den Zellen, sich in der Nacht zu erholen. Eine reparierende Nachtcreme unterstützt diesen Prozess. Morgens ist es wichtig, auf eine Tagespflege zu setzen, die einen Lichtschutzfaktor von mindestens 15 hat sowie über antioxidative Inhaltsstoffe wie die Vitamine A, C, E und beispielsweise das Enzym Q10 verfügt – sie alle haben sich als wirkungsvolle Radikalfänger erwiesen. So wird die Regeneration gefördert und frühzeitiger Hautalterung wirkungsvoll vorgebeugt. Wer unter „Akne tarda“ leidet, also Hautunreinheiten jenseits der Pubertät, greift zusätzlich zu Reinigungs- und Pflegeprodukten mit antibakteriellen und die Sebumproduktion regulierenden Inhaltsstoffen wie etwa Salicylsäure.