Alzheimer: Anzeichen und Vorbeugung

Worauf kommt es bei der Alzheimer-Früherkennung an?

10. November 2016

Alzheimer kommt langsam und schleichend. Wir sagen, auf welche Alzheimer-Anzeichen Sie achten sollten. Und, wie Sie der tückischen Krankheit am besten vorbeugen.

5 Alzheimer-Anzeichen 

Bei diesen Symptomen gehen Sie besser gleich zum Arzt, sie sind ernste Alzheimer-Anzeichen! 

1 Vergesslichkeit: Oft stellen Demenzkranke im Gespräch immer wieder dieselben Fragen. Namen von Verwandten, Geburtstage und Termine entfallen den Betroffenen häufiger.

2 Sprache: Undeutliche, schlecht zu verstehende Sätze können erste Alzheimer-Anzeichen sein. Oft vergessen Betroffene auch, was sie eigentlich sagen wollten und reden dann irgendwas. Oder bestimmte Wörter fallen ihnen nicht mehr ein – diese werden dann durch zum Teil völlig unpassende Füllwörter ersetzt, weil die Erkrankten nicht zugeben mögen, dass etwas nicht stimmt.

3 Orientierung: Es fällt ihnen schwer, sich Orientierungspunkte zu merken, vor allem in einer unbekannten Umgebung. Sie haben manchmal sogar Probleme, im eigenen Viertel nach Hause zu finden. Und sie wissen auch öfter mal nicht, welcher Wochentag gerade ist.

4 Kleidung: Patienten mit Alzheimer ziehen oft Sachen an, die überhaupt nicht zur Jahreszeit passen. Oder sie tragen ein bunt zusammengewürfeltes Outfit.

5 Persönlichkeit: Viele Betroffene werden leicht reizbar, sie fangen immer öfter Streit an und werden extrem misstrauisch. Auch große Stimmungsschwankungen können ein Alzheimer-Anzeichen sein.

Die vier Säulen: Alzheimer vorbeugen

Alles, was die grauen Zellen lange fit und agil hält, hilft dabei, Alzheimer vorzubeugen. 

1 Ernährung: Experten empfehlen mediterrane Küche. Das bedeutet: viel Obst und Gemüse, wenig rotes Fleisch, Milch und Milchprodukte, dafür mehr Geflügel, Olivenöl. Ein gutes Raps- oder Sonnenblumenöl geht auch, wichtig sind die essenziellen Fettsäuren. Ebenso wichtig sind die Vitamine E, C und das Provitamin A – enthalten in Avocado, Karotten, Paprika und Beeren. Und: Eine englische Studie ergab, dass Vitamin D-Mangel das Alzheimer-Risiko stark erhöht.

2 Bewegung: „In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“, lautet eine alte römische Weisheit. Mehrere internationale Studien bestätigen das: Bewegung fördert die geistige Leistungsfähigkeit und ist die beste Vorbeugung gegen Alzheimer. Denn dann wird das Gehirn besser durchblutet, im Hippocampus bilden sich neue Nervenzellen. Dabei ist es unwichtig, wie und wo man sich bewegt, die Regelmäßigkeit ist entscheidend. Experten empfehlen täglich eine halbe Stunde und am besten sanfte Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Walken.

3 Soziales Leben: Ein ständiger Austausch mit anderen Menschen fordert und fördert das Gehirn. Denn werden in Gesprächen Neuigkeiten und Gedanken ausgetauscht, dann bilden sich neue Synapsen zwischen den Gehirnzellen, sie werden so miteinander verknüpft, Informationen werden ausgetauscht und abgespeichert. Eine amerikanische Studie ergab: Wer wenig mit anderen Menschen zu tun hat, wird krank. Einsamkeit ist so schädlich wie Rauchen, Bluthochdruck und Übergewicht – und sogar noch gefährlicher als Bewegungsmangel.

4 Gehirn-Training: Unsere grauen Zellen möchten gefordert werden. Wenn man von seinem Gehirn nichts verlangt, wird es träge, denn es ist wie ein Muskel, der Bewegung braucht. Es spricht nichts dagegen, auch noch in höherem Alter zum Beispiel eine neue Sprache zu lernen. So bleibt man geistig beweglich. Auch gut: regelmäßig Zeitung und Bücher lesen, Kartenspiele wie Skat oder gar Bridge und vor allem: neugierig und interessiert an seiner Umgebung bleiben!