Migräne-Impfung: Endlich Hilfe für Betroffene?

Viele Patienten reagierten in einer Studie sehr gut auf die neue Methode

Es hämmert und pocht, jeder Schritt macht den Kopfschmerz noch schlimmer, dazu kommen Übelkeit und Erbrechen, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit – rund acht Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Migräne und nehmen regelmäßig Medikamente ein. Doch jetzt gibt es gute Nachrichten: In den nächsten Monaten kommt endlich die langersehnte Migräne-Impfung. Sie wurde in internationalen Schmerz-Zentren getestet – mit wirklich vielversprechenden Ergebnissen.

Antikörper Und so funktioniert die Migräne-Impfung: Dem Patienten werden sogenannte monoklonale Antikörper gespritzt. Das sind künstlich hergestellte Eiweiße, die den Botenstoff CGRP hemmen. Untersuchungen haben gezeigt, dass dieser Botenstoff an der Entstehung einer Attacke und auch an der Weiterleitung des Schmerzes beteiligt ist. 50 Prozent der Studien-Teilnehmer reagierten sehr gut auf diese Antikörper: Die Anzahl der Attacken ging um die Hälfte zurück. Bei 15 Prozent war die Migräne komplett verschwunden. Die Patienten bekommen vorbeugend alle vier bis sechs Wochen eine Injektion, sie können sich die Spritze auch selber geben. 

Genug schlafen Was genau die Attacken auslöst, konnte bis jetzt noch nicht genau erforscht werden. Jeder Migräne-Patient hat andere sogenannte Trigger. Mal ist es Stress, mal Rotwein, mal Schokolade, mal das Wetter. Aber über eines sind sich die Ärzte einig: Zu wenig Schlaf ist eine der Hauptursachen für Migräne. Sie empfehlen sechs bis acht Stunden pro Nacht. Man sollte auch möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen.

Yoga Die Dehnübungen bauen Stress ab und helfen bei Kopfschmerzen. Zu anstrengend sollte das Training nicht sein, auch Übungen, die den Blutfluss in den Kopf verstärken, sind für Migräne-Patienten nicht geeignet. Mit leichtem Yoga kann man den schmerzhaften Attacken aber vorbeugen. Akupunktur Auch die kleinen Nadeln können Patienten gut helfen. Eine sechswöchige Behandlung bei chronischer Migräne hilft dabei genauso gut wie eine medikamentöse Therapie.