So verändert sich das Sexleben ab 40

Keine Lust mehr? Von wegen!

Für viele ist die 40 eine geradezu magische Zahl, die einen Punkt im Leben markiert, ab dem alles anders wird. Frauen verbinden sie häufig mit einer Midlife Crisis oder der Menopause. Dabei kann die Zeit ab 40 gerade für Frauen auch viel Positives bereithalten: zahlreiche Frauen schwören schließlich darauf, dass in dieser Zeit der Sex immer besser wird. Wie sich unser Sexleben ab 40 wirklich verändert ...

Der Mythos: Frauen ab 40 haben keine Lust mehr auf Sex

Zwar ist ab 40 keineswegs plötzlich alles anders, doch markiert der Beginn des neuen Lebensjahrzehnts für die meisten Frauen den Übergang, wo sich der Hormonhaushalt verändert: Die sogenannten Wechseljahre treten ein. Wann genau der Hormonspiegel sinkt, ist dabei bei jeder Frau anders und für die meisten auch eher ab Mitte 40 ein Thema. Die rein körperlichen Veränderungen, die dabei im Gange sind, sind aber stets dieselben – und wirken sich auch tatsächlich auf die weibliche Sexualität nach 40 aus. Nur eben weitaus weniger als lange angenommen: dass Frauen ihr Sexleben ab 40 einstellen und keine Lust mehr auf die Lust haben, ist ganz eindeutig ein Mythos. 

Wie sich der Körper einer Frau ab 40 verändert

Generell sollten wir für das Sexleben ab 40 eines festhalten: Die Wechseljahre müssen kein abruptes Ende für ein erfülltes Sexualleben bedeuten – ganz im Gegenteil, denn guter Sex kann sogar dazu beitragen, dass Frauen weitaus weniger unter den körperlichen Veränderungen in dieser Zeit zu leiden haben! Wenn der Hormonspiegel ungefähr ab 40 abzusinken beginnt, bedeutet das manchmal dennoch, dass manche – aber längst nicht alle – Frauen dadurch weniger Lust empfinden. Zudem kann es auch durchaus länger dauern als zuvor, bis Sie erregt sind. Damit einhergehende Faktoren wie Scheidetrockenheit sind dabei zwar für viele Frauen neu und unangenehm, lassen sich aber in den meisten Fällen denkbar leicht beheben: Entweder, Sie nehmen sich mit Ihrem Partner mehr Zeit für das oder Sie setzen einfach auf etwas mehr Gleitgel als zuvor. Reden Sie auf alle Fälle immer mit Ihrem Partner über Ihre möglichen Sorgen.

Mit den hormonellen Veränderungen ab 40 geht allerdings auch einher, dass sich sowohl die Quantität als auch Qualität der produzierten Eizellen reduziert: Die Fruchtbarkeit nimmt ab und das Einsetzen der Menopause wird immer wahrscheinlicher. Eine Frau, die ab 40 noch einmal schwanger werden möchte, sieht sich daher zumeist gezwungen, ihr Sexleben nach ihrem Zyklus zu strukturieren. Da Erotik und Romantik bei einer solchen Orientierung am Fruchtbarkeitskalender allerdings nur allzu schnell auf Strecke bleiben, ist es wichtig, ihnen jenseits der fruchtbaren Tage einen angemessenen Raum zu geben. Andernfalls wird Sex zunehmend mit Terminzwang und Erfolgsdruck verknüpft – und das kann eine Partnerschaft auf Dauer stark belasten und ist ein echter Stimmungskiller.

Erfahrung trifft Experimentierfreude: Darum wird der Sex für viele Frauen besser

Die größte Veränderung beim Sexleben ab 40 ist allerdings weniger körperlicher als psychischer Natur: Denn viele Frauen wissen nun selbstbewusster einzufordern, was ihnen wirklich Lust bereitet. Die sexuelle Neugier der Teenager-Jahre und auch in den 20ern wird zumeist von Unsicherheiten begleitet. Wenn diese dann überwunden sind, liegt für viele Frauen in ihren 30ern der Fokus auf dem Job, die Beziehung und vor allem auf der Familienplanung. Auch hier hat eine erfüllte Sexualität eher wenig Raum. Ab 40 weichen diese Störfaktoren, die es insbesondere Frauen schwer machen können, sich beim Sex fallen zu lassen und den Moment zu genießen. Mehr Ruhe und vor allem auch ein gesteigertes Selbstbewusstsein sorgen dafür, dass Ihr Sexleben ab 40 weitaus aufregender werden kann. 

Viele Frauen fühlen sich nun in ihrem Leben und auch im eigenen Körper wohler als dies in jüngeren Jahren der Fall war. Zudem kennen Sie Ihren Körper inzwischen auch gut genug, um zu wissen, was Ihnen Spaß macht und wie Sie am besten zum Höhepunkt kommen. Da für viele Frauen das Vorspiel besonders wichtig ist, um zum Höhepunkt kommen zu können, erweist sich oft gerade Ihr Wissen und Ihr Selbstbewusstsein als praktisch: So können sie ganz ungeniert darauf bestehen, sich mehr Zeit zu lassen und vielleicht auch wieder mehr zu experimentieren. Kurzum: Durch die Kombination aus Erfahrung, Zeit und Experimentierfreude bedeutet das Sexleben ab 40 für viele Frauen nicht nur mehr Abwechslung im Bett, sondern ermöglicht auch bessere Orgasmen denn je zuvor. Denn je entspannter Frau ist, desto leichter kommt sie auch zum Höhepunkt. Zudem profitieren Sie bei Ihrem Sexleben ab 40 auch von der Erfahrung Ihres Partners: Auch sein Hormonhaushalt ändert sich, weshalb er länger standhaft ist und so kann das Liebespiel noch länger dauern als je zuvor.