Vorsicht, Nervensägen: Loswerden will gelernt sein!

Vom richtigen Umgang mit Nervensägen

08. Februar 2017

Im Büro, im Supermarkt, im Bus – vor den Quälgeistern des Alltags ist man nirgends sicher. Aber mit den richtigen Strategien können Sie die Nervensägen schnell loswerden.

Es gibt Menschen, die verwandeln mit ihrem Verhalten selbst die „drahtseiligsten“ Nerven in dünne Spinnfäden. Die gute Nachricht: Wir haben da ein paar effektive Tipps zur Abwehrstärkung!

Nervensägen loswerden: Die besten Tipps

Der Kalauer-König

Eigenart: „Was liegt am Strand, und man versteht es kaum? ’Ne Nuschel!“ Haha. Was haben wir gelacht. Der Kalauer-König liebt Wort-Witze – und schreckt auch nicht vor 20 Jahre alten Schenkelklopfern oder bizarrer Pantomime zurück. Sein Motto: witzig sein um jeden Preis. 

Nervensägen loswerden – so geht’s: Zwei Möglichkeiten: entweder eine Gegenoffensive starten und einen so lustigen Witz erzählen, dass er nicht mehr mithalten kann. Oder einfach mal überhaupt nicht lachen. Wirklich gar nicht. Kein Mundwinkelzucken. Nix. Niente!

Die Sabbel-Suse

Eigenart: Oh mein Gott! Jeder kennt sie, jeder meidet sie möglichst. Bei dieser Nervensäge gibt es kein Punkt und Komma. Nicht bei Privatgesprächen im Büro, nicht im Supermarkt an der Käsetheke und nicht am Gartenzaun. Mal selbst zu Wort kommen? Praktisch unmöglich. 

Nervensägen loswerden – so geht’s:  Das einfachste ist, auf Durchzug zu stellen und sich währenddessen schon mal sinnvolle Gedanken zu machen, zum Beispiel übers Abendessen. Wird man durch die Gespräche der Nervensägen bei der Arbeit gestört, darf man aber auch ruhig mal Tacheles reden. Am besten beginnen mit „Leider kann ich mich nicht richtig konzentrieren, wenn du so lange, intensive Gespräche führst.“

Der Brüll-Boss

Eigenart: „In! Mein! Büro!“ Der Choleriker-Chef kann einem richtig Angst machen, er ist die größte Nervensäge im Büro. Sein Geschrei hinterlässt nicht selten einen Tinnitus. Und der Tag ist dann eigentlich auch im Eimer. 

Nervensägen loswerden – so geht’s: Die oberste Regel ist Ruhe bewahren und sich bloß nicht zum Gegengebrüll hinreißen lassen. Wenn er merkt, dass man selbst ganz gelassen bleibt, kommt er schnell von alleine wieder runter.

Die Panik-Perle

Eigenart: Bei ihr ist das Glas aber sowas von leer! Die Panik-Perle malt sich immerzu die schlimmstmöglichen Szenarien aus und teilt sie mit jedem, der gerade in ihrer Nähe ist.
Nervensägen loswerden – so geht’s: Ihr einzureden, dass alles gut wird, bringt wirklich überhaupt nichts, denn jedem positiven Zuspruch entgegnet sie mit zwei Negativ-Argumenten. Am besten fangen Sie ihre Grummel-Granaten mit schlichter Ignoranz ab. Wenn die Nervtröte merkt, dass ihre überzogenen Sorgen keine Beachtung finden, verstummt sie ziemlich schnell.

Der Smartphone-Starrer

Eigenart: „Hallo mein Schatz …“ Äh, Entschuldigung, aber könnte der Typ vielleicht aufhören, die persönlichen Nachrichten mitzulesen, die ich gerade in mein Handy tippe?

Nervensägen loswerden – so geht’s: Den Übeltäter ruhig mal zur Rede stellen, etwa mit einem frechen Spruch wie diesen: „Kann ich die Mitteilung schließen, oder lesen Sie noch?“ Praktisch: Es gibt spezielle Folien für Smartphones und Laptops, die sich verdunkeln, sobald man aus einem schrägen Winkel darauf schaut.

Der Nähe-Nutzer

Eigenart: Nur einmal hat man ihn aus Höflichkeit umarmt … Leider sieht das der Nähe-Nutzer als Startsignal für noch mehr Körperkontakt. Besonders auf Partys. Er legt den Arm um die Schulter, pikst einem keck in die Seite, verteilt liebend gerne Bussis links und rechts – und will x-mal auf Freundschaft anstoßen. Schmatz!

Nervensägen loswerden – so geht’s: Gerät man immer wieder in seine Grabbel-Finger, hilft nur eins: ihm zu sagen, dass man vergeben und der Partner ja sooo eifersüchtig ist. Oder man verpasst ihm ganz direkt einen Denkzettel: „Hey, wir sind keine Magneten, also bitte Abstand halten!“