Was hilft gegen Herpes?

Kampf den juckenden und schmerzenden Bläschen

Fast jeder trägt den Virus in sich. Ein Mittel gibt es noch immer nicht dagegen. Nur die Herpes-Symptome lassen sich gut behandeln. Was hilft also gegen Herpes?

Wenn es im Mundwinkel oder an der Lippe kribbelt und brennt, wenn sich juckende Bläschen bilden, dann sind das meist Symptome für Lippenherpes, den so genannten Herpes labialis. Er wird von einem Virus ausgelöst. Viele Menschen tragen ihn jahrelang ahnungslos in sich, bis er erstmals aktiv wird.

Ein Mittel gegen den Virus gibt es bisher nicht

In den meisten Fällen wird die Erkrankung durch das Herpes simplex-Virus Typ I, sehr selten durch Typ II hervorgerufen. Rund 80 bis 90 Prozent der Deutschen sind mit dem Erreger infiziert. Ein Mittel dagegen gibt es bisher nicht, es können nur die Symptome behandelt werden. Und: Der Virus kann jederzeit wieder ausbrechen.

Nicht mit den Fingern an der Blase herumdrücken

Die goldene Regel lautet: Finger weg. Auch wenn es verlockend erscheint, am Bläschen herumzudrücken – das ist genau der falsche Weg. Die Wunde kann sich so noch mehr entzünden, da mit der Berührung mit den Fingern noch andere Bakterien übertragen werden. Und die Blase selbst stellt eine Infektionsgefahr dar, denn die Flüssigkeit kann beim Platzen des Bläschens weitere Hautstellen infizieren.

Sonne, Stress und Fieber können Auslöser sein

Was genau die Ursachen dafür sind, dass die Viren irgendwann aus ihrem Ruhezustand geweckt werden, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Aber man vermutet, intensive Sonneneinstrahlung, hormonelle Veränderungen, Fieber oder auch Ekel. Denn Ekel verursacht Stress, sorgt für vermehrte Adrenalinproduktion und damit auch für eine Schwächung des Immunsystems.

Essig oder Alkohol trocknen den Herpes aus

Lippenherpes dauert unbehandelt etwa sieben bis zehn Tage. Viele Betroffene greifen zu austrocknenden Hausmitteln. Aber wenn man das Austrocknen des Herpesbläschens beschleunigen will, kann das die Wundheilung sogar verlangsamen. Zahnpasta, Essig oder Alkohol dürfen nicht zum Einsatz kommen, da sie die heilende Wundkruste lösen können. Auch Teebaumöl ist kein Herpes-Hausmitttel, es könnte die Haut zusätzlich reizen und außerdem eine Allergie auslösen.

Was hilft gegen Herpes? Am besten Mittel aus der Apotheke

Cremes aus der Apotheke mit dem Wirkstoff Aciclovir oder Penciclovir helfen, den Herpes schneller in den Griff zu bekommen. Melissenextrakt (Apotheke) soll ebenfalls gut helfen. Auch Produkte mit Zinksulfat werden empfohlen – beides hindert den Virus daran, in die Zelle einzudringen. Ein Herpespflaster direkt auf der Lippe hungert die Viren sozusagen aus. Man sollte mit der Herpes-Behandlung schon beim allerersten Kribbeln beginnen.