Mundgeruch? Was Sie wissen müssen und dagegen tun können!

Endlich Schluss mit schlechtem Atem

Wer kennt das nicht, nach einem Abend mit Tapas oder beim Griechen, kann es schon mal zu Mundgeruch kommen. Das ist äußerst unangenehm für das Gegenüber. Doch meist sind es unerhebliche und leicht zu behandelnde Gründe, die den schlechten Atem verursachen. Wir erklären Ihnen, welche Gründe vorliegen können und was gegen Mundgeruch hilft.

Die Ursachen: Was ist Mundgeruch eigentlich und wie entsteht er? 

Schätzungsweise jeder dritte bis vierte Deutsche leidet unter Mundgeruch. Genaue Zahlen gibt es dazu nicht. Mundgeruch ist ein heikles Thema, unter dem nicht nur die Betroffenen selbst leiden. Auch bei Ihren Mitmenschen erzeugt das unter dem medizinischen Fachbegriff Halitose bekannte Leiden Unbehagen. Unterscheiden müssen Sie jedoch zwischen zeitweise schlechtem Atem nach dem Essen sowie am Morgen nach dem Aufstehen und einem chronischen oder krankheitsbedingten Mundgeruch, dessen Ursachen oft in der Mund-, Rachen- oder Magengegend zu finden sind. 

Eine nachlässige Mundhygiene und die somit begünstigte Bildung von Keimen und Bakterienkulturen auf Zunge und Zahnfleisch sind einer der häufigsten Gründe für Mundgeruch. Entzündungen, Essensreste oder von Karies befallene Zähne verstärken diesen Effekt zusätzlich. Der zur Erstverdauung, Befeuchtung und Schutz der Mundhöhle gebildete Speichel spielt hier eine entscheidende Rolle. Ein zu geringer Speichelfluss hat Mundtrockenheit zur Folge und begünstigt somit die Entstehung von Bakterienkulturen und ein Pilzwachstum, die wiederum den Fäulnisgeruch auslösen können. Auch Ihre Nase und der Rachenraum sind Orte der Sekret- und Schleimproduktion, um diese vor den mit der Atemluft transportierten Keimen und Schmutzpartikeln zu schützen. Vor allem durch eine Schädigung Ihrer Nasenschleimhaut oder deren Austrocknung kann es auch hier zur verminderten Sekretproduktion kommen, und somit zu einem Bakterienwachstum und verschlechtertem Mundgeruch.

Ursachen für schlechten Atem im Verdauungstrakt zu suchen, ist erheblich seltener, jedoch auch als ein möglicher Faktor zu berücksichtigen. Erkrankungen wie Sodbrennen oder Speiseröhrenentzündungen können unter anderem Symptome wie Mundgeruch mit sich führen und sind ärztlich zu untersuchen und zu behandeln. Auch Unverträglichkeiten oder Nahrungsmittelallergien wie zum Beispiel eine Laktoseintoleranz sind abzuklären, um sie als mögliche Ursache von schlechtem Atem zu identifizieren.

Diagnose: Mundgeruch – jedoch mit welchem Hintergrund?

Wie genau lässt sich Mundgeruch überhaupt feststellen? Dazu sind wohl am besten Sie selbst oder Ihnen nahestehende Menschen, mit denen Sie über das oft unangenehme Thema vertraulich sprechen können, in der Lage. Auch um sich selbst gesundheitlich zu schützen, sollten Sie Ihre Mundhygiene aufmerksam überwachen und mögliche Veränderungen dokumentieren, da schließlich auch ernsthafte physische Erkrankungen zugrunde liegen könnten.

Ein medizinisches Diagnoseverfahren für schlechten Atem stellt die Gas-Analyse beim Zahnarzt dar. Hierbei wird Ihre Atemluft analysiert und mögliche Ursachen können bereits erfasst werden. Ergeben sich Hinweise auf tieferliegende Erkrankungen oder Faktoren, werden weitere Untersuchungen durch Ihren Arzt in die Wege geleitet, wie beispielsweise Atem- und Bronchialtests oder bildgebende Verfahren in Magen und Speiseröhre. 

Behandlungsmethoden: Was kann gegen das lästige Leiden unternommen werden?

Der einfachste Weg zur Verminderung von Mundgeruch ist die regelmäßige und ordentliche Mundpflege. Zähneputzen und das Verwenden von Zahnseide zur Beseitigung von Speiseresten zwischen den Zähnen sind eine wichtige Basis, um die Keimproduktion auf Zahnfleisch und Zunge zu kontrollieren. Sollten Sie Zahnprothesen oder Zahnspangen tragen, sollten Sie auch deren regelmäßige Reinigung nicht vergessen, um Ihre Mundhygiene nicht zu gefährden. 

Eine falsche Ernährung durch zu viel Zucker, Alkohol und fetthaltige Lebensmitteln kann ebenfalls einen negativen Beitrag leisten und unter anderem die Austrocknung der Mundhöhle begünstigen. Auch das Rauchen ist bekannt für seine negativen Auswirkungen auf den Atem und die Zähne und sollte hierbei ausreichend bedacht und bestenfalls aufgegeben werden. Natürlich ist der regelmäßige Gang zum Zahnarzt, um mögliche Ursachen wie Karies und Entzündungen des Zahnfleisches oder Rachenraumes auszuschließen, essentiell für Ihre Mundhygiene.

Neben den in der Apotheke erhältlichen Medikamenten gibt es ohne Frage auch reichlich einfache Hausmittel, die Sie in Ihrem Kampf gegen den Mundgeruch unterstützen können:

  • Ein bewährter Geheimtipp zur Unterstützung der Mundflora sind Probiotika. In verschiedenen Formen unterstützen sie den Magen-Darm-Trakt sowie die, zur Speichelzufuhr und Nahrungsmittelzerkleinerung, an der Verdauung beteiligte Mundhöhle.
  • Eine sehr einfache, aber doch wirksame Methode gegen unerwünschten Mundgeruch ist des Weiteren eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Das regelmäßige Trinken von Wasser fördert nicht nur Ihre allgemeine Gesundheit und hat positive Auswirkungen auf Ihr Hautbild, sondern verhindert auch die Austrocknung von Risikobereichen wie Rachen und Mund. Den Konsum zu großer Mengen an zuckerhaltigen Getränken und Kaffee sollten Sie jedoch vermeiden. 
  • Ein weiteres natürliches Hausmittel gegen anhaltend schlechten Atem sind verschiedene Kräuter wie Salbei, Minze und Kamille aber auch Petersilie, die das Milieu in Mund und Rachen stärken und Bakterien beseitigt.