Tipps für eine gesunde Darmflora

Braucht mein Darm Unterstützung?

Mit sinkenden Temperaturen und nass-stürmischem Wetter steigt nicht nur das Risiko für Erkältungen, sondern auch für Magen-Darm-Erkrankungen. Eine gesunde Darmflora ist da essentiell. Was wir dafür tun können? Das verraten wir Ihnen hier.

Verliebte haben Schmetterlinge im Bauch. Leider spielen Magen und Darm auch bei Stress und Ängsten verrückt. Das hängt mit der Darm-Hirn-Achse zusammen: Im Verdauungstrakt gibt es 100 bis 200 Millionen Nervenzellen, die zwar primär die Verdauung steuern, aber auch mit unserem Gehirn kommunizieren.

Magen-Darm-Infekte im Winter besonders häufig

Und wenn er uns erwischt hat, geht erst mal nichts mehr: 13 Millionen Deutsche erkranken mindestens einmal jährlich an akutem Durchfall (med. Diarrhö). In der kalten Jahreszeit sind Magen-Darm-Infekte besonders häufig. Das liegt zum einen daran, dass viele Durchfallerreger tiefere Temperaturen mögen, etwa die Noroviren. Außerdem halten wir uns häufig mit mehreren Menschen in Innenräumen auf.

Reizdarm 

Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Infektionen, Entzündungen oder eine bakterielle Fehlbesiedlung bringen den Darm aus dem Takt. Wenn aber keine organischen Beschwerden vorliegen und Symptome wie Darmkrämpfe, Völlegefühl, Verstopfung oder Durchfall länger als drei Monate anhalten, kann ein Reizdarmsyndrom vor.

Eine starke und gesunde Darmflora ist der beste Schutz

Das Beste ist natürlich, wir schützen uns direkt. Besonders wichtig ist da eine gesunde Darmflora. Doch wie können wir sie aufbauen und stabilisieren? Dabei hilft Arzneihefe (zum Beispiel in Perenterol forte, rezeptfrei in der Apotheke). Der Grund: Sie dämmt entzündliche Prozesse im Darm ein und sorgt dafür, dass mehr Immunglobuline vorhanden sind. Diese stärken die Abwehrkräfte. Was hilft noch bei akutem Durchfall, abgesehen von Arzneihefe? Da der Köper jetzt viel Flüssigkeit verliert, ist es wichtig, genug zu trinken. Ferner ist es ratsam, verloren gegangene Salze (Elektrolyte) dem Körper wieder zuzuführen, ggf. mit einer fertigen Lösung aus der Apotheke. Gleichzeitig mindert eine Wärmflasche die Bauchkrämpfe. Da die Erreger von Mensch zu Mensch übertragen werden, zum Beispiel über Türklinken, ist Hygiene das A u d O. Vor allem gründliches Händewaschen. Das bedeutet konkret: Auch die Fingerkuppen sollten jedes Mal gründlich mit Seife gesäubert werden.

Schutzfilm aufbauen

Frauen sind ca. zwei- bis dreimal häufiger von Darmproblemen wie Reizdarm betroffen als Männer. Wichtig ist hier, die Darmbarriere zu stärken. Ein Polysaccharid (Xyloglucan) in Kombination mit Erbsenproteinen und Traubenkernextrakt bildet einen Film, der sich schützend über die angegriffene Darmschleimhaut legt (z. B. in Gelsectan, rezeptfrei, Apotheke) – besonders hilfreich bei akutem Durchfall. Einen Versuch wert: Darmhypnose, die das sensible Organ beruhigen soll (Hörbuch: „Darmhypnose“, Trias Verlag, 17,99 Euro)

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