Kopfschmerzen: Ursachen und Hilfe

Kopfschmerzen behandeln und vorbeugen

15. Juli 2016

Bei Kopfschmerzen sind die Ursachen verschieden. Wir erklären die Symptome und Therapien.

Warum bekomme gerade ich oft Kopfschmerzen und andere Menschen nicht?

Unser Nervensystem ist sehr sensibel, es reagiert auf Stress, auf Veränderungen im Luftdruck und auch auf Lärm. Das nimmt das Gehirn dann als Störung wahr, und das ist dann bei manchen Menschen die Ursache für Kopfschmerzen – aber eben nicht bei allen. Das ist so ähnlich wie bei einer Grippewelle, nicht alle stecken sich an.

Wann sollte ich wegen meiner Beschwerden zu einem Arzt gehen?

Wenn sie einmal pro Woche auftreten oder sogar noch öfter, dann ist das zu viel. Dann sollten Sie unbedingt zu Ihrem Hausarzt gehen. Manchmal können auch andere Erkrankungen die Kopfschmerz-Ursache sein: Veränderungen im Blutdruck erzeugen Kopfschmerzen, ebenso wie Schilddrüsenerkrankungen oder hormonelle Funktionsstörungen bei Frauen.

Ich habe nach einem Tag am PC oft Kopfweh. Was kann ich dagegen tun?

Aus der Arbeit am Computer resultieren häufig Verspannungen in der Hals- und Schultermuskulatur. Das kann ein Kopfschmerz-Grund sein. Deshalb sollte man auf die richtige Sitzhöhe achten und die Rückenlehne des Stuhls möglichst senkrecht stellen. Man sollte sich außerdem regelmäßig strecken und lockern. Wichtig ist auch, genug zu trinken und ab und zu das Büro zu lüften. Kopfschmerz-Ursache können aber auch die Augen sein – vielleicht ist eine spezielle Bildschirmbrille nötig.

Können Akupunktur und Homöopathie helfen?

Beides kann sehr hilfreich sein, um Kopfschmerzen zu behandeln. Man sollte aber darauf achten, zu einem Spezialisten zu gehen. Und wenn man nach drei bis vier Akupuktursitzungen merkt, dass es nicht hilft, dann sollte man es sein lassen.

Kann das Wetter eine Kopfschmerz-Ursache sein?

Durchaus. Mehr als die Hälfte aller Deutschen bezeichnet sich selbst als wetterfühlig. Wetterwechsel werden von den Betroffenen sehr häufig als Migräneauslöser angegeben. Die bisherigen Forschungen ergaben allerdings widersprüchliche Ergebnisse. Wahrscheinlich sind es Wetterwechsel mit raschen Temperaturänderungen, die bei dafür empfindlichen Menschen vermehrt Kopfschmerzattacken auslösen können.

Ich habe etwa zweimal pro Woche Last damit. Ist das schon chronisch bei mir?

Von chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp spricht man, wenn sie an mehr als 15 Tagen pro Monat auftreten. Wer regelmäßig Kopfschmerzen hat, sollte besser den Arzt aufsuchen, um eine ernsthafte Ursache der Schmerzen ausschließen zu können. Außerdem kann bei solch häufigen Schmerz-Episoden auch eine nichtmedikamentöse Vorbeugung wie regelmäßige Bewegung oder eine medikamentöse Prophylaxe helfen. Der behandelnde Arzt kann die richtige Therapie verschreiben.

Was muss ich bei der Einnahme von Schmerzmitteln beachten?

Zur Behandlung von Migräne sollten Schmerz- oder Migränemittel frühzeitig eingenommen werden. Denn dann kann eine schnellere und bessere Wirksamkeit erreicht werden. Sie sollten allerdings nicht häufiger als drei Tage in Folge eingenommen werden und auch nicht öfter als zehn Tage pro Monat, da sonst eine Zunahme der Kopfschmerzhäufigkeit droht. Das wird Medikamenten-Übergebrauchs-Kopfschmerz genannt. Hier liegt also die Kopfschmerz-Ursache in der Behandlung. Diese Kopfschmerzen verschwinden erst dann, wenn man die Mittel absetzt.

Ich leide regelmäßig unter starken Kopfschmerzen, kann das Migräne sein?

Typisch für eine Migräneattacke sind pulsierende, häufig auch einseitige Kopfschmerzen. Dazu kommen meist Licht-, Geräusch- und Lärmempfindlichkeit sowie Übelkeit und Erbrechen. Außerdem sehnen sich Betroffene nach Bettruhe, denn jede Bewegung kann die Beschwerden verschlimmern. Spannungskopfschmerzen dagegen sind dumpfdrückend und auf beiden Seiten des Kopfes ausgeprägt. Eine Migräneattacke dauert meist bis zu 72 Stunden, Spannungskopfschmerz kann sich von 30 Minuten bis zu sieben Tagen hinziehen. Manchmal überschneidet sich die Symptomatik, deshalb ist die Diagnose nicht immer eindeutig. Besser zum Hausarzt gehen, der dann eine genaue Diagnose stellen kann.

Stimmt es, dass Kaffee Linderung verschafft?

Koffein kann zur Schmerzbekämpfung beitragen. Aber bei Kaffee und Espresso schwankt der Koffeingehalt je nach Sorte, Röstung und Verarbeitung unheimlich stark. Auf der sicheren Seite ist man deshalb mit einem koffeinhaltigen Kopfschmerzpräparat, bei dem die Koffeindosis immer gleichbleibend und zielgenau für die Schmerzlinderung optimiert ist.

Wie kann ich Kopfschmerzen vorbeugen?

Regelmäßige Bewegung, besonders Ausdauertraining wie Nordic Walking, Schwimmen und Radfahren können dabei helfen. Sport verbessert die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers. Das wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus, und damit auch auf den Kopf. Auch Entspannungsmethoden wie Yoga oder autogenes Training könnten Sie ausprobieren. Oder kombinieren Sie beides: Sowohl Sport als auch meditative Übungen bauen Stress ab, der ja oft ein Auslöser von Kopfschmerzen sein kann.

Sollte ich besser meine Ernährung umstellen?

Nein. Generell wissen wir aus den Untersuchungen zur Häufigkeit der Migräne anhand weltweiter Daten, dass die Ernährung – so unterschiedlich sie in den verschiedenen Ländern auch ist – offensichtlich keinen Einfluss auf die Kopfschmerzen hat.

Liegen die Kopfschmerz-Ursachen vielleicht in einer ernsthaften Erkrankung?

Ja, beispielsweise für stark erhöhten Blutdruck. Aber auch Augenerkrankungen, Fehlsichtigkeit oder eine Grippe können als Kopfschmerz-Ursachen verantwortlich sein. Der Hausarzt ist dann der erste Ansprechpartner.

Kopfschmerzen: Hilfe, wenn’s weh tut

Zögern Sie nicht zu lange: Wenn die Beschwerden keine Ruhe geben, verschafft eine Schmerztablette schnelle Linderung. Nach aktuellen Untersuchungen haben sich Kombipräparate mit den Wirkstoffen ASS, Paracetamol und Koffein bewährt. Die Dreierkombination wirkt bei beidem: Migräne und Spannungskopfschmerzen.

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