Demenz vorbeugen: 10 Tipps, die das Risiko senken

Altersvergesslichkeit frühzeitig bekämpfen

Altersvergesslichkeit ist nicht immer ein unabwendbares Schicksal. Denn Forscher haben herausgefunden, dass sich Demenz vorbeugen lässt. Da lohnt es sich doch, an dem einen oder anderen Rädchen noch zu drehen – zumal die Tipps, die die Experten uns geben, uns auch gegen etliche sogenannte Zivilisationskrankheiten schützen könnten.

Laut Forschung kann die Zahl derer, die an der einen oder anderen Form der Demenz erkranken, sich erheblich reduzieren lassen, wenn bekannte Risikofaktoren von Kindheit an konsequent bekämpft würden. Bis zu einem Drittel aller Demenzfälle könnten so weltweit verhindert werden! 

1. Schlafen Sie sich richtig aus

Bestimmte Eiweißstoffe führen zu Alzheimer, wenn sie sich in größeren Mengen im Hirn ablagern. Sie werden offenbar besser abgebaut, wenn wir genug schlafen. Wer nachts Atemaussetzer (Schlafapnoe) hat, sollte diese behandeln lassen - sie fördern Demenzen.

2. Fordern Sie sich selbst heraus!

Jede Art von Herausforderung aktiviert Ihr Hirn. Machen Sie ein 1000-Teile-Puzzle oder lösen Sie komplizierte Sudokus. Auch bei komplizierten Strickmustern muss das Gehirn Leistung zeigen.

3. Achten Sie auf Herz und Blutdruck

Bluthochdruck oder ein schlecht eingestellter Blutdruck erhöhen das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle. Aber dadurch leidet auch das Hirn, wie mehrere internationale Studien zeigen. Lassen Sie hohen Blutdruck behandeln!

4. Ernähren Sie sich möglichst gesund!

Viel Obst und Gemüse, magere Milchprodukte, Vollkorn, Geflügel, Fisch und Nüsse, aber wenig rotes Fleisch, wenig Zucker und Süßes (inkl. Getränke), wenig gesättigte Fette und wenig Salz: So sieht eine ausgewogene Ernährung aus, die dem Körper ein Leben lang gut tut und auch den Geist gesund erhalten kann.

5. Treffen Sie sich mit Familie und Freunden!

Soziale Kontakte und Aktivitäten - ob beim Kartenspiel oder in der Sportgruppe - halten den Geist in Schwung. Und das kann einer Demenz vorbeugen. Wer schwerhörig wird, sollte darum rechtzeitig für ein Hörgerät sorgen. Denn wenn das Hören anstrengend wird, ist oft sozialer Rückzug die Folge - und der macht eine Demenz wahrscheinlicher.

6. Hören Sie mit dem Rauchen auf!

Der Zigarettenkosum erhöht zumindest die Gefahr für jene Form der Demenz, die durch verkalkte Blutgefäße im Gehirn verursacht wird. Zu diesem Ergebnis kam eine große Studie der Erasmus-Universität in Rotterdam, in der 7000 Personen im Alter über 55 Jahre längere Zeit beobachtet worden waren.

7. Schützen Sie Ihren Kopf gut!

Mit jeder Kopfverletzung erhöhen Sie Ihr Demenzrisiko. Beim Radeln sollten Sie darum einen Helm tragen und sich im Auto immer anschnallen. Sturzfallen daheim (z. B. lose Kabel) entfernen!

8. Bringen Sie Ihr Gehirn öfter richtig auf Trab!

Wer in jungen Jahren eine gute Bildung genoss, hatte einen super Start fürs Hirn. Aber es tut den grauen Zellen ein Leben lang noch gut, Neues zu lernen. Sie könnten sich zum Beispiel für einen VHS-Kurs einschreiben oder etwas online studieren, was Sie immer schon interessiert hatte …

9. Bleiben Sie in Bewegung!

Mangelnde Bewegung schadet auch dem Hirn. Zahlreiche Studien zeigen: Das Risiko eines geistigen Abbaus sinkt bei körperlicher Aktivität. Denn mit Sport und leichten körperlichen Übungen verstärken Sie die Blut- und Sauerstoffzufuhr im Gehirn.

10. Ein gesunder Geist ist wichtig

Sie fühlen sich depressiv oder leiden unter Ängsten? Dann scheuen Sie sich nicht, einen Arzt aufzusuchen und sich behandeln zu lassen. Studien zeigen, dass geistige Gesundheit das risiko für Demenzen mindert. Traumatische Ereignisse können es dagegen erhöhen. Psychologen können beim Verarbeiten helfen.