Das Allround-Talent: Pfefferminze

Das alles kann die Heilpflanze

25. Juli 2017

Die aromatische Heilpflanze, so wie wir sie heute kennen, entstand aus einer zufälligen Kreuzung: Sie ist das Resultat aus der Bachminze (Mentha aquatica) und der Krausen Minze (Mentha spicata). Ende des 17. Jahrhunderts entdeckte der britische Naturforscher John Ray die Pfefferminze in einem englischen Garten. Im 18. Jahrhundert kam diese neuartige Kreuzung nach Deutschland und erfreute sich schnell großer Beliebtheit.

Bei Kopfweh hilft sie wie ASS oder Paracetamol

Pfefferminze enthält viel Menthol. Bereits 2004 wurde das grüne Kraut zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Denn Menthol kann viele Beschwerden lindern: Es hilft bei Darmproblemen, Erkältungskrankheiten und Spannungskopfschmerzen. Die Pfefferminzöl-Lösung Euminz (Apotheke) wurde jetzt sogar in die „Praxis-Leitlinie zu primären Kopfschmerzen“ der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin aufgenommen. Denn in klinischen Untersuchungen war die Lösung genauso gut und schnell wirksam wie ASS oder Paracetamol – und der Magen-Darm-Trakt, die Leber und die Nieren werden dabei nicht belastet.

Sie lindert auch gut Darmbeschwerden

Pfefferminze wird innerlich und äußerlich angewendet. Sie wirkt als Tee erfrischend, schmerzstillend und krampflösend. Das Menthol stimuliert die Verdauung und die Gallensekretion. Bei Husten und Schnupfen hilft Inhalieren mit Pfefferminze, da sie antibakteriell wirkt. Wegen ihres frischen Geschmacks ist sie oft Bestandteil von Zahnpasta, Mundwasser oder Kaugummi. Und im Lutschbonbon sorgt sie schnell für frischen Atem.

Verwendet werden die getrockneten Blätter

Pfefferminze lässt sich leicht anbauen, entweder im Topf oder im Garten. Verwendet werden die Blätter, am besten erntet man vor der Blütezeit im Juli und August. Die Blätter sollte man nicht in der Sonne trocknen und sie luftdicht und lichtgeschützt aufbewahren.